Alfred Nitschke (1898-1960), Nachlass-Splitter (Bestand)
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UAT 824/
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1904-1960 (1989)
Bestandsbeschreibung: 1. Zur Person
Alfred Nitschke wurde am 1.8.1898 als Sohn des Otto Nitschke, Zahnarzt in Freiburg, und seiner Frau Amalie geb. Schmidt geboren. Er war der letztgeborene von fünf Brüdern, von denen drei im Ersten Weltkrieg fielen. Außerdem hatte er eine ältere und zwei jüngere Schwestern. 1917 begann er mit dem Studium der Evangelischen Theologie in Freiburg, setzte seine Studien in Heidelberg fort und legte 1922 das medizinische Staatsexamen in Freiburg ab.
1922-1924 war er zunächst Assistenzarzt an der Inneren Universitätsklinik Breslau, dann in derselben Stellung in der Inneren Abteilung des Städtischen Krankenhauses Hamburg-Altona. 1927 wechselt er an der Universitätskilinik Freiburg in die Pädiatrie und war dort ab 1929 Oberarzt. Daneben habilitierte er sich und war ab 1928 Privatdozent und ab 1933 außerplanmäßiger Professor. 1933-1937 leitete er als Direktor die Kinderklinik in Berlin-Lichtenberg, 1938-1946 war er Direktor der Universitätskinderklinik in Halle/Saale und begleitete dort einen ordentlichen Lehrstuhl. 1946 kam er nach Mainz, 1948 bis zu seinem Tod 1960 war er ordentlicher Professor und Direktor der Universitätskinderklinik in Tübingen. Er verstarb am 19.10.1960 im Amt als Rektor.
Neben seiner beruflichen tätigkeit engagierte Alfred Nitschke sich 1949-1952 als Direktor des Leibniz Kollegs Tübingen. Er war Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in Halle/Saale, der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und der Naturwissenschaftliche Gesellschaft in Wiesbaden.
2. Zum Bestand
Der Nachlass-Splitter wurde dem Universitätsarchiv Tübingen im Dezember 2019 von dem Enkel Prof. Nepomuk Riva geschenkt.
Die Unterlagen wurden im Januar 2020 von Dr. Regina Keyler geordnet und verzeichnet. Sie unterliegen keiner Benutzungssperre.
Dr. Regina Keyler
Alfred Nitschke wurde am 1.8.1898 als Sohn des Otto Nitschke, Zahnarzt in Freiburg, und seiner Frau Amalie geb. Schmidt geboren. Er war der letztgeborene von fünf Brüdern, von denen drei im Ersten Weltkrieg fielen. Außerdem hatte er eine ältere und zwei jüngere Schwestern. 1917 begann er mit dem Studium der Evangelischen Theologie in Freiburg, setzte seine Studien in Heidelberg fort und legte 1922 das medizinische Staatsexamen in Freiburg ab.
1922-1924 war er zunächst Assistenzarzt an der Inneren Universitätsklinik Breslau, dann in derselben Stellung in der Inneren Abteilung des Städtischen Krankenhauses Hamburg-Altona. 1927 wechselt er an der Universitätskilinik Freiburg in die Pädiatrie und war dort ab 1929 Oberarzt. Daneben habilitierte er sich und war ab 1928 Privatdozent und ab 1933 außerplanmäßiger Professor. 1933-1937 leitete er als Direktor die Kinderklinik in Berlin-Lichtenberg, 1938-1946 war er Direktor der Universitätskinderklinik in Halle/Saale und begleitete dort einen ordentlichen Lehrstuhl. 1946 kam er nach Mainz, 1948 bis zu seinem Tod 1960 war er ordentlicher Professor und Direktor der Universitätskinderklinik in Tübingen. Er verstarb am 19.10.1960 im Amt als Rektor.
Neben seiner beruflichen tätigkeit engagierte Alfred Nitschke sich 1949-1952 als Direktor des Leibniz Kollegs Tübingen. Er war Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in Halle/Saale, der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und der Naturwissenschaftliche Gesellschaft in Wiesbaden.
2. Zum Bestand
Der Nachlass-Splitter wurde dem Universitätsarchiv Tübingen im Dezember 2019 von dem Enkel Prof. Nepomuk Riva geschenkt.
Die Unterlagen wurden im Januar 2020 von Dr. Regina Keyler geordnet und verzeichnet. Sie unterliegen keiner Benutzungssperre.
Dr. Regina Keyler
0,10 lfm.
Bestand
Nachlass
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:03 MEZ