Akademisches Rektoramt, Studierendenakten (II) (Bestand)
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UAT 258/
Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> B Akademische Zentralorgane >> Bc Verwaltungsorgane (Universitätsverwaltung) >> Bc 4 Teilaufgaben und -registraturen >> Bc 4.22 Studierenden- und Gasthörerakten, studentische Angelegenheiten >> Studierendenabteilung
1865-1942
Bestandsbeschreibung: Bestandstruktur,- geschichte:
Die im Bestand UAT 258 verzeichneten Studierendenakten wurden in den Jahren 1979 und 1980 vom Studentensekretariat dem Universitätsarchiv übergeben. Der Bestand umfasst im wesentlichen Studierendenakten der Jahre 1905 bis 1930, nur einige wenige stammen aus früherer oder späterer Zeit. Wenn frühere ordentliche Studierende als Gasthörer an die Universität zurückkehrten, wurde ihre Studierendenakte als Gasthörerakte weitergeführt. Daraus ergeben sich ebenfalls längere Laufzeiten. Siehe auch UAT 259 Akademisches Rektoramt, Gasthörerakten (I), 1906-1930 und UAT 578 Zentrale Verwaltung, Gasthörerakten (II), 1900-1985.
Beschreibung:
Die Aufschrift der Akte umfasst Nachname, Vorname, Herkunftsort und Studienfach und bei den "Hospitierenden" die Angabe des Status ("hosp."). Anstelle des Studienfaches ist oft nur die Fakultät angegeben. Umgekehrt ergibt sich die Fakultätszugehörigkeit aus dem Studienfach, und bei den Angehörigen des Seminars (Stift) und des Wilhelmsstifts aus der Bezeichnung als "Sem[inarist]" oder "Conv[ictor]". Bei den Akten, die seit 1835 für die Neuimmatrikulierten angelegt wurden, findet sich auf dem Umschlag zudem das Datum der Immatrikulation und des Abgangs. Ab etwa 1840 wird auch der Beruf des Vaters angegeben. Um 1904 schließlich werden zusätzlich Geburtsdatum und der Geburtsort auf dem Aktendeckel vermerkt, der seit dieser Zeit mit einem Vordruck versehen war.
Die Studierendenakten aus der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg enthalten im Allgemeinen: Eigenhändige Listen der belegten Lehrveranstaltungen, bis etwa 1845 mit Vermerken der Dozenten zum Fleiß des Studierenden, seit etwa 1915 auf vorgedruckten Formularen.
Bis um 1840: Angaben zum Aufenthalt während der Ferien auf vorgedruckten Formblättern.
Bis um 1845: Schriftliche Versicherung (Revers), keiner verbotenen Verbindung anzugehören (Vordruck).
Bis um 1870: "Legale" und "illegale" Schulden (auf vorgedruckten Formularen).
Bis um 1895: Amtlich beglaubigtes Einverständnis des Erziehungsberechtigten, bei Nichtwürttemberger zudem ein amtlich beglaubigtes Schuldenübernahmeattest (Reyscher Nr. 97, S. 531).
Seit 1854 bis um 1905: Konzepte der Sitten- oder Abgangszeugnisse, seit 1875 auf Vordrucken.
1885 bis um 1905: Bibliotheksausweise.
Im Einzelfall finden sich auch weitere Unterlagen, insbesondere Nachweise der Studienbefähigung, Reifezeugnisse, Studien- und Abgangszeugnisse anderer Universitäten, Schriftwechsel im Zusammenhang mit Disziplinaruntersuchungen, der Gewährung staatlicher Beihilfen (Staatsstipendien), der nachträglichen Ausstellung von Bescheinigungen oder der Tilgung von Schulden, die während des Studiums bei Tübinger Geschäftsleuten und Zimmerwirten "legal" aufgelaufen waren.
Bearbeitet von Ilse Koch, Georg Busko und Reinelda Wieland, Tübingen 1981/1998.
Nachtrag:
Der Bestand UAT 258 wurde als Teil des kumulierten Bestandsrepertoriums „Akademisches Rektoramt, Studentenakten 1827-1991“ im TUSTEP-Format („Tübinger System von Textverarbeitungs-Programmen“) geführt. Im August 2021 wurde der Bestand einzeln in die Archivverwaltungssoftware ACTApro konvertiert. Er umfasst insgesamt 21494 Verzeichnungseinheiten im Umfang von 25,00 lfm.
Tübingen, den 13. September 2021
Dr. Anastasia Antipova
Die im Bestand UAT 258 verzeichneten Studierendenakten wurden in den Jahren 1979 und 1980 vom Studentensekretariat dem Universitätsarchiv übergeben. Der Bestand umfasst im wesentlichen Studierendenakten der Jahre 1905 bis 1930, nur einige wenige stammen aus früherer oder späterer Zeit. Wenn frühere ordentliche Studierende als Gasthörer an die Universität zurückkehrten, wurde ihre Studierendenakte als Gasthörerakte weitergeführt. Daraus ergeben sich ebenfalls längere Laufzeiten. Siehe auch UAT 259 Akademisches Rektoramt, Gasthörerakten (I), 1906-1930 und UAT 578 Zentrale Verwaltung, Gasthörerakten (II), 1900-1985.
Beschreibung:
Die Aufschrift der Akte umfasst Nachname, Vorname, Herkunftsort und Studienfach und bei den "Hospitierenden" die Angabe des Status ("hosp."). Anstelle des Studienfaches ist oft nur die Fakultät angegeben. Umgekehrt ergibt sich die Fakultätszugehörigkeit aus dem Studienfach, und bei den Angehörigen des Seminars (Stift) und des Wilhelmsstifts aus der Bezeichnung als "Sem[inarist]" oder "Conv[ictor]". Bei den Akten, die seit 1835 für die Neuimmatrikulierten angelegt wurden, findet sich auf dem Umschlag zudem das Datum der Immatrikulation und des Abgangs. Ab etwa 1840 wird auch der Beruf des Vaters angegeben. Um 1904 schließlich werden zusätzlich Geburtsdatum und der Geburtsort auf dem Aktendeckel vermerkt, der seit dieser Zeit mit einem Vordruck versehen war.
Die Studierendenakten aus der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg enthalten im Allgemeinen: Eigenhändige Listen der belegten Lehrveranstaltungen, bis etwa 1845 mit Vermerken der Dozenten zum Fleiß des Studierenden, seit etwa 1915 auf vorgedruckten Formularen.
Bis um 1840: Angaben zum Aufenthalt während der Ferien auf vorgedruckten Formblättern.
Bis um 1845: Schriftliche Versicherung (Revers), keiner verbotenen Verbindung anzugehören (Vordruck).
Bis um 1870: "Legale" und "illegale" Schulden (auf vorgedruckten Formularen).
Bis um 1895: Amtlich beglaubigtes Einverständnis des Erziehungsberechtigten, bei Nichtwürttemberger zudem ein amtlich beglaubigtes Schuldenübernahmeattest (Reyscher Nr. 97, S. 531).
Seit 1854 bis um 1905: Konzepte der Sitten- oder Abgangszeugnisse, seit 1875 auf Vordrucken.
1885 bis um 1905: Bibliotheksausweise.
Im Einzelfall finden sich auch weitere Unterlagen, insbesondere Nachweise der Studienbefähigung, Reifezeugnisse, Studien- und Abgangszeugnisse anderer Universitäten, Schriftwechsel im Zusammenhang mit Disziplinaruntersuchungen, der Gewährung staatlicher Beihilfen (Staatsstipendien), der nachträglichen Ausstellung von Bescheinigungen oder der Tilgung von Schulden, die während des Studiums bei Tübinger Geschäftsleuten und Zimmerwirten "legal" aufgelaufen waren.
Bearbeitet von Ilse Koch, Georg Busko und Reinelda Wieland, Tübingen 1981/1998.
Nachtrag:
Der Bestand UAT 258 wurde als Teil des kumulierten Bestandsrepertoriums „Akademisches Rektoramt, Studentenakten 1827-1991“ im TUSTEP-Format („Tübinger System von Textverarbeitungs-Programmen“) geführt. Im August 2021 wurde der Bestand einzeln in die Archivverwaltungssoftware ACTApro konvertiert. Er umfasst insgesamt 21494 Verzeichnungseinheiten im Umfang von 25,00 lfm.
Tübingen, den 13. September 2021
Dr. Anastasia Antipova
25,00 lfm
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
17.12.2025, 9:03 AM CET
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