Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
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(1) 1967
Wismar L 87 (W L 3 n. 87)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 11. 1. Kläger K
(1744-1750) 30.01.1750-20.01.1751
Kläger: (2) Franz Georg, Andreas Christian und Hinrich Friedrich, Gebrüder Behncke
Beklagter: Hans Kahl, früherer Provisor der St. Jacobshebung
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A), Johann Franz von Palthen (P) Bekl.: Dr. Carl Christoph Gröning (P)
Fallbeschreibung: Bekl. hat vom Schwager der Kl., Zickermann, 150 Mk. Pacht für die Hebung gefordert und erhalten, hat aber selbst nur 50 Mk. an die Hebung gezahlt. Sie haben versucht, die restlichen 100 Mk. auf gütlichem Weg zu erhalten, waren aber nicht erfolgreich und bitten nun um die Hilfe des Tribunals. Dieses erläßt am 03.02.1750 das gewünschte Mandat an Bekl. mit Frist von 3 Wochen und verschärft dieses am 06.03.1750 auf Antrag der Kl. vom 03.03. auf ein Mandat sine clausula mit Zahlungsfrist von 6 Wochen und angedrohter Vollstreckung. Kahl wendet am 20.04. ein, seine Rechnung sei vom Rat bestätigt worden und erbittet Klärung des Problems. Das Tribunal bestellt am 24.04. den Protonotar Scheffel zum Kommissar, der beide Parteien vorladen und die Sache untersuchen soll. Scheffel kritisiert in seinem Bericht vom 29.05. die Rechnungslegung, die keine Klarheit über den Verbleib des Geldes schafft. Auch Kahl ist über den Verbleib des Geldes nicht aussagefähig und wird von Kl.n am 08.07. aufgefordert, das Geld mit Zinsen an sie zu bezahlen. Das Tribunal fordert Bekl. am 10.07. zur abschließenden Stellungnahme auf, die am 28.07. eingeht und in der Bekl. auf seiner Aussage besteht. Das Tribunal schließt am 29.07. die Beweisaufnahme, am 19.10.1750 bitten Parteien um Prozeßbeschleunigung. Am 18.01.1751 wird Kahl von der Klage entbunden, der Anwalt der Kl. wegen nicht beigebrachter Prozeßvollmacht zu einer Strafe verurteilt.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1750-1751
Prozessbeilagen: (7) von Tribunalspedell C.G. Wolf ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 04.02.1750; Quittung D.O. Zickermanns für Kahl vom 26.07.1744; Bericht Scheffels über die Kommission vom 29.05.1750; Kommissionsprotokoll vom 11.05.1750; Prozeßvollmacht Kahls für Dr. Gröning vom 07.11.1751
Beklagter: Hans Kahl, früherer Provisor der St. Jacobshebung
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A), Johann Franz von Palthen (P) Bekl.: Dr. Carl Christoph Gröning (P)
Fallbeschreibung: Bekl. hat vom Schwager der Kl., Zickermann, 150 Mk. Pacht für die Hebung gefordert und erhalten, hat aber selbst nur 50 Mk. an die Hebung gezahlt. Sie haben versucht, die restlichen 100 Mk. auf gütlichem Weg zu erhalten, waren aber nicht erfolgreich und bitten nun um die Hilfe des Tribunals. Dieses erläßt am 03.02.1750 das gewünschte Mandat an Bekl. mit Frist von 3 Wochen und verschärft dieses am 06.03.1750 auf Antrag der Kl. vom 03.03. auf ein Mandat sine clausula mit Zahlungsfrist von 6 Wochen und angedrohter Vollstreckung. Kahl wendet am 20.04. ein, seine Rechnung sei vom Rat bestätigt worden und erbittet Klärung des Problems. Das Tribunal bestellt am 24.04. den Protonotar Scheffel zum Kommissar, der beide Parteien vorladen und die Sache untersuchen soll. Scheffel kritisiert in seinem Bericht vom 29.05. die Rechnungslegung, die keine Klarheit über den Verbleib des Geldes schafft. Auch Kahl ist über den Verbleib des Geldes nicht aussagefähig und wird von Kl.n am 08.07. aufgefordert, das Geld mit Zinsen an sie zu bezahlen. Das Tribunal fordert Bekl. am 10.07. zur abschließenden Stellungnahme auf, die am 28.07. eingeht und in der Bekl. auf seiner Aussage besteht. Das Tribunal schließt am 29.07. die Beweisaufnahme, am 19.10.1750 bitten Parteien um Prozeßbeschleunigung. Am 18.01.1751 wird Kahl von der Klage entbunden, der Anwalt der Kl. wegen nicht beigebrachter Prozeßvollmacht zu einer Strafe verurteilt.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1750-1751
Prozessbeilagen: (7) von Tribunalspedell C.G. Wolf ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 04.02.1750; Quittung D.O. Zickermanns für Kahl vom 26.07.1744; Bericht Scheffels über die Kommission vom 29.05.1750; Kommissionsprotokoll vom 11.05.1750; Prozeßvollmacht Kahls für Dr. Gröning vom 07.11.1751
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:29 AM CET