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König Richard der Dritte
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lt. "Die Deutsche Schaubühne", Bd. 5 (1864), Heft 5, S. 66 mit einem "Epilog des anwesenden Dichters Rudolph Gottschall"
Die Deutsche Schaubühne, Bd. 5 (1864), Heft 5, S. 65f.: "Wie Heinrich VI. jetzt in zwei Theilen vorliegt, sind der deutschen Bühne zwei Tragödien von gewaltiger innerer und äußerer Wirkung gewonnen, von der wohl nur Wenige Ahnung gehabt haben. Zu diesen Wenigen gehörte Schiller, der, in seiner Korrespondenz mit Goethe, ausdrücklich von einer verständnißvollen Behandlung der acht englischen Historienstücke Shakespeare’s für die Bühne sich eine große, epochemachende Wirkung versprach. Diese Meinung unseres größten nationalen Dramatikers hat sich jetzt vollkommen bei Dingelstedt’s Bearbeitung bewährt, sowohl auf den ganzen Cyklus wie auf die einzelnen Stücke desselben, unter denen wir gerade, was die dramatische Wirksamkeit betrifft, Heinrich V. und VI. nächst Richard III. in die erste Reihe stellen möchten, wie sich denn auch der Beifall des Publikums, der in außergewöhnlichem Maaße sämmtliche Stücke begleitete, ganz besonders auf die zuletztgenannten konzentrirte. Scene für Scene wurde von dem an jedem Abend überfüllten und auch vom Großherz. Hofe besuchten Hause applaudirt und nach jedem Akt die Hauptdarsteller stürmisch gerufen. Um so günstigen Erfolg zu erzielen, hatten sich freilich auch alle Kräfte unsrer kleinen Hofbühne mit begeisterter Hingebung zu harmonischem Zusammenwirken verbunden […]. Nach dem Schlußakt des ganzen Zyklus ertönte der enthusiastische Ruf: „Alle!“ Der Vorhang rauschte wieder auf, zeigte aber statt der Darsteller die Büste des gefeierten Dichtergenius, dessen gewaltigstes Werk sie, zum erstenmal in seiner ganzen und vollen Größe nach Verlauf dritthalb Jahrhunderten, auf jener geweihten Bühne in Fleisch und Blut verkörpert hatten, über welche auch zuerst die Meisterwerke unsrer ihm geist- und stammverwandten nationalen Dichterheroen Schiller und Goethe dahingeschritten waren. Hr. Regisseur Grans trat vor und sprach in schöner Begeisterung einen hochpoetischen Epilog des anwesenden Dichters Rudolph Gottschall, der in einem Rückblick auf die an uns vorübergezogenen gewaltigen Kämpfe der rothen und weißen Rose bedeutungsvoll mit der Vergangenheit die Gegenwart verknüpfte. So endigte würdig, wie sie begonnen, die Feier des Shakespear-Jubiläums in unserm Weimar, das mit derselben, wir dürfen wohl sagen, ganz Deutschland repräsentierte, denn Nord und Süd des großen Vaterlandes hatten sich hier vereinigt, vertreten durch bedeutende Namen der Literatur und Kunst, darunter berühmte Shakespeareforscher und eifrige Shakespearefreunde, die gleichzeitig eine Deutsche Shakespeare-Gesellschaft begründeten.“; weitere Rezension: (Vorankündigung:) Weimarische Zeitung, Nr. 100, 29.04.1864, S. 1f. Fortsetzung: Weimarische Zeitung, Nr. 104, 04.05.1864, S. 1f. Fortsetzung: Weimarische Zeitung, Nr. 107, 08.05.1864, S. 1f.