Diethelm [Blarer von Wartensee], Abt des Klosters St. Gallen und Vogtherr des Kellhofes Weiler, sowie Keller und ganze Gemeinde daselbst beurkunden, dass sich Barbara Küng, eheliche Tochter des Ulrich Küng und der Barbara Dietterich, um eine nicht spezifizierte Summe Geldes aus ihrer gemeinschaftlichen Leibherrschaft freigekauft hat. Deshalb entbinden die Aussteller genannte Barbara von ihrem Eid und den Lasten, Beschränkungen und Verpflichtungen, mit denen sie Kloster und Kellhof verwandt gewesen ist, sprechen sie von der Eigenschaft des Leibes und Gutes los, gewähren freien Zug und stellen ihr anheim, künftig nach Belieben bei Herren oder Städten Schutz und Schirm oder Bürgerrecht anzunehmen. Außerdem bezeugen abschließend der Keller und die Richter des Kellhofes, dass die Freigelassene ehelich geboren und von untadeligem Leumund ist, auch dass sie ihren Abschied genommen hat, "wie ainer redlichen thochter wol gebiert".
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Diethelm [Blarer von Wartensee], Abt des Klosters St. Gallen und Vogtherr des Kellhofes Weiler, sowie Keller und ganze Gemeinde daselbst beurkunden, dass sich Barbara Küng, eheliche Tochter des Ulrich Küng und der Barbara Dietterich, um eine nicht spezifizierte Summe Geldes aus ihrer gemeinschaftlichen Leibherrschaft freigekauft hat. Deshalb entbinden die Aussteller genannte Barbara von ihrem Eid und den Lasten, Beschränkungen und Verpflichtungen, mit denen sie Kloster und Kellhof verwandt gewesen ist, sprechen sie von der Eigenschaft des Leibes und Gutes los, gewähren freien Zug und stellen ihr anheim, künftig nach Belieben bei Herren oder Städten Schutz und Schirm oder Bürgerrecht anzunehmen. Außerdem bezeugen abschließend der Keller und die Richter des Kellhofes, dass die Freigelassene ehelich geboren und von untadeligem Leumund ist, auch dass sie ihren Abschied genommen hat, "wie ainer redlichen thochter wol gebiert".
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 2970
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1560 Juni 6 (dornstag nach dem hailigen Pfingstag)
15,2 x 33,3 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Wasserflecken
Aussteller: Kloster St. Gallen; Gemeinde des Kellhofs zu Weiler
Empfänger: Barbara Küng
Siegler: Abt Diethelm Blarer von Wartensee
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Aussteller: Kloster St. Gallen; Gemeinde des Kellhofs zu Weiler
Empfänger: Barbara Küng
Siegler: Abt Diethelm Blarer von Wartensee
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Dietterich, Barbara
Küng, Barbara
Küng, Ulrich
St. Gallen [CH]; Kloster
Weiler : Weiler-Simmerberg LI; Kellhof
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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21.11.2025, 3:23 PM CET
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- Weingarten, Benediktinerkloster (Archival holding)
- Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe (Archival holding)
- Leibeigenschaftsbriefe (Classification)
- 1550-1599 (Classification)