Klage auf Rückzahlung eines Darlehens von 2666 2/3 Rtlr. samt Renten für die letzten neun Jahre. 1628 hatte der Kölner Kaufmann Philipp Kox (Kocks), der Urgroßvater mütterlicherseits der Klägerin, der Herrlichkeit Wickrath 2000 Rtlr. für eine jährliche Erbrente von 100 Rtlr. gegeben. Über Matthias Kox, Johann Matthias Kox und Anna Maria Kox, die Petrus Weiler heiratete, fiel die Rentverschreibung an die Klägerin. Bis 1732 wurde die Rente gezahlt, dann geriet Wickrath wegen Kriegsbelastungen mit den Zahlungen in Rückstand. Nach erfolgter Mahnung kündigte die Klägerin 1740 das Darlehen. Trotz einer Abschlagszahlung von 400 Rtlr. behielt sie die Kündigung aufrecht. Strittig ist auch die Währung, da es in Köln sowohl den Reichstaler zu 78 Albus (Courant) als auch den zu 80 Albus (Species) gab.
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Klage auf Rückzahlung eines Darlehens von 2666 2/3 Rtlr. samt Renten für die letzten neun Jahre. 1628 hatte der Kölner Kaufmann Philipp Kox (Kocks), der Urgroßvater mütterlicherseits der Klägerin, der Herrlichkeit Wickrath 2000 Rtlr. für eine jährliche Erbrente von 100 Rtlr. gegeben. Über Matthias Kox, Johann Matthias Kox und Anna Maria Kox, die Petrus Weiler heiratete, fiel die Rentverschreibung an die Klägerin. Bis 1732 wurde die Rente gezahlt, dann geriet Wickrath wegen Kriegsbelastungen mit den Zahlungen in Rückstand. Nach erfolgter Mahnung kündigte die Klägerin 1740 das Darlehen. Trotz einer Abschlagszahlung von 400 Rtlr. behielt sie die Kündigung aufrecht. Strittig ist auch die Währung, da es in Köln sowohl den Reichstaler zu 78 Albus (Courant) als auch den zu 80 Albus (Species) gab.
AA 0627, 1427 - D 753/1884
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 2. Buchstabe D
1746 - 1756 (1628 - 1756)
Enthaeltvermerke: Kläger: Maria Anna Weiler, Witwe des Kölner Ratsmitgliedes und Stimmeisters Henricus Leonardus Dullman, Köln, nach ihrem Tod (1754) ihre Töchter Wilhelmina Dullman, Witwe des (Johannes Apollinarius) Stoll, Anna Catharina Dullman und J(ohann) H(einrich) (D.) Wintzler als Ehemann der Maria Anna Dullmann Beklagter: Vorsteher und Gemeinde der reichsfreien Herrlichkeit Wickrath (Kr. Grevenbroich) Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Wilhelm Weylach 1745 - Subst.: Dr. Philipp Ludwig Meckel - Subst.: Dr. Johann Hermann Scheurer 1755 Prokuratoren (Bekl.): Lic. Ambros Joseph Stephani 1746 - Subst.: Lic. Conrad Anton Weiskirch - Lic. Conrad Anton Weiskirch 1746 - Subst.: Lic. Johann Christoph von Brand Prozeßart: Mandati de solvendi cum clausula Instanzen: RKG 1746 - 1756 (1628 - 1756) Beweismittel: Rentbrief der Gemeinde Wickrath für Philipp Kox (Kocks) über 2000 Rtlr. von 1628 (Q 4). Kündigung der Erbrente durch Maria Anna Weiler 1740 (Q 5). Botenlohnschein (Q 6). Vollmacht für Lic. Stephani mit Unterschriften der Schöffen aus Wickrath (Q 13). Beschreibung: 4,5 cm, 99 Bl., lose; Q 1 - 25.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:29 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 2. Buchstabe D (Gliederung)