Ritter Berthold Schenk (Berlt Schencke) bekundet, dass er mit Zustimmung seiner Brüder Peter und Johann sowie seiner Erben die halbe Feste und die...
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1361 April 26 b
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1361-1370
1361 April 26
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Nach Cristis geburt dritzenhundirt iar indem eyn und sechtzigistim an Mantage vor sent Walpurge tage
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Ritter Berthold Schenk (Berlt Schencke) bekundet, dass er mit Zustimmung seiner Brüder Peter und Johann sowie seiner Erben die halbe Feste und die halbe Burg Reurieth (Rurit) [bei Hildburghausen] Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, und dem Kloster von Fulda zum Offenhaus (offinslosz) erklärt. Ausgenommen hiervon sind Angelegenheiten, die Berthold selbst, seine Brüder, Erben und die Ganerben der Burg betreffen. Der alte Burgfrieden bleibt bestehen; demnach ist Heinrich zum Schutz der Burg verpflichtet, außer gegen das Reich. Sollte die Burg durch eine Auseinandersetzung Heinrichs oder des Klosters verloren gehen, sollen sich zwei Vertreter beider Parteien nach einem Vierteljahr treffen und über eine Entschädigung für die halbe Burg verhandeln. Im Streitfall soll eine fünfte Person in dieser Angelegenheit entscheiden. Sobald Bertholds Brüder oder Erben zwölf Jahre alt sind, sollen sie die genannten Zusicherungen an Abt und Kloster bestätigen, ebenso wie Erben oder Käufer des anderen Teils der Burg. Auch Bertholds Brüder und Erben sollen hierüber von Heinrich Urkunden erhalten. Die Einhaltung aller Vereinbarungen verspricht Berthold Heinrich in die Hand und schwört es bei allen Heiligen. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen:Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Ritter Berthold Schenk
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Ritter Berthold Schenk (Berlt Schencke) bekundet, dass er mit Zustimmung seiner Brüder Peter und Johann sowie seiner Erben die halbe Feste und die halbe Burg Reurieth (Rurit) [bei Hildburghausen] Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, und dem Kloster von Fulda zum Offenhaus (offinslosz) erklärt. Ausgenommen hiervon sind Angelegenheiten, die Berthold selbst, seine Brüder, Erben und die Ganerben der Burg betreffen. Der alte Burgfrieden bleibt bestehen; demnach ist Heinrich zum Schutz der Burg verpflichtet, außer gegen das Reich. Sollte die Burg durch eine Auseinandersetzung Heinrichs oder des Klosters verloren gehen, sollen sich zwei Vertreter beider Parteien nach einem Vierteljahr treffen und über eine Entschädigung für die halbe Burg verhandeln. Im Streitfall soll eine fünfte Person in dieser Angelegenheit entscheiden. Sobald Bertholds Brüder oder Erben zwölf Jahre alt sind, sollen sie die genannten Zusicherungen an Abt und Kloster bestätigen, ebenso wie Erben oder Käufer des anderen Teils der Burg. Auch Bertholds Brüder und Erben sollen hierüber von Heinrich Urkunden erhalten. Die Einhaltung aller Vereinbarungen verspricht Berthold Heinrich in die Hand und schwört es bei allen Heiligen. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen:Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Ritter Berthold Schenk
Vgl. hierzu Nr. 454.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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