Klage des Herman Kommes auf der Jüdefelderstraße (Juddefelderstraße) ./. Henrich Gise junior. Der Beklagte war Soldat unter dem Obristen Johan Hilmar Knigge im Gräflich Hatzfeldschen Regiment, zur Zeit in Rheine. Angeblich wurde ihm ein Pferd gestohlen, das der Kläger gekauft haben soll. Seine Klage auf Herausgabe des Pferdes wurde abgewiesen. Gleichwohl erging sich der Beklagte in Beleidigungen gegen den Kläger und nannte ihn Dieb u. Räuber. Auf dessen Antrag ist er in Haft genommen und sitzt im Hörstertor. Sein Vater Ratsherr Henrich Gise unterm Bogen und sein Bruder Albert lehnen es ab, für ihn Bürgschaft zu leisten, dass er entlassen wird.
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Klage des Herman Kommes auf der Jüdefelderstraße (Juddefelderstraße) ./. Henrich Gise junior. Der Beklagte war Soldat unter dem Obristen Johan Hilmar Knigge im Gräflich Hatzfeldschen Regiment, zur Zeit in Rheine. Angeblich wurde ihm ein Pferd gestohlen, das der Kläger gekauft haben soll. Seine Klage auf Herausgabe des Pferdes wurde abgewiesen. Gleichwohl erging sich der Beklagte in Beleidigungen gegen den Kläger und nannte ihn Dieb u. Räuber. Auf dessen Antrag ist er in Haft genommen und sitzt im Hörstertor. Sein Vater Ratsherr Henrich Gise unterm Bogen und sein Bruder Albert lehnen es ab, für ihn Bürgschaft zu leisten, dass er entlassen wird.
B-C Civ, 784
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
1642 - 1643
Enthält: Als Zeugen werden vernommen: 1. Stallmeister Henrich Rorup, 46 J. alt; 2. Johan Hoveman, 30 J. alt; 3. Bote Bernd Lohman, 50 J. alt; 4. Henrich Fillerfang, Soldat unter Hauptmann Niedegge, 31 J. alt; 5. Soldat Johan Holscher, 25 J. alt. Erwähnt werden Henrich Reving gen. Voss; Notar Johan Schmedes; Everwin zur Stegge; Johan Bongers und Herman Osthoff, alle in Horstmar; Johan Konrad Weber, Bote des Kammergerichts; Marketender Hans Schmeddewitz; Gerhard Ostkotte; Lic. Wennemar Probsting; Henrich Siverding jr. und dessen Bruder Godfrid; Bernard Havixbeck; Herman Hermeling; Johan Husing; Notar Johan Hermeling; Johan Steinfurt; Bäcker David zum Brincke; Emanuel Brunsman; Johan Fingerhut; Henrich Berteling und Bernard Friederichman, Reiter unter Oberst Knigge; Schneider Johan Velthaus; Schneidergeselle Berndt Ruesche; Prokurator und Notar Gerhard Wennemari in Rheine; dessen Sohn Gerhard in M.; Lic. Johan Meinertz; Gerhard Krechter; Ludger Wilhelm Hoping; Johan Bose; Eberhard Budde; Notar Dominikus Eilers; Henrich Tacke; Soldat Jost zum Broche; Herman Wernicke; Herman Kuleman in Rheine; Gerhard Sude; Dietrich von Sost; Christian Ulenbrock; Herman Averkamp, Küster an Lamberti.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:47 MEZ