Nachlaß Wilhelm Behrens, Stade/Aurich (Bestand)
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NLA ST, Rep. 91/ 4
Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.3 Private Nachlässe
1945-1964
Bestandsgeschichte: Der Oberschullehrer Wilhelm Behrens (geb. am 27. September 1886 in Uelzen) war vor dem Krieg am Staatlichen Realgymnasium in Leer tätig und wurde 1932 an das Ulricianum in Aurich versetzt. Seine Ehefrau Frieda (geb. als Frieda Lichtsinn am 05. Mai 1886 in Weene) stammte aus dem Kreis Aurich. Beide Eheleute waren 1935 bzw. 1936 wegen Beamtenbeleidigung vor dem Schöffengericht bzw. dem Landgericht Aurich angeklagt und trotz Berufung an das Oberlandesgericht zu Celle zu einer Freiheitsstrafe von anderthalb Jahren verurteilt worden. Die umfangreichen Prozeßakten dazu (StA Aurich, Rep. 109 D, Nr. 629) finden sich ebenso wie eine Personalakte des Ulricianums (StA Aurich, Rep. 171, Nr. 199) und eine Wiedergutmachungsakte (StA Aurich, Rep. 252, Nr. 2420) im NLA-Staatsarchiv Aurich.
Der hiesige 1966 ins Archiv gekommene Nachlass umfasst in erster Linie seine Tätigkeit als Mitglied der Niedersächsischen Landespartei im Kreistag von Stade. Er baute die Partei zusammen mit Heinrich Hellwege mit dem Ende des 2. Weltkriegs in Stade auf, zog sich aber bereits Mitte 1947 wegen Differenzen mit Hellwege wieder aus ihr zurück. Aufgrund des Endes seiner Abordnung ging er Ende 1947 an seine alte Stelle als Lehrer nach Aurich zurück, wo er 1951 krankheitshalber vorzeitig in den Ruhestand ging. Er war, wie die Korrespondenz zu Anfang der sechziger Jahre zeigt, jedoch weiterhin am Wiederaufbau der inzwischen untergegangenen Niedersächsischen Landespartei und der alten Deutsch-Hannoverschen Partei, der er wie seine Frau Frieda bereits vor dem Krieg in Leer/Ostfriesland und wie auch sein Bruder Fritz in Uelzen angehört hatte, interessiert.
Stade, im Mai 2008
Thomas Bardelle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Der hiesige 1966 ins Archiv gekommene Nachlass umfasst in erster Linie seine Tätigkeit als Mitglied der Niedersächsischen Landespartei im Kreistag von Stade. Er baute die Partei zusammen mit Heinrich Hellwege mit dem Ende des 2. Weltkriegs in Stade auf, zog sich aber bereits Mitte 1947 wegen Differenzen mit Hellwege wieder aus ihr zurück. Aufgrund des Endes seiner Abordnung ging er Ende 1947 an seine alte Stelle als Lehrer nach Aurich zurück, wo er 1951 krankheitshalber vorzeitig in den Ruhestand ging. Er war, wie die Korrespondenz zu Anfang der sechziger Jahre zeigt, jedoch weiterhin am Wiederaufbau der inzwischen untergegangenen Niedersächsischen Landespartei und der alten Deutsch-Hannoverschen Partei, der er wie seine Frau Frieda bereits vor dem Krieg in Leer/Ostfriesland und wie auch sein Bruder Fritz in Uelzen angehört hatte, interessiert.
Stade, im Mai 2008
Thomas Bardelle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ