Klage gegen die Verletzung der klevisch- märkischen Jurisdiktionsgewalt über die Herscheder Marken und gegen die Pfändung von Herscheder Untertanen im Juli 1625. Streit um das Recht des Holzhauens, Heidehackens und Torfstechens, das die Beklagten als ihr Privatrecht betrachten. Die Beklagten berufen sich auf einen Schiedsspruch zwischen dem Herzog von Jülich, Kleve und Berg und dem Erzbischofvon Köln von 1561, durch den die Grenzen im Amt Balve festgelegt, und auf einen Vertrag (Rezeß) von 1614, durch den die Streitigkeiten zwischen den Erben der Herscheder Marken und den Einwohnern der Freiheit Affeln, die bereits am Offizialatgericht zu Köln und an der kurköln. Kanzlei zu Arnsberg anhängig gewesen waren, beigelegt worden seien.
Show full title
Klage gegen die Verletzung der klevisch- märkischen Jurisdiktionsgewalt über die Herscheder Marken und gegen die Pfändung von Herscheder Untertanen im Juli 1625. Streit um das Recht des Holzhauens, Heidehackens und Torfstechens, das die Beklagten als ihr Privatrecht betrachten. Die Beklagten berufen sich auf einen Schiedsspruch zwischen dem Herzog von Jülich, Kleve und Berg und dem Erzbischofvon Köln von 1561, durch den die Grenzen im Amt Balve festgelegt, und auf einen Vertrag (Rezeß) von 1614, durch den die Streitigkeiten zwischen den Erben der Herscheder Marken und den Einwohnern der Freiheit Affeln, die bereits am Offizialatgericht zu Köln und an der kurköln. Kanzlei zu Arnsberg anhängig gewesen waren, beigelegt worden seien.
AA 0627, 2159 - G 887/2893
AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 3. Buchstabe G
1626 - 1633 (1533 - 1628)
Enthaeltvermerke: Kläger: Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm bei Rhein, seine Statthalter, Kanzler und Räte der Herzogtümer Jülich, Berg und Kleve und der Grafschaft Mark und Konsorten: adelige und nichtadelige Erben des Kirchspiels Herschede (Kr. Meschede) Beklagter: Erzbischof Ferdinand von Köln und Konsorten: die Beamten des Westfälischen Kreises, der Freiheit „Kirchaffeln“ und Altenaffeln (Kr. Arnsberg) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Schneit (Schneidt) 1626 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Beatus Moses 1626 - Dr. Johann Friedrich von Broich 1628 Prozeßart: Mandati der Pfandung Instanzen: RKG 1626 - 1633 (1533 - 1628) Beweismittel: Vertrag zwischen den Erben der Herscheder Marken und den Einwohnern der Freiheit Affeln von 1614 (Q 4). Urkunde von Bürgermeister und Rat der Freiheit Affeln von 1533 betr. Strafgewalt über Herscheder Markenerben (Q 11). RKG-(Bei-)Urteil vom 20. Okt. 1626 (Prot.). Beschreibung: 1,5 cm, 33 Bl., lose; Q 1 - 5, 7 - 8, 11 - 12, 2 Beilagen prod. 7. Juni 1627 und 15. Mai 1628, es fehlen Q 6*, 9* - 10* und 13*.
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
11.05.2026, 9:52 AM CEST