Vor dem Stadtsekretär Theodor Ruickes erklärt Godefridus Henricus Lohe, dass er vorhabe, in das Kloster S.-Nikolaus einzutreten. Er habe mit dem Superior des Klosters abgemacht, dass er neben den Einkleidungs- und Professkosten bei der Einkleidung 100 Reichstaler und bei der Profess 125 Reichstaler zahlen solle unter Verzicht auf sein sonstiges Vermögen. Über dieses Vermögen trifft er Abmachungen zu Gunsten der fünf Kinder seines Oheims Henricus Middels in Köln und zu Gunsten der zwei Kinder seines Oheims Christopherus Scherfhausen in Neuss - nämlich Irmgard und Christina Scherfhausen -, welch letzteren er auch sein in Neuss auf der Oberstraße liegendes Haus "zum Eisernen Kreuz" und verschiedene Ländereien und Renten - auch in Fischeln - vermacht usw.
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Vor dem Stadtsekretär Theodor Ruickes erklärt Godefridus Henricus Lohe, dass er vorhabe, in das Kloster S.-Nikolaus einzutreten. Er habe mit dem Superior des Klosters abgemacht, dass er neben den Einkleidungs- und Professkosten bei der Einkleidung 100 Reichstaler und bei der Profess 125 Reichstaler zahlen solle unter Verzicht auf sein sonstiges Vermögen. Über dieses Vermögen trifft er Abmachungen zu Gunsten der fünf Kinder seines Oheims Henricus Middels in Köln und zu Gunsten der zwei Kinder seines Oheims Christopherus Scherfhausen in Neuss - nämlich Irmgard und Christina Scherfhausen -, welch letzteren er auch sein in Neuss auf der Oberstraße liegendes Haus "zum Eisernen Kreuz" und verschiedene Ländereien und Renten - auch in Fischeln - vermacht usw.
A.01, 0822
627
A.01 Haupturkundenarchiv
Haupturkundenarchiv >> 4. 1601 - 1700
1689 Januar 5.
Papier
Archivale
Beglaubigte Abschrift. Das Original war u. a. von dem Vikar Reiner Schram unterzeichnet.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:30 MEZ