Vor Vogt und Schöffen des Gerichts zu Gladbach erscheinen Mercken Küpkens, weilandt Reinern Küpgens hinderlassene wittib mit ihrem Eidam und Kindern: Henrich Meyfisch und Margret Küpgens, Eheleute, und Trintgen Küpgens und für die abwesenden Kinder (Peter und Hilcken) Peter Küppers und Meister Theiss Steinmetzer, Bürger zu Gladbach; ferner des Abts Vitus Ulricus Schultheiß und Syndicus Wilhelm Vogell. Am 3. Mai 1563 ist vom Abt ein Platz under den Eicken negst dem Closter- oder Münsterberg gelegen in Erbpacht für jährlich 2 Radergulden und 1 Pfund Wachs an Wilhelm Küpgens seligen und seine Frau Catharine verpachtet. Nach dem Tode ihres Mannes möchte die Witwe, da sie auch noch ein Haus in der judenstrassen zu „freien" hat, die Erbpachtgerechtigkeit wieder veräußern. Da der Abt aber nicht gestatten wollte, dass Haus und Platz in andere Hände kämen, hat die Witwe es dem Abte wieder überlassen und uffgedragen. Als Unterpfand für die Einwilligung der abwesenden Kinder setzt sie das Haus in der Judenstraße zwischen Meister Pauwels Schelss wundtartzen und Vit Tielen sel. Schultheiß Vogel nimmt diesen Verzicht an, Vogt Henrich von Velraidt gnant Meuther und die Schöffen hängen ihre Siegel an.