Präses Professor D. Dr. Joachim Beckmann (Bestand)
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7NL 113
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 7NL Nachlässe >> 7NL 113 Präses Professor D. Dr. Joachim Beckmann
Bestandsbeschreibung: Präses Professor D. Dr. Joachim Beckmann Joachim Beckmann (1901-1987) war Landespfarrer für Innere Mission und Wohlfahrtspflege in Wiesbaden (1926-1928), Pfarrer der westfälischen Frauenhilfe in Soest (1928-1933) und schließlich Pfarrer der Lutherkirchengemeinde in Düsseldorf (1933-1948). Seit 1945 gehörte er der neugebildeten Kirchenleitung an und folgte 1958 dem verstorbenen Heinrich Held im Amt des Präses nach, das er bis 1971 innehatte (weiteres s. bei 6HA 003). Inhalt: Dissertation 1923; Predigten und Andachten 1924-1980 (hs., ms., Drucke); Vorträge und Artikel 1922-1976; Amtskalender 1926-1987; Glückwunschschreiben; Reiseberichte; Fotoalben 1957-1971 Literatur: Enno Obendiek: Joachim Beckmann 1901-2001. Der Theologe, der Bekenner, der Kirchenmann - Was war? Was bleibt?, in: MEKGR 50 (2001), S. 361-374. Ergänzende Archivbestände: 6HA 003 u. 004 (Handakten Präses Beckmann u. Kirchenkampfakten Beckmann). Vorwort des Findbuchs Nach dem Tod des ersten Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, D. Heinrich Held, 1958 übernahm Professor D. Dr. Joachim Beckmann (1901-1987) für dreizehn Jahre das höchste Amt der rheinischen Landeskirche. Zuvor war er Landespfarrer für Innere Mission und Wohlfahrtspflege in Wiesbaden (1926-1928), Pfarrer der westfälischen Frauenhilfe in Soest (1928-1933), ab 1932 zusätzlich Geschäftsführer des Evangelischen Männerdienstes in Westfalen. Von 1933 bis 1948 wirkte er als Pfarrer der Lutherkirchengemeinde in Düsseldorf. Sein Engagement für die Bekennende Kirche S er war u.a. Mitbegründer der "Rheinischen Pfarrbruderschaft" 1933, Mitglied der "Freien evangelischen Synode im Rheinland" und Mitglied des Reichsbruderrats S führte ihn in die zu Kriegsende gebildete "Vorläufige Leitung der Evangelischen Kirche der Rheinprovinz" als geschäftsführender Vorsitzender. Von der Konstituierung der Evangelische Kirche im Rheinland an bis zu seiner Wahl zum Präses war er bereits hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung und theologischer Dirigent im Landeskirchenamt. Er hatte eine Reihe weiterer Ämter inne: Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Weltmission, Beauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für Fragen der Kriegsdienstverweige-rung und Ersatzdienstleistung, stellvertretender Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche der Union, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands und stellvertretender Vorsitzender der Arnoldshainer Konferenz. An der Agende der Evangelischen Kirche der Union hatte Joachim Beckmann maßgebenden Einfluss. Er leitete den gesamtkirchlichen Ausschuss, dessen Vorschläge die EKD 1963 veranlassten, eine "Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Weltmission" zu gründen. Als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland nahm er zu politisch und gesellschaftlich umstrittenen Fragen wie der Wiederaufrüstung 1954 und zum Schwangerschaftsabbruch Stellung. Die theologische Lehre war ein weiteres Tätigkeitsfeld Joachim Beckmanns. 1923 promovierte er mit einer Dissertation "Über den Begriff der religiösen Erfahrung bei Stange" zum Doktor der Philosophie. Während seiner Zeit als Inspektor im Reformierten Studienhaus in Göttingen erwarb er 1925 mit seiner Schrift "Die Sakramentslehre Calvins in ihrer Beziehung zu Augustin" den akademischen Grad eines Lizentiaten der Theologie. Hier lernte er Karl Barth kennen. Ab 1945 lehrte er an der wiedereröffneten Kirchlichen Hochschule Wuppertal zunächst als Dozent, ab 1951 als Professor Systematische Theologie. Die Bonner Theologische Fakultät ernannte ihn 1954 zum Ehrendoktor. Als Honorarprofessor erhielt er 1961 den Lehrauftrag für ökumenische Kirchenkunde. Seit 1945 gab er das "Kirchliche Jahrbuch" für die Evangelische Kirche in Deutschland heraus. Die Predigten und die Artikel und Vorträge auch aus seiner westfälischen Zeit bilden den größten Teil dieses Nachlasses.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET