Jan Engen, 40 Jahre alt, Trincken Engen, verheirat
Show full title
K/37
37
format: K
D 2 Hinsbeck Hinsbeck
Hinsbeck >> Urkunden
1754 Februar 3, 1758 Januar 11
Regest: Jan Engen, 40 Jahre alt, Trincken Engen, verheiratet mit Peter Meusers., Elisabeth Engen, verheiratet mit Derick Hacks, Maria Engen, verheiratet mit Theis Benger, Jochim und Evertgen Engen, Kinder der verstorbenen Eheleute Jochim Engen und Elisabeth, einigen sich in einer Erbteilung dahin, daß dem Bruder Jochim mit Einverständnis seines Onkels Hendrick Engen als Vormund der Engenhof mit seinen Gerätschaften übertragen wird. Eingeschlossen ist eine an der Stappen gelegene Parzelle, geheißen "der beste Morgen". Der Annehmer ist fortan jedem seiner 5 Geschwister 125 Gulden schuldig, die künftig jährlich, erstmalig im laufenden Jahre, mit 3 1/2 v.H. zu verzinsen sind. An die Eheleute Peter Meusers und Trincken Engen ist jedoch der Betrag bereits ausgezahlt worden. Ferner ist der Annehmer verpflichtet, seinen noch unverheirateten Geschwistern Jan und Evertgen auf Verlangen eine Aussteuer zu geben, wie sie die übrigen bereits erhalten haben. Zu der Aussteuer gehört für jeden ein neues Bett mit 2 Kissen, gefüllt mit 20 Pfund neuen Gänsefedern, für Bett und Kissen je einen schönen und einen ungewöhnlichen Bezug, 2 wollene Kissenbezüge , ein Bettlaken aus Leinen und eins von gewöhnlichem Tuch. Außerdem soll jeder einen Fingerring, eine Kuh und 12 Ellen weißes Leinen bekommen. Jan erhält weiterhin eine neue Kleiderkiste aus Eiche, ein Paar neue Schuhe ein Paar Strümpfe, einen neuen Hut sowie Rock, Hose und Kamisol aus schwarzem Gewebe, das die Elle 4 1/2 Gulden kostet. Evertgen soll bekommen ein schwarzes Kleid, dazu die Elle ebenfalls einen Wert von 4 1/2 Gulden haben soll, ein Paar Hausschuhe, ein Paar Strümpfe, ein neues Spinnrad mit einem neuen Stuhl, 4 Stein Flachs und für 3 Gulden Schmaltuch, auch die Kleiderkiste behalten, die sie bereits besitzt. Falls die unverheirateten Geschwister erkranken, muß der Hofbesitzer sie 8 Wochen lang beköstigen und verpflegen. Dauert die Krankheit länger, soll der Hofbesitzer eine angemessene Vergütung erhalten. Sollte eines der Geschwister sterben, muß der Hofbesitzer die Beerdigung veranlassen, auch das sein Name 3 oder 4 Jahre lang im Seelenbuch geführt wird. Die Kosten jedoch übernehmen alle Geschwister anteilsmäßig. Zu der Hinterlassenschaft der Eltern gehören ferner 975 Klevische Gulden, die ausgeliehen sind, und ein ungefähr 4 Sester großes Stück Land, im hohen Feld, im Werte von 200 Klevischen Gulden. Diese Parzelle erhält Jan Engen. Dagegen bekommen die Eheleute Derick Hacks und Elisabeth Engen 200 Gulden, an Peter Hütter ausgeliehen, die unverheiratete Evertgen Engen 200 Gulden, ebenfalls an Peter Hütter ausgeliehen, die Eheleute Theis Benger und Maria Engen 200 Gulden, an Grietgen Küppers ausgeliehen, sowie die Eheleute Peter Meusers und Trincken Engen 200 Gulden, an Lenaerdt Harmes ausgeliehen. Der Anteil des Jochim Engen setzt sich zusammen aus 50 Gulden, an Peter Hütter ausgeliehen, und 125 Gulden, die Lenaerdt Harmes zurückgezahlt hat und bereits an die Eheleute Peter Meusers und Trincken Engen erlegt wurden. Zu dem Jochim Enger noch zustehenden Rest von 25 Gulden soll jedes der übrigen Geschwister einen gleichen Teil beitragen. Zeuge: G. Wolters. Zusatz 1758 Januar 11: Jochim Engen, Theiß Benger, Maria Engen, Evertgen Engen und Peter Meusers bekunden, daß nach dem Tode ihres Bruders und Schwagers Jan Engen die 4 Sester Land an die Eheleute Derick Hax und Elisabeth Engen gefallen sind. Diese haben an die 4 übrigen Geschwister je 40 Gulden samt Zinsen ausgezahlt, so daß ihnen nunmehr die genannte Parzelle von den Eheleuten Jochim Engen und Feicken übertragen wird. Den Empfang von 25 Gulden bescheinigen Peter Meusers, Theiß Benger und Neles Dammer. Zeuge: M.Wolters
Abschrift, Papier
Urkunden
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
09.01.2026, 11:44 AM CET