Johanna von Saarbrücken, Gräfin von Nassau, Herrin von ('frauw zuo') Merenberg, setzt dem Dekan und Kapitel des Stifts Weilburg 1 Malter Korngülte Weilburger Maß zu Kubach von Blasehorns Gut aus sowie 1/2 Mark Gülte, wovon 3 Schilling auch von Blasehorns Gut zu Kubach und 3 Schilling von Kniben Kelter und Scheuer fallen, die Hengist jetzt hat, unterhalb der Burg gelegen. Die Gülten sollen jährlich der Präsenz zur Jahrzeit des + Hannes, Knechts der Ausstellerin, entrichtet werden, damit man im Stift jährlich dessen Gedächtnis mit Vigilien und Seelmesse begeht. Sie hat die Gülte ausgesetzt für 26 Gulden, die von der Besserung des + Hannes fielen und welche die Ausstellerin für ihre und ihrer Kinder Schuld und Not verwandt hat, nämlich dem Snorre von Löhnberg ('Laneburg') für Schaden und Verlust gegeben hat, die er ihretwegen ('bii unser herschaff') erlitten hat. Die Ablösung ist gegen Zahlung von 26 Gulden gestattet; das Stift soll dafür andere Gülte kaufen, die dann auf der Jahrzeit des Hannes zur Präsenz fallen soll. - Siegel der Ausstellerin.
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Johanna von Saarbrücken, Gräfin von Nassau, Herrin von ('frauw zuo') Merenberg, setzt dem Dekan und Kapitel des Stifts Weilburg 1 Malter Korngülte Weilburger Maß zu Kubach von Blasehorns Gut aus sowie 1/2 Mark Gülte, wovon 3 Schilling auch von Blasehorns Gut zu Kubach und 3 Schilling von Kniben Kelter und Scheuer fallen, die Hengist jetzt hat, unterhalb der Burg gelegen. Die Gülten sollen jährlich der Präsenz zur Jahrzeit des + Hannes, Knechts der Ausstellerin, entrichtet werden, damit man im Stift jährlich dessen Gedächtnis mit Vigilien und Seelmesse begeht. Sie hat die Gülte ausgesetzt für 26 Gulden, die von der Besserung des + Hannes fielen und welche die Ausstellerin für ihre und ihrer Kinder Schuld und Not verwandt hat, nämlich dem Snorre von Löhnberg ('Laneburg') für Schaden und Verlust gegeben hat, die er ihretwegen ('bii unser herschaff') erlitten hat. Die Ablösung ist gegen Zahlung von 26 Gulden gestattet; das Stift soll dafür andere Gülte kaufen, die dann auf der Jahrzeit des Hannes zur Präsenz fallen soll. - Siegel der Ausstellerin.
88, U 78
88 Stift Weilburg, St. Walpurgis, Chorherren
Stift Weilburg, St. Walpurgis, Chorherren >> 1 Urkunden >> 1376-1425
1378 April 25
Ausfertigung, Pergament, mit abhängendem Siegel: Durchmesser 2,1 cm, im Siegelfeld eine Frau im langen Gewand, links den Nassauer und rechts den Saarbrücker Schild (im mit Kreuzchen belegten Feld ein Löwe) haltend, Umschrift: '(...) SAREBRVCKE(N) CO(M)I(..)SE DE NA(..)'. - Rückvermerk: 1. (um 1400): 'Dabit Luke in anniversario Johannis Farczen maldrum siliginis in Cubach'. 2. (15. Jh.): 'Littera presencie'
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: G. uff sente Marcus dag des heilgen ewangelisten 1378
Struck, St. Walpurgisstift Weilburg, Nr. 1215
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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17.06.2025, 2:07 PM CEST
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