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Papst Bonifatius IX. inkorporiert auf Bitten des Abtes und des
Konvents von Fulda in der Diözese Würzburg, nachdem ein Brand die
Klosterkirche in ...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1391-1400
1399 April 1
Ausfertigung, Pergament, mit Seidenschnur angehängte Bleibulle
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Rome apud sanctum Petrum Kalendas Aprilis pontificatus nostri anno decimo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Bonifatius IX. inkorporiert auf Bitten des Abtes und des Konvents von Fulda in der Diözese Würzburg, nachdem ein Brand die Klosterkirche in Fulda zerstört hat, die in der Diözese Mainz gelegene Pfarrkirche in Reichenbach und den darin befindlichen St. Martins-Altar der Bauhütte des Fuldaer Klosters, um den Unterhalt der Bauhütte und den Wiederaufbau der Kirche zu gewährleisten, da die Einkünfte der klösterlichen Bauhütte 24 Mark Silber und die des Klosters insgesamt 500 Mark reinen Silbers jährlich nicht überschreiten. Wenn die amtierenden Pfarrer der Pfarrkirche und des St. Martins-Altars, deren Patronatsrecht dem Kloster Fulda zusteht, sterben oder die Kirche und den Altar verlassen, ist es dem Abt und Konvent erlaubt, den dinglichen Besitz der Pfarrkirche und des Altars mit allen Rechten und allem Zubehör zum Nutzen der Klosterbauhütte einzuziehen und für die Kirche und den Altar je einen Welt- oder Ordensgeistlichen zur Wahrnehmung der Pfarrseelsorge frei und ohne Zustimmung des Diözesanbischofs zu bestimmen. Gegenlautende Urkunden des Heiligen Stuhls oder seiner Legaten sollen den in dieser Urkunde getroffenen Bestimmungen nicht entgegenstehen oder dem Kloster zum Schaden gereichen. Der Papst verpflichtet das Kloster zur Seelsorge in der Pfarrkirche und an dem Altar und hält den Abt und den Konvent dazu an, die bischöflichen Pflichten zu erfüllen. Ausstellungsort: Rom, St. Peter. Sane petitio. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bulle: Apostelstempel, Namensstempel)
Auf der Plica: (Gratis de mandato domini nostri); darunter (A. de Righa).
Unter der Plica: (Io. de Bononia); als Computator 1392 (F 34) bis 1402 belegt, vgl. Zutshi, Papal Letters, Nr. 472.
Auf der Rückseite mittig der Vermerk: (Registrata N.).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.