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Streitigkeiten zwischen den reformierten und katholischen Eingesessenen zu Eiserfeld wegen der dortigen Kapelle, Schule und Schulglocke
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E 403 Fürstentum Siegen, Oranien-Nassauische Behörden, Zentralbehörden in Dillenburg
Fürstentum Siegen, Oranien-Nassauische Behörden, Zentralbehörden in Dillenburg >> 1. Regierung >> 1.6. Kirchen, Schulen und Stiftungen im besonderen >> 1.6.12. Evangelisches Landkirchspiel Siegen
1744-1804
Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Beschwerden der katholischen Eingesessenen zu Eiserfeld über die gewaltsame Aneignung der dortigen Kapelle und Schule durch reformierte Einwohner (1744-1746); Korrespondenzen zwischen der Landesregierung zu Dillenburg, dem Unterdirektorium zu Siegen und dem Justizrat Schenck zu Siegen wegen der strittigen Religionsangelegenheiten in Eiserfeld und anderen Orten; Suppliken der sich streitenden Parteien; Supplik des Vizerektors der Jesuiten zu Siegen, Mathias Mertes, in Namen der katholischen Gemeinden zu Siegen, Kaan, Weidenau und Eiserfeld wegen Störung der katholischen Religionsausübung (1747); Verzeichnis der reformierten Schulmeister von 1660-1736; Beitreibung des über die reformierte Gemeinde Eiserfeld verhängten Strafgeldes wegen der strittigen Kapelle und Schule (1752); Supplik der reformierten Gemeinde Eiserfeld wegen Erlassung einer wegen der kapelle und Schule verhängten Geldstrafe (1755); Gesuch der reformierten Gemeinde Eiserfeld um Gewährung von Nachhüttungstagen zur Bestreitung der Reparaturkosten an der Kapelle (1759-1760); Gesuch der reformierten Gemeinde Eiserfeld um Gewährung von Nachhüttungstagen zur Bestreitung der Reparaturkosten am Schulhaus (1773); Gesuch des Johann Henrich Daub zu Eiserfeld um Gewährung von Nachhüttungstagen als Beitrag für eine neue Glocke (1787); Verzeichnis derjenigen Gemeindemitglieder, die keinen Beitrag zu einer neuen Glocke entrichtet haben (1787); Gesuche der reformierten Gemeinde Eiserfeld um Gewährung von Nachhüttungstagen zur Bestreitung der Kosten für die Kapelle, für den Turmbau und für eine neue Glocke (1788-1799); Gesuche der Eiserfelder Hüttengewerkschaft um Gewährung von Nachhüttungstagen für die Bezahlung einer Glocke (1793); Gesuch der reformierten Gemeinde Eiserfeld um Bewilligung einer Schüsselkollekte in den Kirchen des Fürstentums Siegen für die Reparatur der Kapelle zu Eiserfeld (1803-1804); Überschlag des Steindeckermeisters Prinz zu Siegen über Materialien und Steindekorarbeiten an der Eiserfelder Kapelle (1803). Korrespondenten u.a.: Justizrat Schenck (Siegen), Kanzlist Meinhard (Siegen), Vizerektor Mathias Mertes (Siegen), Winckel (Siegen), Aktuar Dietrich (Siegen), Dapping (Dillenburg), Heimbürger Johannes Hartmann (Eiserfeld), Spanknabe (Dillenburg), Bierbrauer (Dillenburg), Passavant von Passenburg (Dillenburg), Justizrat M. Dresler (Siegen), J. W. Grimm (Siegen), Trainer (Siegen), Ch. Leimbach (Siegen), Jung (Siegen), Pfarrer H. A. Achenbach (Siegen), Heimbürger Johann Ebert Seibel (Eiserfeld), von Witzleben (Dillenburg), Diesterweg (Siegen), Steindeckermeister Philipp Prinz (Siegen), Schneider (Siegen).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.