(5) Supplicationis Auseinandersetzung um Auslieferung einer Magd
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(1) 0093
Wismar B 8 (W B 1 n. 8)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 02. 1. Kläger B
05.05.1657-15.12.1657
Kläger: (2) Cord Josua von Bülow auf Gramkow
Beklagter: (3) Johann Abraham Renner, Rentmeister zu Wismar sowie Eva Scheffer als Mutter der Magd
Anwälte, Prokuratoren: (4) Kl.: Dr. Henning Christoph Gerdes (P) Bekl.: Dr. Henricus Schabbell (A & P)
Fallbeschreibung: Die Tochter des verstorbenen Schlachters Daniel Scheffer hatte sich bei der Frau des Kl.s als Magd verdingt und das Dienstgeld empfangen, ist dann aber beim Bekl. in den Dienst getreten und hat Kl. das Dienstgeld zurückgeschickt. Kl. beharrt auf der Gültigkeit des Vertrages, fordert Auslieferung der Magd und erhält am 19.06. ein entsprechendes Mandat des Tribunals. Am 13.11. erbittet Kl. ein Strafmandat von 100 Rtlr an Bekl., da dieser die Magd bisher nicht ausgeliefert hat, und erhält es am 21.11. Am 11.12. berichten Renner und die Mutter der Magd vom Vertragsschluß der Magd mit Kl., stellen diesen als unrechtmäßig dar und bestreiten die Ansprüche des Kl.s. Das Tribunal fordert Kl. am 15.12.1657 zur Antwort auf, weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: (6) 1. Tribunal 1657
Prozessbeilagen: (7) Bescheid des Ratsgerichts vom 28.04.1657; von Notar Johannes Rödingk ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 09.11.1657
Beklagter: (3) Johann Abraham Renner, Rentmeister zu Wismar sowie Eva Scheffer als Mutter der Magd
Anwälte, Prokuratoren: (4) Kl.: Dr. Henning Christoph Gerdes (P) Bekl.: Dr. Henricus Schabbell (A & P)
Fallbeschreibung: Die Tochter des verstorbenen Schlachters Daniel Scheffer hatte sich bei der Frau des Kl.s als Magd verdingt und das Dienstgeld empfangen, ist dann aber beim Bekl. in den Dienst getreten und hat Kl. das Dienstgeld zurückgeschickt. Kl. beharrt auf der Gültigkeit des Vertrages, fordert Auslieferung der Magd und erhält am 19.06. ein entsprechendes Mandat des Tribunals. Am 13.11. erbittet Kl. ein Strafmandat von 100 Rtlr an Bekl., da dieser die Magd bisher nicht ausgeliefert hat, und erhält es am 21.11. Am 11.12. berichten Renner und die Mutter der Magd vom Vertragsschluß der Magd mit Kl., stellen diesen als unrechtmäßig dar und bestreiten die Ansprüche des Kl.s. Das Tribunal fordert Kl. am 15.12.1657 zur Antwort auf, weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: (6) 1. Tribunal 1657
Prozessbeilagen: (7) Bescheid des Ratsgerichts vom 28.04.1657; von Notar Johannes Rödingk ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 09.11.1657
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:27 MEZ