Hintergrund des Verfahrens ist ein Streit um Schulden der Mutter von Brempts Frau, Christina Elisabeth Quadt von Landskron, Margaretha von Ovelacker, die diese nach Angaben Brempts während ihrer 2. Ehe mit Reinhard Print von Horchheim gemacht hatte. Während der Appellant sich für Schulden seiner Schwiegermutter nicht zuständig sah, da seine Frau nicht Erbin ihrer Mutter geworden sei und aus 1. Ehe der Mutter stamme, hatten die Appellaten zur Begleichung ihrer Forderungen Besitz von Brempts in Wesel mit Arrest belegen lassen. Er plädiert auf Nichtigkeit des vorinstanzlichen Verfahrens, da in 2. Instanz nur über eine Verfahrensfrage (ob eine Inhibitio zulässig gewesen und daher der Arrest aufzuheben sei) verhandelt worden sei, das Hofgericht dennoch das Urteil der 1. Instanz in der Hauptsache bestätigt habe.
Vollständigen Titel anzeigen
Hintergrund des Verfahrens ist ein Streit um Schulden der Mutter von Brempts Frau, Christina Elisabeth Quadt von Landskron, Margaretha von Ovelacker, die diese nach Angaben Brempts während ihrer 2. Ehe mit Reinhard Print von Horchheim gemacht hatte. Während der Appellant sich für Schulden seiner Schwiegermutter nicht zuständig sah, da seine Frau nicht Erbin ihrer Mutter geworden sei und aus 1. Ehe der Mutter stamme, hatten die Appellaten zur Begleichung ihrer Forderungen Besitz von Brempts in Wesel mit Arrest belegen lassen. Er plädiert auf Nichtigkeit des vorinstanzlichen Verfahrens, da in 2. Instanz nur über eine Verfahrensfrage (ob eine Inhibitio zulässig gewesen und daher der Arrest aufzuheben sei) verhandelt worden sei, das Hofgericht dennoch das Urteil der 1. Instanz in der Hauptsache bestätigt habe.
AA 0627, 415 - B 1011/3683
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1643-1663 (1635-1643)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Frhr. von Brempt, Herr zu Veen (ins Vehen; Kr. Moers), (Bekl.) Beklagter: Johann zu (tho) Bucop (Buckopf, Buckhoff, Bouckop, Bokop, Bockop), Bürger und Kaufhändler zu Wesel, und Gotthard (Goddert) Steinstraß, Bürger zu Wesel, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Giesenbier (1643) Prokuratoren (Bekl.): Lipp (1644) Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Notgericht Wesel 1641 - 2. Klev. Hofgericht zu Emmerich 1641-1643 - 3. RKG 1643-1663 (1635-1643) Beweismittel: Acta priora (8-111). Schuldschein der Eheleute Reinhard Print von Horchheim und Margarethe verwitwete Quadt von Landskron, geb. von Ovelacker, für Steinstraß, 1635 (11). Desgl. für Bucop, 1635 (11f.). Beschreibung: 2,5 cm, 111 Bl., lose; Q 1-4, 1 Beilage (= Acta priora). Vgl. RKG 4257 (O 288/1575).
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:38 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)