Appellationis Auseinandersetzung um Besitzrechte
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(1) 2805
Wismar R 119 (W R 4 n. 119)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 18. 1. Kläger R
(1755) 23.05.1755-30.08.1755
Kläger: (2) Johann Niclaus Redlien, Schiffer (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Peter Bruer, Ernst Hinrich Hundt, N N Rüter und N N Schriever als Rheeder des gestrandeten Schiffes "Der gekrönte Frieden" (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P) Bekl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Fallbeschreibung: Der Wismarer Rat hat nach 6 Jahren eine Entscheidung über den Besitz an der Takelage eines 1749 vor Misdroy verunglückten Wismarer Schiffes getroffen, bei dem Kl. und der Schiffer Peter Bruer sich bei der Auktion über die Takelage abgesprochen hatten, Bruer sich aber nicht an die Absprache gehalten hatte. Kl. wird vom Rat zur Rückgabe der Takelage und Übernahme der Prozeßkosten sowie Schadensersatz an die Bekl. aufgefordert und appelliert gegen dieses Ratsgerichtsurteil. Am 23.05. erbitten Bekl., dem Kl. die Appellationsfrist auf 8 Tage einzuschränken, da sie die Sache endlich erledigt haben wollen. Das Tribunal gewährt Kl. am 24.05. 4 Wochen Frist. Am 25.08. wenden sich Bekl. erneut an das Tribunal, geben an, daß sie bereits 3 Monate gewartet hätten, ohne daß Kl. sich gemeldet habe und bitten darum, die Appellation für verfallen zu erklären und Kl. zur Übernahme der Kosten zu verurteilen. Das Tribunal folgt der Bitte am 29.08.1755.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1755 2. Tribunal 1755
Prozessbeilagen: (7) Schreiben Ernst August Leichs an Rat vom 01.05.1755; von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 30.04.1755; Ratsgerichtsurteil vom 26.04.1755; Aufstellung über Kosten der Bekl.
Beklagter: Peter Bruer, Ernst Hinrich Hundt, N N Rüter und N N Schriever als Rheeder des gestrandeten Schiffes "Der gekrönte Frieden" (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P) Bekl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Fallbeschreibung: Der Wismarer Rat hat nach 6 Jahren eine Entscheidung über den Besitz an der Takelage eines 1749 vor Misdroy verunglückten Wismarer Schiffes getroffen, bei dem Kl. und der Schiffer Peter Bruer sich bei der Auktion über die Takelage abgesprochen hatten, Bruer sich aber nicht an die Absprache gehalten hatte. Kl. wird vom Rat zur Rückgabe der Takelage und Übernahme der Prozeßkosten sowie Schadensersatz an die Bekl. aufgefordert und appelliert gegen dieses Ratsgerichtsurteil. Am 23.05. erbitten Bekl., dem Kl. die Appellationsfrist auf 8 Tage einzuschränken, da sie die Sache endlich erledigt haben wollen. Das Tribunal gewährt Kl. am 24.05. 4 Wochen Frist. Am 25.08. wenden sich Bekl. erneut an das Tribunal, geben an, daß sie bereits 3 Monate gewartet hätten, ohne daß Kl. sich gemeldet habe und bitten darum, die Appellation für verfallen zu erklären und Kl. zur Übernahme der Kosten zu verurteilen. Das Tribunal folgt der Bitte am 29.08.1755.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1755 2. Tribunal 1755
Prozessbeilagen: (7) Schreiben Ernst August Leichs an Rat vom 01.05.1755; von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 30.04.1755; Ratsgerichtsurteil vom 26.04.1755; Aufstellung über Kosten der Bekl.
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:28 AM CET