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Valentin Hagen, Schultheiß und Stadtrichter von Geisa, bekundet,
dass Johann (Hanß) Mellmann aus Kranlucken (Cralöcken) berichtet hat,
dass er ein...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1611-1620
1612 Januar 18
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der geben ist den 18ten Ianuarii nach Christi unsers Hern und Erlösers geburtt im sechzehenhundertt und zwolfften iahr
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Valentin Hagen, Schultheiß und Stadtrichter von Geisa, bekundet, dass Johann (Hanß) Mellmann aus Kranlucken (Cralöcken) berichtet hat, dass er ein Viertel des freien Hofs, genannt Adam Mihmen Hof, mit allem Zubehör von Heinrich (Heintz) Mihme [aus Kranlucken] gekauft hat. Da das Viertel des Hofs ein Bürgergut ist, das vom Schultheiß von Geisa als Lehen vergeben wird, hat Johann Mellmann den Schultheiß gebeten, ihn, seine Ehefrau Katharina (Catharina) und ihre Erben mit dem Viertel des Hofs zu belehnen. Nach Aufsage des Viertels des Hofs durch die Verkäufer belehnt Valentin Hagen den Johann Mellmann und dessen Ehefrau Katharina. Johann Mellmann gelobt für sich, seine Ehefrau und seine Erben der Stadt und dem Rat von Geisa die Treue; er verspricht, wie alle anderen Bürger der Stadt, zu den üblichen Zeiten die Steuern (beth und geschoß) zu entrichten. Von der Belehnung bleiben andere Rechte und Gewohnheiten der Stadt, des Abtes von Fulda und des Valentin Hagen und seiner Erben unberührt. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Valentin Hagen]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.