Geheimakten über Todesfälle, strafbare Handlungen, Ehrungen, Überwachung politisch und der Spionage verdächtiger Personen, Grundstückskäufe
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B, 715
B $1$ 10, B $2$ 5 sp. 10
B Stadtarchiv Gütersloh, Stadt, Akten bis 1910
Stadtarchiv Gütersloh, Stadt, Akten bis 1910 >> 01. Allgemeine Verwaltung
1898 - 1908
Enthält: enthält u.a.: Vorschläge zur Verleihung der Rot-Kreuz-Medaille 1898 an Dr. Wilhelm Schlüter, Dr. med. Carl Zumwinkel und Wilhelm Ibrügger, politische Haltung der "Gütersloher Zeitung" und der "Neuen Gütersloher Zeitung", Beurteilungen des Baumeisters Gagelmann aus Münster, des Oberlehrers Hugo Hoffmann, des Bahnverwalters Bonkowski und des Lehrers Trösken, Bericht über Wählerwanderungen bei den Reichstagswahlen, Stellungnahme des Bürgermeisters Mangelsdorf vom 13. Januar 1900 zum Gnadengesuch von Fritz Güth für seinen wegen eines Sittlichkeitsverbrechens zu zwei Jahren Gefängnis verurteilten Sohn Wilhelm, Rundverfügungen zur Überwachung von Zeitungen ("Die Polizei-Organe des Weltpolizeivereins" mit Satzung) und von Anarchisten (im Falle von Besuchen des Königs), Angaben über die Mitglieder des sozialdemokratischen Wahlvereins Johann Hanisch und Josef Krabisch, Vorschlag der Ordensverleihung an Dr. phil. Ludwig Varnholt, Auskünfte über den Taubstummen Friedrich Verleger, den Weber August Eickholt und Frieda Vogt, Überwachung von der Spionage verdächtigen französischen Offiziere, sozialdemokratischer Propaganda und Aktionen, Beobachtung der Rekrutenabschiedsfeierlichkeiten des Dilettantenvereins, Verzeichnisse über Veränderungen bei den Führern sozialdemokratischer und gewerkschaftlicher Richtungen, Pension für den ausscheidenden Bürgermeister Mangelsdorf, Boykott katholischer Geschäfte nach dem Wahlsieg der Sozialdemokraten, Auskunft über Gustav Wilmking, außerordentliche Ordensverleihung an den Kreistierarzt Wulfhorst, Resolution der preußischen Abgeordnetenkammern zur Unterstützung von Kirchengemeinden zur Erweiterung ihrer Einrichtungen wegen Zuzug von Arbeiterfamilien, Befund Dr. Schlüters zum Selbstmord von Clemens Veit, Kündigung des Bürogehilfen Kötter wegen Dienstvergehens, Bekanntmachungen über Durchreisen des Königs mit der Bahn, Ausweisung russischer Staatsangehöriger und Zurückweisung russischer Juden an der Grenze, Versetzung des Bahnbetriebsassistenten Brotte aufgrund von Ladendiebstählen seiner Ehefrau, Auseinandersetzung des Beigeordneten Fritz Güth mit Bürgermeister Mangelsdorf über ihre Zusammenarbeit, Ankauf von Grundstücken für eine Fleischwarenfabrik an der TWE-Strecke in der Nähe des Hofes Westheermann, Einforderung von Privatschulden, Beschäftigung ausländischer (polnischer) Arbeiter, Ladung des Bürgermeisters Mangelsdorf vom 14. März 1906 zur Verhandlung gegen den Amtmann Paasch wegen eines Disziplinarverfahrens
Archivale
Bonkowski, Stationsaufseher
Brotte, Bahnbetriebsassistent; Versetzung
Eickholt, August; Weber
Gagelmann, Baumeister aus Münster
Güth - Fritz; Fabrikant, Erster Beigeordneter
Güth - Wilhelm (Sohn von Fritz G.)
Hanisch, Johann
Hoffmann, Hugo; Oberlehrer
Ibrügger, Wilhelm
Krabisch, Josef
Mangelsdorf, Emil; Bürgermeister - Pension
Paasch, Amtmann - Disziplinarverfahren
Schlüter - Dr. Wilhelm
Trösken, Lehrer
Varnholt, Dr. phil. Ludwig
Veit, Clemens; Selbstmord
Verleger - Friedrich, Taubstummer
Vogt - Frieda
Westheermann, Hof
Wilmking - Gustav
Wulfhorst, Dr. - Tierarzt
Zumwinkel - Dr. med. Carl
Anarchisten, Überwachung
Dilettantenverein
Eisenbahn
Französische Offiziere
Gütersloher Zeitung - politische Haltung
Juden - russische, Zurückweisung
Kirchengemeinden, Unterstützung
Ladendiebstahl
Medaillenverleihungen
Neue Gütersloher Zeitung - politische Haltung
Polizei - Weltpolizeiverein
Polnische Arbeiter
Rekrutenabschiedsfeierlichkeiten
Rotes Kreuz - Medaillenverleihung
Russen, Ausweisung
Russische Juden, Zurückweisung
Sittlichkeitsverbrechen
Sozialdemokratischer Wahlverein
Spionageverdacht
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:51 MEZ