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Rechnung 1766/67
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 256 Landschreiberei
Landschreiberei >> Bände
1766-1767
Einnahmen aus Schuldrückzahlungen und Gülten sowie aus den Ämtern (grundherrliche Abgaben, Zoll, Geleit etc.), Ausgaben für Schulden, Zinsen, Botenlöhne, Geschenke, Dienstleistungen usw.
Einträge mit Bezug zu (kunst-)handwerklichen Erzeugnissen u.a.:
Ausgaben für Kaufmannswaren:
- Rückstände aus früheren Rechnungen bei Hofbüchsenmacher Hampel (fol. 361r) und Uhrmacher de Lolmes aus Genf (fol. 363r).
Ausgaben für Juweliere und Goldschmiede:
- Fortsetzung von Transaktionen in der Schuldsache Aaron Beer, Jude zu Frankfurt (fol. 364v).
- Rückstände aus früheren Rechnungen bei Jean Baptiste Balay aus Straßburg (fol. 365r), Christoph Friedrich Sick (fol. 365v), Hofgoldarbeiter Johann Erdmann Hübschmann (fol. 366r) und Hofjuwelier Kuhn (fol. 366v).
- Von Sick außerdem ein Silberpräsent für den kurbayerischen Gesandten Korndorff (Nr. 935), Umarbeitung von Hofsilber (Nr. 936), Reparatur des großen silbernen Konfektservice (Nr. 937f, fol. 365v).
Ausgaben auf besonderen fürstlichen Befehl:
- Stipendium für Johann Gotthard Müller von Bernhausen zur Erlernung der Zivilbaukunst und Malerei bei Oberbaudirektor de la Guêpière und Galeriedirektor Guibal (Nr. 905f, fol. 376v).
- Ausgaben für festliche Veranstaltungen, Salons, Opern, Ballett, Karnevalslustbarkeiten (fol. 375v-377r, 378r-v, 379v-380r, 391v-394v, 395v-399r).
- Kolbengläser von Manufacturier Briatti (auf einer Reise nach Italien erworben, fol. 395r).
Präsente des Herzogs:
- Zahlreiche Posten ohne spezifische Objektnennungen, u.a. von den Juwelieren Schröder und Biancho sowie Silberhändler Rauner, u.a. Neujahrspräsente 1765, 1766 und 1767 (fol. 410r-415r).
Ausgaben für Trinkgläser, Bouteillen, Flaschen u.a.:
- Spiegel und Gläser, z. T. für Schloss Solitude, von der Spiegelfabrik (Nr. 1084-1086, fol. 428r).
Ausgaben für die Kastellanei:
- Geschliffene Schalen zur Konditorei von dem Glashändler Gürtler (fol. 429v).
- Porzellanstücke, Fayencen, Figuren, Kaffeeschalen für Garderobe, Konditorei, Silberkammer, Kaffeekammer, Schloss Solitude, Schloss Grafeneck u.a., von der herzoglichen Porzellanfabrik (Nr. 1091f, fol. 430v, Nr. 1151-1159, fol. 439r-v).
- "Ankleid-"Sessel, Futteral zu einer silbernen Bettpfanne, von Hofbildhauer Binder (Nr. 1134, fol. 436r).
- Transport römischer Bildsteine vom Lusthaus in den Fürstenbau (Nr. 1141, fol. 437v).
Ausgaben für Kanzleikosten:
- Herzogliches Signet von Medailleur Werner (Nr. 1216, fol. 447r).
Ausgaben für Verehrungen:
- Den Silberarbeitern Schwarz und Lächelin wegen Entdeckung eines Silberdiebstahls (fol. 450v, vgl. vorige Rechnungen).
Ausgaben für Handwerker:
- Messerschmiede:
-- Johann Kaspar Rieger (Besteckmesser, Messerklingen in die Silberkammer, Nr. 1340f, fol. 465v);
- Orgelmacher:
-- Hofkantor Stözel (Arbeiten am Orgelwerk in der katholischen Hofkapelle in Stuttgart und in der Kapelle zu Grafeneck, Nr. 1342f, fol. 466r);
- Uhrmacher:
-- Kaspar Griebel (Reparaturen, Nr. 1369, fol. 471r);
- Außerdem Buchführer, Buchdrucker, Buchbinder, Bürstenmacher, Zirkelschmiede, Flaschner, Glaser, Glockengießer, Gürtler, Hafner, Gipser, Kübler, Kupferschmiede, Lackierer, Seiler, Sattler, Schlosser, Schreiner, Siebmacher, Dreher, Wagner, Wannenmacher, Zinngießer.
561 Bl.
Folio (Höhe x Breite)
Amtsbücher, Register und Grundbücher
Sprache: Deutsch
Schreiber/Renovator/Rechner: Elias Benjamin Tritschler
Normformat: Folio
Baley, Jean Baptiste; Straßburg
Beer, Aaron; Jude zu Frankfurt
Binder, Johann Konrad; Hofbildhauer
Briatti; Glaser
Griebel, Kaspar; Uhrmacher, Ludwigsburg
Gürtler; Glashändler
Hampel, Christian; Hofbüchsenmacher, Ludwigsburg
Hübschmann, Johann Erdmann; Hofgoldmeister
Korndorff; kurbayerischer Gesandter
Kuhn, Johann Heinrich; Hofjuwelier
Lächelin; Silberarbeiter
Lolme, Antoine de; Uhrmacher, Genf
Rieger, Johann Kaspar; Messerschmied
Schröder und Bianco; Juweliere, Erfurt
Schwarz; Silberarbeiter
Sick, Christoph Friedrich; Goldarbeiter
Stötzel; Hofkantor
Werner, Adam Rudolph; Medailleur
Gomadingen RT; Schloss Grafeneck
Stuttgart S; Schloss Solitude
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.