Ephoralarchiv Springe (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigenLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Objekt beim Datenpartner
D 29
Landeskirchliches Archiv Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> Landeskirchliches Archiv >> D - Deposita
1525-1997
Enthält: Der Bestand besteht aus 1.) Generalakten zur Entwicklung des Kirchenkreises (Laufzeit 1633-1933) und 2.) Spezialakten zur Entwicklung, zu den Amtshandlungen der Seelsorger und zu Personal,- Bau- und Finanzangelegenheiten für die Kirchengemeinden - Altenhagen (Laufzeit 1666-1966), - Bakede (1651-1950), - Beber (1653-1960), - Eimbeckhausen (1652-1947), - Groß Flegessen (1638-1949), - Hachmühlen (1655-1943), - Hohnsen (1720-1949), - Hülsede (1617-1951), - Lauenau (1590-1951), - Münder (1591-1950), - Nettelrede (1638-1942), - Springe (1588-1916) - und Völksen (1631-1951). Die im Bestand vorhandenen Rechnungen der Kirchengemeinden decken den Zeitraum 1635 bis 1952 ab.
Bestandsgeschichte: Zur Geschichte des Kirchenkreises und des Bestandes Im April 1885 wurde im Zuge der preußischen Kreisreform aus den Ämtern Calenberg und Springe und aus den selbständigen Städten Eldagsen, Pattensen und Münder der Landkreis Springe gebildet. Da der neue Landrat zugleich das Amt des weltlichen Kirchenkommissars inne hatte, strebte er an, seinen Amtssitz auch zum Ort der Superintendentur zu machen, der zu diesem Zeitpunkt das benachbarte Münder war, um "kurze Wege" sicherzustellen. Seine Bemühungen hatten mit Unterstützung der Honoratioren der Stadt Springe und des dortigen Kirchenvorstands Erfolg, war man doch an einer solchen Aufwertung von Springe durchaus interessiert. So kam es 1889 zur Verlegung des Superintendentensitzes und zur Benennung des Kirchenkreises nach der Stadt Springe. Erster Superintendent wurde (bis Ende 1910) Theodor Pramann. Der heftige Widerstand aus Münder gegen diese Entwicklung fand beim Konsistorium in Hannover und dem Ministerium der geistigen und Unterrichtsangelegenheiten in Berlin nicht die in Münder erhoffte Unterstützung. Der Kirchenkreis Springe umfasste 1911 ca. 18.000 in 13 Kirchengemeinden und zwei Kapellengemeinden organisierte Gemeindeglieder; um 1970 waren es ca. 39.000 Gemeindeglieder, dann nahmen diese Zahlen kontinuierlich ab. 1955 ordnete und verzeichnete Dr. Achim Gercke, Mitarbeiter des Landeskirchlichen Archivs Hannover, das Ephoralarchiv Springe. Wenngleich sich die ortsbezogene Zusammensetzung des Vorgänger-Kirchenkreises Münder im Laufe der Jahrhunderte von Zeit zu Zeit veränderte, gehörten die 13 Kirchengemeinden des neuen Kirchenkreises seit Bildung der Superintendentur Münder im Jahr 1590 zu dessen Kernbestand. Das in diesem Findbuch verzeichnete Archiv umfasst somit auch die Aktenüberlieferung des alten Kirchenkreises Münder. Der Bestand als Depositum im Landeskirchlichen Archiv Fast 40 Jahre später wurde der Kirchenkreis Springe zum 1. Januar 2001 im Zuge der Neustrukturierungsphase der Hannoverschen Landeskirche aufgelöst; seine Kirchengemeinden wurden Bestandteile der Kirchenkreise Hameln-Pyrmont, Grafschaft Schaumburg und Laatzen-Pattensen, wobei letzterer Kirchenkreis den neuen Namen "Ev.-luth. Kirchenkreis Laatzen-Springe" erhielt. Die Aufgabe des Standortes Springe machte eine Umlagerung des Ephoralarchivs erforderlich und das Landeskirchliche Archiv Hannover bot sich an, das Schriftgut dauerhaft als Depositum zu übernehmen. 2001 wurde das Archiv als Bestand "D 29 Ephoralarchiv Springe" deponiert. Mit Ausnahme der Findbuchabteilung "Kirchenbücher" wurde das 1955 von Gercke erstellte Findbuch zu Springe einschließlich der 2006 aus neuem Archivgut gebildeten Nachträge 2007 in eine EDV-Version umgesetzt. Dabei sind in der Regel die Originaleinträge übernommen worden, wobei jedem Eintrag eine neue Bestellnummer zugewiesen wurde, die sich an die alte Verzeichnung anlehnt. Auf weitere Besonderheiten wird an entsprechender Stelle hingewiesen.
Bestandsgeschichte: Zur Geschichte des Kirchenkreises und des Bestandes Im April 1885 wurde im Zuge der preußischen Kreisreform aus den Ämtern Calenberg und Springe und aus den selbständigen Städten Eldagsen, Pattensen und Münder der Landkreis Springe gebildet. Da der neue Landrat zugleich das Amt des weltlichen Kirchenkommissars inne hatte, strebte er an, seinen Amtssitz auch zum Ort der Superintendentur zu machen, der zu diesem Zeitpunkt das benachbarte Münder war, um "kurze Wege" sicherzustellen. Seine Bemühungen hatten mit Unterstützung der Honoratioren der Stadt Springe und des dortigen Kirchenvorstands Erfolg, war man doch an einer solchen Aufwertung von Springe durchaus interessiert. So kam es 1889 zur Verlegung des Superintendentensitzes und zur Benennung des Kirchenkreises nach der Stadt Springe. Erster Superintendent wurde (bis Ende 1910) Theodor Pramann. Der heftige Widerstand aus Münder gegen diese Entwicklung fand beim Konsistorium in Hannover und dem Ministerium der geistigen und Unterrichtsangelegenheiten in Berlin nicht die in Münder erhoffte Unterstützung. Der Kirchenkreis Springe umfasste 1911 ca. 18.000 in 13 Kirchengemeinden und zwei Kapellengemeinden organisierte Gemeindeglieder; um 1970 waren es ca. 39.000 Gemeindeglieder, dann nahmen diese Zahlen kontinuierlich ab. 1955 ordnete und verzeichnete Dr. Achim Gercke, Mitarbeiter des Landeskirchlichen Archivs Hannover, das Ephoralarchiv Springe. Wenngleich sich die ortsbezogene Zusammensetzung des Vorgänger-Kirchenkreises Münder im Laufe der Jahrhunderte von Zeit zu Zeit veränderte, gehörten die 13 Kirchengemeinden des neuen Kirchenkreises seit Bildung der Superintendentur Münder im Jahr 1590 zu dessen Kernbestand. Das in diesem Findbuch verzeichnete Archiv umfasst somit auch die Aktenüberlieferung des alten Kirchenkreises Münder. Der Bestand als Depositum im Landeskirchlichen Archiv Fast 40 Jahre später wurde der Kirchenkreis Springe zum 1. Januar 2001 im Zuge der Neustrukturierungsphase der Hannoverschen Landeskirche aufgelöst; seine Kirchengemeinden wurden Bestandteile der Kirchenkreise Hameln-Pyrmont, Grafschaft Schaumburg und Laatzen-Pattensen, wobei letzterer Kirchenkreis den neuen Namen "Ev.-luth. Kirchenkreis Laatzen-Springe" erhielt. Die Aufgabe des Standortes Springe machte eine Umlagerung des Ephoralarchivs erforderlich und das Landeskirchliche Archiv Hannover bot sich an, das Schriftgut dauerhaft als Depositum zu übernehmen. 2001 wurde das Archiv als Bestand "D 29 Ephoralarchiv Springe" deponiert. Mit Ausnahme der Findbuchabteilung "Kirchenbücher" wurde das 1955 von Gercke erstellte Findbuch zu Springe einschließlich der 2006 aus neuem Archivgut gebildeten Nachträge 2007 in eine EDV-Version umgesetzt. Dabei sind in der Regel die Originaleinträge übernommen worden, wobei jedem Eintrag eine neue Bestellnummer zugewiesen wurde, die sich an die alte Verzeichnung anlehnt. Auf weitere Besonderheiten wird an entsprechender Stelle hingewiesen.
65 lfd. M.
Bestand
Literatur: Inventare der Archive des Kirchenkreises Springe. Bearb. v. Pastor Fritz Garbe, Göttingen 1956 (= Bestandsübersichten Niedersächsischer Archive Reihe B, Heft 12); Hundert Jahre Kirchenkreis Springe (1889-1989) und fünfzig Jahre Kirchenkreisamt Springe (1939-1989). Festschrift, hrsg. unter Mitarbeit von Hans-Hermann Voigtmann, Bodo Zapora und Georg-Heinz Kramer von Johann Dietrich Schmidt, Springe 1988.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.04.2025, 13:47 MESZ
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