Kläger: August, Ulrich und Franz Spo(e)rcke zu Molzahn, später ihre Erben in Braunschweig-Lüneburg, Beklagter: Herzog Franz II. von Sachsen-Lauenburg, Prozessvertreter: Dr. Marsilius Bergner, Dr. Sigismund Haffner, Dr. Georg Sartorius, Dr. Barthold Giesenbier, Dr. Abraham Ludwig von Gülich, Dr. Johann Melchior Reinhardt, Lizentiat der Rechte Peter Paul Steuernagel, Notar Johann Jacob Ritter, Dr. Vincenz König, Dr. Paul Gambs, Lizentiat der Rechte Ulrich Daniel Kühorn, Streitgegenstand: Streit um eine Schuldforderung der Erben des Franz Spörcke (d. Ä.), Hauptmann zu Boizenburg gegen die lauenburgischen Herzöge
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Kläger: August, Ulrich und Franz Spo(e)rcke zu Molzahn, später ihre Erben in Braunschweig-Lüneburg, Beklagter: Herzog Franz II. von Sachsen-Lauenburg, Prozessvertreter: Dr. Marsilius Bergner, Dr. Sigismund Haffner, Dr. Georg Sartorius, Dr. Barthold Giesenbier, Dr. Abraham Ludwig von Gülich, Dr. Johann Melchior Reinhardt, Lizentiat der Rechte Peter Paul Steuernagel, Notar Johann Jacob Ritter, Dr. Vincenz König, Dr. Paul Gambs, Lizentiat der Rechte Ulrich Daniel Kühorn, Streitgegenstand: Streit um eine Schuldforderung der Erben des Franz Spörcke (d. Ä.), Hauptmann zu Boizenburg gegen die lauenburgischen Herzöge
LASH, Abt. 390 Nr. 481
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar >> 1 Prozessakten
1595-1669
Enthält: RKG 1595-1668 (1595-1669); Schuldverschreibungen des Herzogs Franz I. 1569, 1571 für Franz Spörcke unter Verpfändung zunächst des Hofes Mustin, dann des Zolls zu Arlenburg (Q 5, 23); Dokumente aus den Streitigkeiten, kaiserliche Reskripte und Abschiede der lauenburgischen Ritter- und Landschaft, Aktenstücke 1569-1630 (Q 15, 41, 43-44); kaiserliche "Commissio" 1574 an den Kurfürsten von Sachsen und die Herzöge von Holstein und Braunschweig-Lüneburg zur Schlichtung der strittigen Sache, weitere Aktenstücke (Q 9, 24-26); Aktenstücke aus anderen Prozessen der lauenburgischen Herzöge mit Johann von Oberhausen (Obbershausen) zu Eldingen und dem Rat der Stadt Lüneburg wegen Schuldforderungen 1585 -1597, kaiserliches Premotorialschreiben (Q 11-13, 19; vgl. Abt. 390 Nr. 260, 293); Aktenstücke über die Güteverhandlungen zwischen den lauenburgsichen Herzögen und Barthold von Bülow, Major, zu Northeim als Erbe des Franz Spörcke, Interzessionsschreiben des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg, Deponierung der Gelder beim Rat der Stadt Lüneburg, Vergleich zwischen den Parteien 1666-1669 (Q 63ff)
Verzeichnung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 13:01 MEZ