Rückständige Besoldung (Dienstgelder) und Prozeßauslagen für Bontz’ Tätigkeit als Prokurator der Beklagten. Die in der RKG-Zitation gen. Summen sind etwas niedriger als die der beigelegten Verzeichnisse und bewegen sich zwischen 13 Tlr. 58 Kreuzer (Gläubiger Fuchs) und 110 Tlr. 21 Kr. (Herzog von Jülich) und 130 Tlr. 10 Kr.
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AA 0627, 646 - B 1661a/5263
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1594-1601 (1570-1597)
Enthaeltvermerke: Kläger: Vormünder der minderjähr. Kinder des verstorbenen RKG- Advokaten und -Prokurators Dr. Johann Bontz (Buntz): Dr. Marsilius Bergner und Dr. Melchior von Zabern, beide RKG-Advokaten und -Prokuratoren; ab Okt. 1597 auch (an Stelle von Zabern?) der RKG- Adovkat und -Prokurator Lic. Johann Jakob Grönberger als Vormund; Apr. 1597 der kaiserl. Fiskal Beklagter: Bontz’ Schuldner Herzog Johann Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg, Düsseldorf, und Konsorten: Wilhelm von der Mark; Adolf Frhr. von Schwarzenberg, Köln; Bürgermeister und Rat der Stadt Essen; desgl. Hameln; Abt Ludger von Landsberg, Prior Johann von Neukirchen (Niekerchen) und Konventualen der Abtei Hamborn; Maria geb. von der Leyen, Witwe des jül. Erbmarschalls [Johann] Hurth von Schöneck; Adelheid, Witwe des (vormaligen?) Kanonikers an St. Bonifatius zu Hameln, Jakob Marquardt, Hameln; die Gläubiger (des verstorbenen Heinrich) Fuchs; Anna von Hörde und Dietrich von Heiden zum Broich bzw. Dietrichs Söhne Georg und Bernhard; Servatius Nikolaus de Andermont; Anna, Witwe des Colin (Kalynn) Bock von Hepscheid (Heptscheid), Aachen, und ihre Tochter Jansen geb. Bock, Raeren (Rorum; Belgien) bei Aachen; Jost von Westerhagen (Western-, Westenhagen) und seine Söhne Heinrich und Wilhelm; Sebastian Vriel (Vriell) von Apeneell (Apoeell; Apencell?) (= Abtenzell/Luxemburg ?); die Vettern Daem und Johann Quadt von Landskron zu Tomberg, Köln (Daem) und Rheindorf (Johann); sowie der Ratinger Bürgermeister Johann Steinhausen, nun seine Söhne Jakob und Adolf, letzterer Düsseldorf, und deren andere Geschwister Prokuratoren (Kl.): Dr. Marsilius Bergner (1594), [1597]1597 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius Stapert [1592] 1594 - Dr. Johann Jacob Kremer (1594), [1595] 1596 - Gödelmann (1594) - Vaius (1594) Prozeßart: Citationis Instanzen: RKG 1594-1601 (1570-1597) Beweismittel: (Original-)Bestallungen von Beklagten für Bontz. Bestallungsurkunde Colin Bocks, 1570 - Bontz war noch nicht Prokurator, sondern RKG-Advokat (69). Beschreibung: 3 cm, 94 Bl., lose; Q 1 - 57, es fehlen Q 3, 6, 12, 21, 30*, 33, 48, 52 (Vollmacht Vaius).
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:46 MESZ
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Hierarchie Detailansicht
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- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
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