Testament
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A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. 0839
A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6) >> Bd. 2 Testamente
1605 September 28, stylo antiquo
Regest: Jacob Raiser und seine Ehefrau Anna Dentzlerin haben in ihrer eigenen Behausung vor dem Stadtschreiber Gretzinger und den Zeugen ihren letzten Willen erklärt. Sie befehlen ihre Seele der Barmherzigkeit Gottes und ihren Leib zu pfleglicher christlicher Begräbnis und bestimmen folgendes über ihre Hinterlassenschaft. Erstens soll Anna, Tochter Jacob Bauders, ihres Tochtermanns, die sie fleißig gepflegt und gewartet hat und das für den Rest ihres Lebens weiterhin tun will, ungefähr drei Viertel Baumgarten im Küerein (Kührain) erhalten. Zum andern: nachdem sie ihrem Tochtermann Michael Scheffbuch zu Pforzheim schon viel angehenkt (= zugewendet), wollen sie zur Gleichstellung und Ergetzlichkeit (= Entschädigung) ihrem hiesigen Tochtermann Jacob Bauder, seiner Hausfrau, also ihrer Tochter Catharina Röserin, deren 5 Kindern Anna, Catharina, Margaretha, Jerg und Jacob ihre zwei Mannsmahd Wiesen im Betzenried als Eigentum verschafft haben. Drittens: was nach Abrichtung der Schulden und jetzt bestimmten Legate noch übrig bleiben würde, dafür bestimmen sie als rechten, unzweifenlichen Erben ihren Tochtermann Jacob Bauder, dessen Hausfrau Catharina Röserin, ferner Gertraud, das Kind ihrer verstorbenen Tochter Magdalena Roserin zu Pforzheim, dergestalt, daß ihre übrige Hinterlassenschaft in 2 gleiche Teile geteilt werde. Der eine soll dem Jacob Bauder und ihrer Tochter Catharina Röserin oder deren ehelichen Leibeserben, der andere dem genannten Kinde ihrer verstorbenen Tochter zu Pforzheim zufallen.- Sie behalten sich vor, dieses Testament jederzeit zu ändern oder abzutun.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Zeugen: Zunftmeister Erhard Spengler, Johann Vitzion, Peter Schmid, Jacob Beltzlin, Hans David Ehringer, Ulrich Bletzger, Jerg Schütz
Unterschriften dieser Zeugen. Bei Peter Schmid steht: "Krummer", wohl = Kromer, Kramer; bei Ulrich Bletzger: "Kantengießer." Beurkundet ist das Testament von dem Stadtschreiber M. Benedictus Gretzinger, der es abgefaßt hat. Das Insigel ist aber nicht (wie angegeben) aufgedrückt
Genetisches Stadium: Or.
Unterschriften dieser Zeugen. Bei Peter Schmid steht: "Krummer", wohl = Kromer, Kramer; bei Ulrich Bletzger: "Kantengießer." Beurkundet ist das Testament von dem Stadtschreiber M. Benedictus Gretzinger, der es abgefaßt hat. Das Insigel ist aber nicht (wie angegeben) aufgedrückt
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ