"Henne Waßmut", Bürger zu Nidda ("Nidde"), und seine Ehefrau Katharina stiften mit Zustimmung des Stadtrats "das Salve von der hoichgelobtten hymmel konnegynne und magdt Marien der muter des almechtigen gottis", zu singen in der Kapelle in der Stadt Nidda ("Nidde") jeden Sonntagabend, mit nachfolgender Antiphon Recordare (oder einer andern je nach dem Tag), und bestellen zur Ausführung der Stiftung mit Zustimmung des Herrn Philipp von Reifenberg ("Philipßen von Riffenberg"), Komturs zu Nidda ("Nidde") und zu "Rudekem", Johanniterordens, und seines Konvents zu Nidda ("Nidde") (die Herrn "Endriß Iring", Prior, Peter Rudolfi, Rudolf "Ringelßhusen" und "Wernher Lupi"); mindestens einer der Herrn soll beim Salve anwesend sein und die nachfolgende Kollekte singen, "und daz sail thun der ytzo in der pharr kirchen wochenner ist", oder ein Stellvertreter; der Schulmeister soll mit seinen Schülern das Salve einläuten und die Kerzen im Chor anzünden. Dafür erhalten die Herrn 2 fl. Wiederkaufszins Frankfurter Währung, fällig auf Petri Stuhlfeier, und zwar 1fl. von Peter "Kochen", Bürger zu Ortenberg ("Orthenberg"), und 1 fl. von Katharina ("Katherinen"), "Henne Benetsch" Witwe zu Nidda ("Nidde"), und ihrem Eidam "Clasen Wederßheym". Bei Auszahlung des Zinsbetrags an die genannten ausführenden Herrn dürfen die Baumeister eine Mass Wein zu vertrinken nehmen. Jeder Herr, der das Salve singen hilft und die Kollekte liest, erhält jeweils 6 alte Heller Frankfurter Währung; der Schulmeister erhält von dem genannten Zins 1/2 fl. auf Petri Stuhlfeier. Wird das Salve versäumt, so zahlen die Herrn für jedes Versäumnis 6 alte Heller Frankfurter Währung. S. 1) der Komtur, 2) "Asimus Doring", Amtmann zu Nidda ("Nidde") und zu Liebsberg, 3) großes S. der Stadt Nidda ("Nidde"). "Der gegeben ist a.d. millesimo quadringentesimo septuagesimosexto."

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