Das Haus der Familie König am Egidienplatz
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E 15 Nr. 242
E 15 Familienarchiv König von Königsthal
Familienarchiv König von Königsthal
1414 - 1775
Enthält:
(1) 1763 März 12: Inventar des gemeinschaftlichen Hauses der Familie König (von Königsthal) am Dieling Hof (= Egidienplatz).
Darin u.a.: Im Hauß Ehrn oder Tennen. Gegenüber dem Zugang zum Gewölbe zwey verschlossene Wand Kälterlein, vor dem einen das Scheuerlische Wappen; oben am Durchzug aber die Wappen einer hier in diesem Hauß A°. 1547 gehaltenen Gesellschaft, in zwo Reihen befindlich. (s. dazu E 15 Nr. 86 Bl. 10r).
(2) 1753 August 8, Nürnberg: Gesiegelter Bestandsvertrag zwischen der Witwe Barbara Johanna König - mit Beistand des Johann Georg Friedrich von Hagen - und Johann Christoph Schneider. Letzterer erhält auf drei Jahre die Räumlichkeiten im 1. und 2. Obergeschoss im Haus des verstorbenen Johann Michael König, am Dieling Hof gelegen. Nachbarn sind rechts die Familie Tucher, links der Bäcker Johann Ort. Im Haus wohnen weiterhin die Witwe König und ihre Tochter.
Ab 1760 häufen sich die Reparaturen am Haus, das u.a massive Setzschäden aufweist.
(3) 1762 November 11: Kostenaufstellung, gefertigt von Magdalena Barbara König.
(4) 1763 Februar 22, Nürnberg. Gesiegelter Bestandsvertrag zwischen Gustav Georg König von Königsthal sowie Johann Georg Friedrich von Hagen für sich und für Witwe König in Augsburg und dem Notar und Stadtgerichtsschreiber Andreas Keller auf unbestimmte Zeit. Kündigungsfrist halbjährlich.
(5) 1763 Februar 22, Nürnberg: Gesiegelte Verpflichtungserklärung des Andreas Keller. Er und seine Frau übernehmen gegen Entgelt die Verköstigung der im dritten Gaden wohnenden Schwester (Magdalena Barbara) des G.G. K.v.K. sowie dessen jüngeren Sohns (= Friedrich Gustav, s. E 15 Nr. 165).
(6) 1769 Juli 31, Nürnberg: Brief (Konzept) des G.G. K.v.K. an seine Base (in Augsburg). Nach dem Tod der letzten verbliebenen Schwester Magdalena Barbara am vergangenen 23. Juni sollten die drei Teilhaber am großväterlichen Haus an einen Verkauf desselben denken - dies vor allem auch wegen der unverhältnismäßig hohen Instandhaltungskosten. Die 3 Teilhaber sind: Schreiber selbst, Herr v. Hagen, und die Adressatin.
(7) 1769 August 9, Nürnberg: Brief des G.G. K.v.K. an die Base, wie vor (das Konzept in Nr. 6). Der eine Nachbar, Bäcker Hessel (s.u.), ist stark am Erwerb des Hauses interessiert.
(9) 1769 August 7 (= Datum des Eingangs): Brief der beiden Schwestern (!) an G.G. K.v.K. in Nürnberg. Sie sind mit Allem einverstanden und erteilen Herrn Wodicke (s.u.) in Nürnberg Handlungsvollmacht. Gez.: Maria Margaretha Spangenbergin und Helena Susanna Andräin.
(Dabei ein Sortenzettel von 1775!).
(10, 11, 12) 1769 August 12: Zusammenstellung der Bau- und Reparaturkosten seit 1760, gefertigt von J.G.F. v. Hagen, anteilig für die 3 Teilhaber.
(13) 1770 November 10, Nürnberg (Kopie): Kaufbrief über das ehemalige Haus des Johann Michael König, Verkauf an den Schreinermeister Johann Peter Röll. Kaufabrede war am 28. Juli d.J. getroffen worden. Verkäufer sind die 3 Teilhaber, wobei die Schwestern aus Augsburg als Philipp Balthasar Königische Erbinnen bezeichnet werden. Benachbarte sind nun: Losungrat (Sigmund Friedrich Wilhelm) Löffelholz bzw. der Bäcker Jobst Wilhelm Hessel. Kaufpreis: 1.200 Gulden. Siegler bzw. Unterzeichner: J.G.F. v. Hagen für sich und in Vertretung des G.G. K.v.K. Johann Georg Wodike in Vollmacht der beiden Witwen Spangenberg und König (!). Zeugen: Conrad Bauren (= Conrad III. Bauer) und Joh. Heinrich Schenck.
(14) Undatiert: Specificatio derjenigen Haus Briefe so H Georg Albert nebst seiner Obligation p 2.000 fl. den 16 Augusti 1695 Ihro Hochgräfl. Gnad von Giech ausgehändigt.
Erwähnt Kaufbriefe von 1414, 1436, 1443, 1460, 1485, 1563, 1602, 1607, 1679, 1695, 1696, außerdem ein Dokument von 1597 in Zusammenhang mit der Giebelmauer, sowie einen Vergleich wegen der Giebelmauer aus dem Jahre 1638 (keinerlei Namen genannt!).
1696 der Hausbrief der Eheleute König sowie eine Quittung für bezahlte 2000 fl Nachfristen und Interessen.
(1) 1763 März 12: Inventar des gemeinschaftlichen Hauses der Familie König (von Königsthal) am Dieling Hof (= Egidienplatz).
Darin u.a.: Im Hauß Ehrn oder Tennen. Gegenüber dem Zugang zum Gewölbe zwey verschlossene Wand Kälterlein, vor dem einen das Scheuerlische Wappen; oben am Durchzug aber die Wappen einer hier in diesem Hauß A°. 1547 gehaltenen Gesellschaft, in zwo Reihen befindlich. (s. dazu E 15 Nr. 86 Bl. 10r).
(2) 1753 August 8, Nürnberg: Gesiegelter Bestandsvertrag zwischen der Witwe Barbara Johanna König - mit Beistand des Johann Georg Friedrich von Hagen - und Johann Christoph Schneider. Letzterer erhält auf drei Jahre die Räumlichkeiten im 1. und 2. Obergeschoss im Haus des verstorbenen Johann Michael König, am Dieling Hof gelegen. Nachbarn sind rechts die Familie Tucher, links der Bäcker Johann Ort. Im Haus wohnen weiterhin die Witwe König und ihre Tochter.
Ab 1760 häufen sich die Reparaturen am Haus, das u.a massive Setzschäden aufweist.
(3) 1762 November 11: Kostenaufstellung, gefertigt von Magdalena Barbara König.
(4) 1763 Februar 22, Nürnberg. Gesiegelter Bestandsvertrag zwischen Gustav Georg König von Königsthal sowie Johann Georg Friedrich von Hagen für sich und für Witwe König in Augsburg und dem Notar und Stadtgerichtsschreiber Andreas Keller auf unbestimmte Zeit. Kündigungsfrist halbjährlich.
(5) 1763 Februar 22, Nürnberg: Gesiegelte Verpflichtungserklärung des Andreas Keller. Er und seine Frau übernehmen gegen Entgelt die Verköstigung der im dritten Gaden wohnenden Schwester (Magdalena Barbara) des G.G. K.v.K. sowie dessen jüngeren Sohns (= Friedrich Gustav, s. E 15 Nr. 165).
(6) 1769 Juli 31, Nürnberg: Brief (Konzept) des G.G. K.v.K. an seine Base (in Augsburg). Nach dem Tod der letzten verbliebenen Schwester Magdalena Barbara am vergangenen 23. Juni sollten die drei Teilhaber am großväterlichen Haus an einen Verkauf desselben denken - dies vor allem auch wegen der unverhältnismäßig hohen Instandhaltungskosten. Die 3 Teilhaber sind: Schreiber selbst, Herr v. Hagen, und die Adressatin.
(7) 1769 August 9, Nürnberg: Brief des G.G. K.v.K. an die Base, wie vor (das Konzept in Nr. 6). Der eine Nachbar, Bäcker Hessel (s.u.), ist stark am Erwerb des Hauses interessiert.
(9) 1769 August 7 (= Datum des Eingangs): Brief der beiden Schwestern (!) an G.G. K.v.K. in Nürnberg. Sie sind mit Allem einverstanden und erteilen Herrn Wodicke (s.u.) in Nürnberg Handlungsvollmacht. Gez.: Maria Margaretha Spangenbergin und Helena Susanna Andräin.
(Dabei ein Sortenzettel von 1775!).
(10, 11, 12) 1769 August 12: Zusammenstellung der Bau- und Reparaturkosten seit 1760, gefertigt von J.G.F. v. Hagen, anteilig für die 3 Teilhaber.
(13) 1770 November 10, Nürnberg (Kopie): Kaufbrief über das ehemalige Haus des Johann Michael König, Verkauf an den Schreinermeister Johann Peter Röll. Kaufabrede war am 28. Juli d.J. getroffen worden. Verkäufer sind die 3 Teilhaber, wobei die Schwestern aus Augsburg als Philipp Balthasar Königische Erbinnen bezeichnet werden. Benachbarte sind nun: Losungrat (Sigmund Friedrich Wilhelm) Löffelholz bzw. der Bäcker Jobst Wilhelm Hessel. Kaufpreis: 1.200 Gulden. Siegler bzw. Unterzeichner: J.G.F. v. Hagen für sich und in Vertretung des G.G. K.v.K. Johann Georg Wodike in Vollmacht der beiden Witwen Spangenberg und König (!). Zeugen: Conrad Bauren (= Conrad III. Bauer) und Joh. Heinrich Schenck.
(14) Undatiert: Specificatio derjenigen Haus Briefe so H Georg Albert nebst seiner Obligation p 2.000 fl. den 16 Augusti 1695 Ihro Hochgräfl. Gnad von Giech ausgehändigt.
Erwähnt Kaufbriefe von 1414, 1436, 1443, 1460, 1485, 1563, 1602, 1607, 1679, 1695, 1696, außerdem ein Dokument von 1597 in Zusammenhang mit der Giebelmauer, sowie einen Vergleich wegen der Giebelmauer aus dem Jahre 1638 (keinerlei Namen genannt!).
1696 der Hausbrief der Eheleute König sowie eine Quittung für bezahlte 2000 fl Nachfristen und Interessen.
Umfang/Beschreibung: 14 Prod
Archivale
Indexbegriff Person: Albert, Georg
Indexbegriff Person: Andreae, Helena Susanna (Augsburg)
Indexbegriff Person: Bauer, Conrad III
Indexbegriff Person: Bauren, Conrad s Bauer
Indexbegriff Person: Giech, N Graf von
Indexbegriff Person: Hagen, Johann Georg Friedrich von
Indexbegriff Person: Hessel, Jobst Wilhelm
Indexbegriff Person: Keller, Andreas
Indexbegriff Person: König, Barbara Johanna geb Bruno
Indexbegriff Person: König, Johann Michael
Indexbegriff Person: König, Magdalena Barbara
Indexbegriff Person: König, N (Witwe Augsburg)
Indexbegriff Person: König, Philipp Balthasar
Indexbegriff Person: König (Augsburg) s a Spangenberg und Andreae
Indexbegriff Person: König von Königsthal, Friedrich Gustav
Indexbegriff Person: König von Königsthal, Gustav Georg
Indexbegriff Person: Loeffelholz, Sigmund Friedrich Wilhelm
Indexbegriff Person: Ort, Johann
Indexbegriff Person: Röll, Johann Peter
Indexbegriff Person: Schenck, Johann Heinrich s Schenk
Indexbegriff Person: Schenk, Johann Heinrich
Indexbegriff Person: Schneider, Johann Christoph
Indexbegriff Person: Spangenberg, Maria Margaretha (Augsburg)
Indexbegriff Person: Tucher, Familie
Indexbegriff Person: Wodicke, Johann Georg
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Gesamtfamilie
Indexbegriff Person: Andreae, Helena Susanna (Augsburg)
Indexbegriff Person: Bauer, Conrad III
Indexbegriff Person: Bauren, Conrad s Bauer
Indexbegriff Person: Giech, N Graf von
Indexbegriff Person: Hagen, Johann Georg Friedrich von
Indexbegriff Person: Hessel, Jobst Wilhelm
Indexbegriff Person: Keller, Andreas
Indexbegriff Person: König, Barbara Johanna geb Bruno
Indexbegriff Person: König, Johann Michael
Indexbegriff Person: König, Magdalena Barbara
Indexbegriff Person: König, N (Witwe Augsburg)
Indexbegriff Person: König, Philipp Balthasar
Indexbegriff Person: König (Augsburg) s a Spangenberg und Andreae
Indexbegriff Person: König von Königsthal, Friedrich Gustav
Indexbegriff Person: König von Königsthal, Gustav Georg
Indexbegriff Person: Loeffelholz, Sigmund Friedrich Wilhelm
Indexbegriff Person: Ort, Johann
Indexbegriff Person: Röll, Johann Peter
Indexbegriff Person: Schenck, Johann Heinrich s Schenk
Indexbegriff Person: Schenk, Johann Heinrich
Indexbegriff Person: Schneider, Johann Christoph
Indexbegriff Person: Spangenberg, Maria Margaretha (Augsburg)
Indexbegriff Person: Tucher, Familie
Indexbegriff Person: Wodicke, Johann Georg
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Gesamtfamilie
Augsburg
S 802 - Egidienplatz 2
S 803 - Egidienplatz 4
S 804 - Egidienplatz 6
Hausinventar
Inventar - Haus-
Ern = Tenne
Tenne
Gewölbe
Wandkalter
Wappen, Scheurl
Wappenfries
Neujahrsgesellschaft s a Epiphaniasfeier
Epiphaniasfeier
Bestandsvertrag
Bäcker
Setzschaden
Hausreparatur
Kostenaufstellung
Notar
Stadtgerichtsschreiber
Kündigungsfrist
Verpflichtungserklärung
Verköstigung
Todesfall
Teilhaber
Eigentum gemeinschaftliches
Verkaufsabsicht
Kaufinteressent
Handlungsvollmacht
Vollmacht
Kaufbrief
Kopie
Hauskauf
Losungrat
Vertreter
Liste
Hausbriefe
Giebelmauer
Vergleich
Obligation
Quittung
Nachfrist
Interessen
Zinsen
Sortenzettel
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ