E Rep. 400-97 Nachlass Rudolf Schaar (Bestand)
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E Rep. 400-97
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> E Nachlässe und personengeschichtliche Sammlungen >> E 1 Nachlässe und Personenfonds
1891 - 2016
Vorwort: E Rep. 400-97 Nachlass Rudolf und Clothilde Schaar
1. Biographie
Rudolf Schaar wurde am 01.05.1868 in Berlin geboren. Nach dem Besuch des Lessing-Gymnasiums begann er ein Studium an der Technischen Hochschule Charlottenburg. 1892 wurde er zum Landsturm eingezogen. Anschließend war er zwei Jahre bei der Berliner Tiefbauverwaltung tätig. 1893 und 1894 war er bei der Knalbaukommission für den Dortmund-Ems-Kanal in Münster beschäftigt. Nach der ersten Hauptprüfung für den Staatsdienst im Ingenieurbaufach studierte er berufsbegleitend an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin. Nachdem er 1898 in Nürnberg Vertreter des Vorstandes der Bahnbauabteilung der "Continentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen" war, wechselte er zum Bau der Schwebebahn nach Elberfeld. 1901 heiratete er Clothilde Keller, die er in Sizilien kennengelernt hatte. Bis 1904 leitete Rudolf Schaar das Berliner Schwebebahnbüro der "Continentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen". Nach Übernahme eines Lehrauftrags an der neugegründeten Militärtechnischen Akademie in Berlin behielt er bei der "Continentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen" einen Beraterstatus. 1912 wurde er an der Militärtechnischen Akademie zum Professor ernannt und 1914 dort fest bestallt. 1914 war er als Referent im kgl. Preußischen Ingenieur -Komitée tätig, wo er mit der Begutachtung und Prüfung bautechnischer Neuerungen im Bereich der Kriegsbrückenbauer und dem Beschaffungswesen für den Stellungsbau befasst war. 1916 erhielt er das Eiserne Kreuz. Nachdem die Militärtechnische Akademie 1919 aufgelöst worden war und man eine Übernahme Schaars in die preußische Unterrichtsverwaltung abgelehnt hatte, wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Er zog daraufhin 1920 nach Bad Wimpfen in Württemberg. Dort starb er am 09.04.1927 nach einer schweren Krankheit.
Seine Frau Clothilde Keller-Schaar wurde am 09.09.1874 in Freiburg/Breisgau geboren. 1899 lernte sie auf einer Italienreise in Sizilien Rudolf Schaar kennen. Im März 1901 verlobte sie sich mit ihm, und am 29.7.1901 heiratete das Paar in Friedrichshafen/Bodensee. Sie bezogen eine Wohnung in der Thomasiusstraße 2. Etwa 1903 zogen sie in eine Villa in der Cimbernstraße 6 in Nikolassee. Das Paar bekam drei Kinder: Ulrich 1902, Erika 1904 und Adelbert 1906. Nach Rudolf Schaars Versetzung in den einstweiligen Ruhestand zogen sie nach Bad Wimpfen. Dort lebte und wirkte Clothilde Keller-Schaar bis zu ihrem Tod am 28.12.1958. Clothilde Keller war vor allem als Bildhauerin tätig.
2. Bestandsgeschichte
Der Nachlass Rudolf und Clothilde Schaar wurde von der Enkelin Claudia Köpke 2020 an das Landesarchiv Berlin übergeben. Nach der Erschließung und Verpackung als Bestand E Rep. 400-97 umfasst er 29 Einheiten (0,3 lfm.).
1. Biographie
Rudolf Schaar wurde am 01.05.1868 in Berlin geboren. Nach dem Besuch des Lessing-Gymnasiums begann er ein Studium an der Technischen Hochschule Charlottenburg. 1892 wurde er zum Landsturm eingezogen. Anschließend war er zwei Jahre bei der Berliner Tiefbauverwaltung tätig. 1893 und 1894 war er bei der Knalbaukommission für den Dortmund-Ems-Kanal in Münster beschäftigt. Nach der ersten Hauptprüfung für den Staatsdienst im Ingenieurbaufach studierte er berufsbegleitend an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin. Nachdem er 1898 in Nürnberg Vertreter des Vorstandes der Bahnbauabteilung der "Continentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen" war, wechselte er zum Bau der Schwebebahn nach Elberfeld. 1901 heiratete er Clothilde Keller, die er in Sizilien kennengelernt hatte. Bis 1904 leitete Rudolf Schaar das Berliner Schwebebahnbüro der "Continentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen". Nach Übernahme eines Lehrauftrags an der neugegründeten Militärtechnischen Akademie in Berlin behielt er bei der "Continentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen" einen Beraterstatus. 1912 wurde er an der Militärtechnischen Akademie zum Professor ernannt und 1914 dort fest bestallt. 1914 war er als Referent im kgl. Preußischen Ingenieur -Komitée tätig, wo er mit der Begutachtung und Prüfung bautechnischer Neuerungen im Bereich der Kriegsbrückenbauer und dem Beschaffungswesen für den Stellungsbau befasst war. 1916 erhielt er das Eiserne Kreuz. Nachdem die Militärtechnische Akademie 1919 aufgelöst worden war und man eine Übernahme Schaars in die preußische Unterrichtsverwaltung abgelehnt hatte, wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Er zog daraufhin 1920 nach Bad Wimpfen in Württemberg. Dort starb er am 09.04.1927 nach einer schweren Krankheit.
Seine Frau Clothilde Keller-Schaar wurde am 09.09.1874 in Freiburg/Breisgau geboren. 1899 lernte sie auf einer Italienreise in Sizilien Rudolf Schaar kennen. Im März 1901 verlobte sie sich mit ihm, und am 29.7.1901 heiratete das Paar in Friedrichshafen/Bodensee. Sie bezogen eine Wohnung in der Thomasiusstraße 2. Etwa 1903 zogen sie in eine Villa in der Cimbernstraße 6 in Nikolassee. Das Paar bekam drei Kinder: Ulrich 1902, Erika 1904 und Adelbert 1906. Nach Rudolf Schaars Versetzung in den einstweiligen Ruhestand zogen sie nach Bad Wimpfen. Dort lebte und wirkte Clothilde Keller-Schaar bis zu ihrem Tod am 28.12.1958. Clothilde Keller war vor allem als Bildhauerin tätig.
2. Bestandsgeschichte
Der Nachlass Rudolf und Clothilde Schaar wurde von der Enkelin Claudia Köpke 2020 an das Landesarchiv Berlin übergeben. Nach der Erschließung und Verpackung als Bestand E Rep. 400-97 umfasst er 29 Einheiten (0,3 lfm.).
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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22.08.2025, 11:21 AM CEST