Standesherrschaften
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Tektonik
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg (Archivtektonik) >> Standesherrschaften; Selbstverw.körperschaften; Körperschaften; Anstalten u. Stiftungen öffent. Rechts
Überlieferungsgeschichte
Die Rechtsverhältnisse des in Baden 1806 mediatisierten reichsständischen, seither als standesherrlich bezeichneten Adels wurden erstmals im 3. Konstitutionsedikt über die Standesherrlichkeitsverfassung vom 22. Juli 1807 auf der Grundlage der Bestimmungen der Rheinbundakte von 1806 geregelt; weitere Regelungen ergingen in den Folgejahren, insbesondere aufgrund der Wiener Bundesakte von 1815 und der Badischen Vefassung von 1818. Die Standesherren wurden in die erste Klasse des Adels eingeordnet. Ihre alten Privilegien, soweit sie nicht ausdrücklich bestätigt wurden, und die hergebrachten Hoheitsrechte galten als erloschen. Jedoch blieben den standesherrlichen Ämtern als Teil der Landesverwaltung gewisse öffentliche Verwaltungs- und Jurisdiktionsbefugnisse erhalten. Die verbliebenen Vorrechte des standesherrlichen Adels und die standesherrlichen Ämter waren in den folgenden Jahrzehnten Gegenstand mehrerer öffentlich-rechtlicher Vereinbarungen zwischen dem Land Baden und den standesherrlichen Familien (sog. Deklarationen) und wurden sukzessive reduziert; die endgültige Beseitigung der Adelsvorrechte erfolgte nach dem Ende des Ersten Weltkriegs.
Die Rechtsverhältnisse des in Baden 1806 mediatisierten reichsständischen, seither als standesherrlich bezeichneten Adels wurden erstmals im 3. Konstitutionsedikt über die Standesherrlichkeitsverfassung vom 22. Juli 1807 auf der Grundlage der Bestimmungen der Rheinbundakte von 1806 geregelt; weitere Regelungen ergingen in den Folgejahren, insbesondere aufgrund der Wiener Bundesakte von 1815 und der Badischen Vefassung von 1818. Die Standesherren wurden in die erste Klasse des Adels eingeordnet. Ihre alten Privilegien, soweit sie nicht ausdrücklich bestätigt wurden, und die hergebrachten Hoheitsrechte galten als erloschen. Jedoch blieben den standesherrlichen Ämtern als Teil der Landesverwaltung gewisse öffentliche Verwaltungs- und Jurisdiktionsbefugnisse erhalten. Die verbliebenen Vorrechte des standesherrlichen Adels und die standesherrlichen Ämter waren in den folgenden Jahrzehnten Gegenstand mehrerer öffentlich-rechtlicher Vereinbarungen zwischen dem Land Baden und den standesherrlichen Familien (sog. Deklarationen) und wurden sukzessive reduziert; die endgültige Beseitigung der Adelsvorrechte erfolgte nach dem Ende des Ersten Weltkriegs.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:41 PM CET