Klage des Johan Borse ./. Philipp Nortarp (Natarp), Salzstraße. Die Witwe Bäcker Johan Borse, geb. Margarete von Sost auf dem Spiekerhof war die Mutter des Klägers und die Großmutter des Beklagten. Sie hat dem Beklagten einen Rentbrief über 100 Thaler geschenkt unter der Bedingung, dass er sie verpflegen und sich dankbar erweisen würde. Da der Beklagte sich undankbar gezeigt hat, hat sie durch notarielle Zustellung und in ihrem Testament die Schenkung widerrufen. Als ihr Erbe fordert jetzt der Kläger den Rentbrief zurück.
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Klage des Johan Borse ./. Philipp Nortarp (Natarp), Salzstraße. Die Witwe Bäcker Johan Borse, geb. Margarete von Sost auf dem Spiekerhof war die Mutter des Klägers und die Großmutter des Beklagten. Sie hat dem Beklagten einen Rentbrief über 100 Thaler geschenkt unter der Bedingung, dass er sie verpflegen und sich dankbar erweisen würde. Da der Beklagte sich undankbar gezeigt hat, hat sie durch notarielle Zustellung und in ihrem Testament die Schenkung widerrufen. Als ihr Erbe fordert jetzt der Kläger den Rentbrief zurück.
B-C Civ, 236
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
(1595) 1605-1609
Darin: Anlage, Original: „Pfandzettul, Immissoriale und executoriale“ des Stadtrichters Dr. Goddert Leistinck vom 19.9. 1595. Dieser bezeugt folgendes: Erben des Johan Borse haben eine Hypothek von 100 Th. auf dem Hause des Berndt Borse, des Sohns des Johan Borse. Das Haus liegt zwischen den Brücken an der Steinbrücke. Die Erben haben die Hypothek eingeklagt und Urteil erhalten; sie sind dann ermächtigt worden, das Haus dreimal an Markttagen feilzuhalten und in Bürgerhände zu verkaufen. Das ist geschehen. Beim 1. Male waren als Zeugen hinzugezogen: Steffan Hoveman und Johan Rogge, beim 2. Mal Jost Honloe und Berndt Leistman, beim 3. Mal Konrad von der Wick und Johan Polgest. Beim 3. Male hat Johan Rogge das Haus gekauft für 155 Th. Dem Berndt Borse ist dann durch den Gerichtsboten bedeutet, dass er binnen Monatsfrist das Haus räumen oder mit 155 Th. einlösen müsse. Letzteres hat er nicht getan, Rogge ist daher Eigentümer des Hauses und Berndt Borse wird herausgesetzt. Dieses Verfahren entspricht dem alten Herkommen. Zeugen: Henrich Schröder und Berndt Scholver, Standgenoten des Gerichts.
Enthält: Als Zeugen werden genannt: 1. Arnold Pane, 50 J. alt; 2. Frau Kaspar Blome, geb. Hilla Hovemans, 53 J. alt; 3. Lederkramer Berndt Bertenhoff, 50-60 J. alt; 4. Katharina Veltmans gen. Heggemans, gebürtig aus Münster, Magd des Herman Moderson, 21 J. alt; 5. Herrenbäcker Johan Engelberting, 44 J. alt; 6. Frau Berndt Lindeman, geb. Katharina Witte, 33 J. alt; 7. Gertrud Schaepman, 22 J. alt. Erwähnt werden Agatha Borse, Mutter des Beklagten; Herman Nortarp; Henrich Lindeman.
Enthält: Als Zeugen werden genannt: 1. Arnold Pane, 50 J. alt; 2. Frau Kaspar Blome, geb. Hilla Hovemans, 53 J. alt; 3. Lederkramer Berndt Bertenhoff, 50-60 J. alt; 4. Katharina Veltmans gen. Heggemans, gebürtig aus Münster, Magd des Herman Moderson, 21 J. alt; 5. Herrenbäcker Johan Engelberting, 44 J. alt; 6. Frau Berndt Lindeman, geb. Katharina Witte, 33 J. alt; 7. Gertrud Schaepman, 22 J. alt. Erwähnt werden Agatha Borse, Mutter des Beklagten; Herman Nortarp; Henrich Lindeman.
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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09.01.2026, 12:09 PM CET
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