Edler Widekind von Grafschaft (Graschaph) und seine Frau Gerthrudis bekunden, daß der Streit zwischen dem + Abt Widekind von Grafschaft und seinem Konvent und dem Edelherren Adolph von Grafschaft, dem + Vater der Aussteller, um 4 Eigengüter in Gleidorf (Glydorp), Herntrop (Herentorp) und die beiden Lenninghöfe (in Lenninchoven duobus), deren Zugehörigkeit zum Kloster sich aus dem dort aufbewahrten Privileg ergibt, in der Weise beigelegt sei, daß das Kloster dem Edelherren jährlich eine Rente von einer Mark gültiger Pfennige zu zahlen hat. Diese Rente verkauft nun Widekind mit Zustimmung seiner Frau und seiner Brüder Crafto und Heinrich zusammen mit dem Hof Ober-Dreve bei Schmallenberg (Smalenborg) und 3 Hufen im Dorf Grafschaft, nämlich den Hof des Dyther, den Hof des Hildebrand und den Hof, der auf deutsch "Nyegehus" genannt wird, die er alle vom Kloster zu Lehen hatte, wegen seiner Schulden für 24 Mark Pfennige an den Abt Godefrid und seinen Konvent. Die Höfe sollen frei sein von jedem Dienst, Vogtrecht und von jeder Beschwerde auf den Äckern und im Wald, der auf deutsch "marka" heißt. Siegelankündigung des Edelherrn Johannes von Bilstein (Bylsteyne), jetzt Marschall in Westfalen, Widekind Graf von Wittgenstein (Widegensteyne), des Dekans Heinrich in Wormbach (Wormbike), des Ritters Erenfrid von Bredenole und des Ausstellers. Zeugen: Dekan Heinrich in Wormbach, Herbord, Wilhelm, Kellner Conrad, Notar Hermann und Adolph, alles Mönche in Grafschaft, Otto gen. Stumpel, Hermann Richter (iudex), Hermann von Gruwelspe, Rembold, Hinrich gen. Sudertzu, Bürgermeister, Tidericus Becker (Pistor), Antonius, Johannes von Wormbike, Luthard von Mysselenbike, Volman von Langenbike, Bürger in Schmallenberg, Volmar von Ebinchoven. Datum 1284 Mai 28 (in die sancto Pentecostes)