NL Raymond D'Addario (Bestand)
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E 10/55
Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Nürnberg >> Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz >> E 10 - Nachlässe >> E 10/55 - Nachlass / Raymond D'Addario
Raymond (Ray) D'Addario geb. 1920 in Holyoke (Massachusetts, USA).Berufsausbildung als Fotograf, danach als Pressefotograf in Springfield (MA).Wurde 1942 zum Militärdienst bei der Infanterie eingezogen, kam nach der Grundausbildung in Texas auf eigenen Wunsch und wegen seiner beruflichen Vorbildung zum Army Pictorial Service nach London. Als Angehöriger dieses Truppenteils gelangte er 1945 nach Deutschland (Wiesbaden). Wurde Ende 1945 mit 12 weiteren amerikanischen Armeefotografen zum Dienst beim Internationalen Militärtribunal (IMT) in Nürnberg abkommandiert. Seit seiner Ausmusterung in Erlangen am 17.07.1946 (ziviler) Assistant Public Relations Officer des OCCWC, als 'Cheffotograf' dokumentierte er auch die Nachfolgeprozesse. Daneben stellte er z.B. einen Wochenschaufilm für "Welt im Film" in München her. Als erste Farbfotos des IMT wurden Aufnahmen von D'Addario im September 1946 in der Londoner Zeitschrift "Illustrated" veröffentlicht. In seiner Freizeit fotografierte er die zerstörte Stadt Nürnberg und den Alltag ihrer Einwohner. 1948 heiratete er Margarete Deyhle aus Wendelstein und kehrte mit ihr im Februar 1949 in die Vereinigten Staaten zurück. In Holyoke eröffnete er ein Fotogeschäft, aus dem später eine kleine Ladenkette mit drei Filialen hervorging. Auch nach seiner Rückkehr in die USA besuchte D'Addario Nürnberg immer wieder und dokumentierte fotografisch die Entwicklung der Stadt seit seinem ersten Aufenthalt. Mehrfach Veröffentlichung seiner Aufnahmen als lokale Bestseller.Zum Bestand:Der vorliegende Bestand - der mit dem neutraleren englischen Terminus "Papers" besser beschrieben erscheint als mit dem deutschen "Nachlass" - gelangte Ende 1995 beim Ankauf der Fotosammlung D'Addarios (jetzt Bestand A 65) zusammen mit Literatur zu den "Nürnberger Prozessen" (jetzt in der Archivbibliothek) ins StadtAN. Das damals kaum geordnete schriftliche Material wurde in seinem Umfang stark reduziert. Der Teil, der Auskunft über die Person Ray D'Addario und den Berührungspunkt seiner Biographie mit der Stadt, die Kriegsverbrecherprozesse in Nürnberg, gibt, wurde in thematische Mappen gegliedert. Verzeichnung und Datenbankeingabe 1996.
Einheiten: 40
Bestand
Deutsch
Alltag
Armeefotograf
D'Addario, Raymond (Nachlass)
Deyhle, Margarethe
Erlangen
Fotogeschäft
Fotograf
Internationales Militärtribunal
Kriegsverbrecherprozesse
Kriegszerstörungen
London
Militärdienst
München
Nachfolgeprozesse
Nachkriegszeit
Nachlässe (Einzelbestände)
Nürnberger Prozesse
Pressefotograf
USA
Wendelstein
Wiesbaden
Wochenschaufilm
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ