Nachlass Otfried Schmidt (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigenLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Objekt beim Datenpartner
N 126
Landeskirchliches Archiv Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> Landeskirchliches Archiv >> N - Nachlässe
1927-1974
Bestandsgeschichte: Otfried (eig.: Otto-Friedrich) Schmidt, geboren am 19. Januar 1902 in Uthlede als Sohn eines Pfarrers, wurde nach seinem Volkswirtschaftsstudium 1927 Geschäftsführer der Evangelischen Familienhilfe in Schlesien und trat 1928 in den Dienst der Volkshochschulgenossenschaft für Niedersachsen eGmbH in Hermannsburg. Er unterrichtete zunächst an den Heimvolkshochschulen Colborn und Hermannsburg und übernahm im Herbst 1929 als Wirtschaftsdirektor die Geschäftsführung der Genossenschaft. Im Mai 1932 schied er aus dieser Funktion aus und begann mit der Organisation von Fortbildungskursen für Erwerbslose in Bremen und Trier. Im November 1933 wurde er Berufsberater beim Arbeitsamt Bremen, später Leiter des Arbeitsamts in Uelzen. Nach britischer Internierung fungierte er ab 1947 als Geschäftsführer des Amts für Gemeindedienst, ab 1958 als Sachbearbeiter in den Bereichen Erwachsenenbildung, Volkshochschularbeit und Arbeitsrecht. 1965 wurde er pädagogischer Leiter und Geschäftsführer der Ev. Erwachsenenbildung sowie nach seinem Ausscheiden (1967) Vorsitzender der Ev. Vereinigung für Familienbildungsstätten e. V. Bis 1972 war er auch Vorstandsmitglied des Niedersächsischen Bundes für freie Erwachsenenbildung. Neben dem familienpolitischen Engagement gehörte Schmidt ab 1952 dem Verwaltungsrat der Matthias-Filmgesellschaft mbH in Stuttgart an und bildete an der Frauenschule der Inneren Mission in Hannover zeitweise Gemeindehelferinnen in den Fächern Wohlfahrtskunde und Sozialkunde aus. Er starb 1981. Sein dienstlicher Nachlass wurde dem Landeskirchlichen Archiv 1995 aus dem damilgen Amt für Gemeindedienst übergeben und 2000 verzeichnet.
Verwandte Bestände: E 54 (Evangelische Erwachsenenbildung)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: ja
Zusatzinformationen: vollständig verzeichnet
Verwandte Bestände: E 54 (Evangelische Erwachsenenbildung)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: ja
Zusatzinformationen: vollständig verzeichnet
0,4 lfd. M.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.04.2025, 13:47 MESZ
Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Objekt beim Datenpartner