Liebenstein, Kammerschreibereiamt (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, GL 140
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Hofkammer des Hauses Württemberg (Depositum) >> Kammerschreibereiämter
1673-1807 (Va ab 1529, Na bis 1814)
Überlieferungsgeschichte
Die Herrschaft Liebenstein kam in den Jahren 1673 bis 1679 von den Brüdern Philipp Albrecht und Philipp Conrad von Liebenstein durch Kauf an Württemberg und gehörte fortan zum Kammerschreibereigut. Verwaltet wurde die Herrschaft bis 1807 von einem Amtmann bzw. Stabskeller, der seit 1743 in Personalunion auch die Geistliche Verwaltung Kaltenwesten verwaltete.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält große Teile der bis in die liebensteinische Zeit zurückreichenden Amtsüberlieferung, insbesondere Amtsbuchserien (Protokolle, Rechnungen, Lagerbücher). Akten gleicher Provenienz werden auch im Hauptstaatsarchiv Stuttgart verwahrt.
Vorbemerkung: Die Herrschaft Liebenstein, bestehend aus Schloß und Städtlein Liebenstein, Kaltenwesten (=Neckarwestheim), Ottmarsheim, Kloster Itzingen (= Itzinger Hof), halb Holzweiler sowie Gütern und Gefällen in Ilsfeld und Auenstein, kam in den Jahren 1673-1679 von den Brüdern Philipp Albrecht und Philipp Conrad von Liebenstein durch Kauf an Württemberg. Sie wurde zur Kammerschreiberei gezogen und bildete fortan bis zum Jahre 1806/1807 ein eigenes Amt unter einem Amtmann bzw. Stabskeller. Im Jahre 1807 ging die Stabskellerei Liebenstein zusammen mit der für die geistlichen Güter zuständigen Geistlichen Verwaltung Kaltenwesten in der neugebildeten hofkammerlichen Kameralverwaltung Liebenstein auf, die dann durch Königl. Reskript vom 27. Mai 1812 (Reg. Bl. S. 212) mit dem Hofkameralamt Lauffen kombiniert wurde. Im einzelnen standen der Kellerei folgende Beamte vor: Amtmann Johann Christoph Wanner 1673-1688 Amtmann Johann Jakob Preuner 1688-1691 Amtmann Johann Friedrich Feßel 1691-1695 Keller Johann Christoph Jäger 1695-1702 Keller Johann Christoph Becht (ab 1735 Stabskeller) 1702-1737 Stabskeller Johann Friedrich Jäger 1737-1745 Stabskeller Bernhard Gottlieb Binnicker 1745-1754 Rat und Stabskeller Johann Christoph Zech 1754-1805 Rat und Stabskeller Christoph Herman Klemm 1805-1807 Ab 1743 versah der weltliche Beamte in Personalunion auch die Geistliche Verwaltung Kaltenwesten. Die Archivalien des Amts Liebenstein lagerten zuletzt im Schloß Monrepos. Von dort kamen sie im Frühjahr 1961 als Depositum unter Eigentumsvorbehalt an das Staatsarchiv Ludwigsburg. Hier wurde noch 1961 die Rechnungsbände und die Reihenakten (Abt. 1-9a) von dem Archivangestellten W. Böhm unter Aufsicht und Mitwirkung des Unterzeichneten aufgenommen. Die Aufnahme der Abteilungen 9b-15 und der Abschluß der Verzeichnungsarbeiten erfolgte 1964-1965 durch den Unterzeichneten. Aus Zweckmäßigkeitsgründen wurden die aus Liebensteiner Zeit stammenden Archivalien (vorwiegend Lagerbücher) als Vorakten in dem Bestand belassen. Als Nachakten sind noch angeschlossen Archivalien der Nachfolgebehörde, des Hofkameralamts Liebenstein, soweit sich die Akten auf das Gebiet der vormaligen Stabskellerei Kaltenwesten beziehen. Die Akten haben in früherer Zeit durch Feuchtigkeit und Wurmbefall teilweise erheblich gelitten. Akten gleicher Provenienz enthält der staatseigene Bestand A 437 L, Akten gleicher Pertinenz finden sich in den Beständen A 206 und A 259 des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Der Bestand GL 140 umfaßt 559 Bände bzw. Aktenbüschel = 22 lfd. m. Die Akten der Geistlichen Verwaltung Kaltenwesten finden sich im Bestand GL 145. Die Überlieferung für das kleine, bisher wenig erforschte Amt Liebenstein ist in den Beständen GL 140 und GL 145 des Hofkammerdepositums verhältnismäßig reichhaltig. Besonders hinzuweisen ist auf die Baurisse in GL 140, Büschel 517 ff. Ludwigsburg, August 1963 W. Bürkle
Die Herrschaft Liebenstein kam in den Jahren 1673 bis 1679 von den Brüdern Philipp Albrecht und Philipp Conrad von Liebenstein durch Kauf an Württemberg und gehörte fortan zum Kammerschreibereigut. Verwaltet wurde die Herrschaft bis 1807 von einem Amtmann bzw. Stabskeller, der seit 1743 in Personalunion auch die Geistliche Verwaltung Kaltenwesten verwaltete.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält große Teile der bis in die liebensteinische Zeit zurückreichenden Amtsüberlieferung, insbesondere Amtsbuchserien (Protokolle, Rechnungen, Lagerbücher). Akten gleicher Provenienz werden auch im Hauptstaatsarchiv Stuttgart verwahrt.
Vorbemerkung: Die Herrschaft Liebenstein, bestehend aus Schloß und Städtlein Liebenstein, Kaltenwesten (=Neckarwestheim), Ottmarsheim, Kloster Itzingen (= Itzinger Hof), halb Holzweiler sowie Gütern und Gefällen in Ilsfeld und Auenstein, kam in den Jahren 1673-1679 von den Brüdern Philipp Albrecht und Philipp Conrad von Liebenstein durch Kauf an Württemberg. Sie wurde zur Kammerschreiberei gezogen und bildete fortan bis zum Jahre 1806/1807 ein eigenes Amt unter einem Amtmann bzw. Stabskeller. Im Jahre 1807 ging die Stabskellerei Liebenstein zusammen mit der für die geistlichen Güter zuständigen Geistlichen Verwaltung Kaltenwesten in der neugebildeten hofkammerlichen Kameralverwaltung Liebenstein auf, die dann durch Königl. Reskript vom 27. Mai 1812 (Reg. Bl. S. 212) mit dem Hofkameralamt Lauffen kombiniert wurde. Im einzelnen standen der Kellerei folgende Beamte vor: Amtmann Johann Christoph Wanner 1673-1688 Amtmann Johann Jakob Preuner 1688-1691 Amtmann Johann Friedrich Feßel 1691-1695 Keller Johann Christoph Jäger 1695-1702 Keller Johann Christoph Becht (ab 1735 Stabskeller) 1702-1737 Stabskeller Johann Friedrich Jäger 1737-1745 Stabskeller Bernhard Gottlieb Binnicker 1745-1754 Rat und Stabskeller Johann Christoph Zech 1754-1805 Rat und Stabskeller Christoph Herman Klemm 1805-1807 Ab 1743 versah der weltliche Beamte in Personalunion auch die Geistliche Verwaltung Kaltenwesten. Die Archivalien des Amts Liebenstein lagerten zuletzt im Schloß Monrepos. Von dort kamen sie im Frühjahr 1961 als Depositum unter Eigentumsvorbehalt an das Staatsarchiv Ludwigsburg. Hier wurde noch 1961 die Rechnungsbände und die Reihenakten (Abt. 1-9a) von dem Archivangestellten W. Böhm unter Aufsicht und Mitwirkung des Unterzeichneten aufgenommen. Die Aufnahme der Abteilungen 9b-15 und der Abschluß der Verzeichnungsarbeiten erfolgte 1964-1965 durch den Unterzeichneten. Aus Zweckmäßigkeitsgründen wurden die aus Liebensteiner Zeit stammenden Archivalien (vorwiegend Lagerbücher) als Vorakten in dem Bestand belassen. Als Nachakten sind noch angeschlossen Archivalien der Nachfolgebehörde, des Hofkameralamts Liebenstein, soweit sich die Akten auf das Gebiet der vormaligen Stabskellerei Kaltenwesten beziehen. Die Akten haben in früherer Zeit durch Feuchtigkeit und Wurmbefall teilweise erheblich gelitten. Akten gleicher Provenienz enthält der staatseigene Bestand A 437 L, Akten gleicher Pertinenz finden sich in den Beständen A 206 und A 259 des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Der Bestand GL 140 umfaßt 559 Bände bzw. Aktenbüschel = 22 lfd. m. Die Akten der Geistlichen Verwaltung Kaltenwesten finden sich im Bestand GL 145. Die Überlieferung für das kleine, bisher wenig erforschte Amt Liebenstein ist in den Beständen GL 140 und GL 145 des Hofkammerdepositums verhältnismäßig reichhaltig. Besonders hinzuweisen ist auf die Baurisse in GL 140, Büschel 517 ff. Ludwigsburg, August 1963 W. Bürkle
559 Bände (26,8 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ