Pfarrarchiv Zella (Bestand)
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E 1 Zella v. O.
Landeskirchliches Archiv Kassel (Archivtektonik) >> Kirchengemeinden, Gesamtverbände >> Kirchspiele und Kirchengemeinden (Pfarrarchive)
Bestandsbeschreibung: Geschichte der Kirchengemeinde
Zella liegt an der Mündung der Antreff in die Schwalm. Im nördlichen Winkel zwischen beiden Bachläufen entstand der annähernd kreisrunde Kern der Siedlung, die 1224 in einer Urkunde der Reichsabtei Hersfeld als de Cello erstmals erwähnt wurde. Der Ortsname lässt eine klösterliche Außenstelle vermuten.
In der Hierarchie des Erzbistums Mainz war der Ort während des Hoch- und Spätmittelalters dem Archidiakonat von St. Stephan in Mainz, dem Dekanat Amöneburg und dessen Sendbezirk Treysa zugeordnet. 1240 trat ein Priester, 1316 ein Pleban urkundlich auf. Die Patronatsrechte übte die Reichsabtei Hersfeld aus, zeitweise alternierend mit der Familie Nodung von Wehrda.
Die Pfarrei war spätestens seit der Reformation auch für die Gemeinde Loshausen zuständig, die 1527 Tochter von Zella genannt wurde. Ihr war 1580 der Ort Gungelshausen eingepfarrt, der davor und auch danach direkt zur Muttergemeinde gehörte. Sie umfasste im 18. Jahrhundert auch die eingepfarrten Orte Leimbach und Ransbach, die spätestens ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Filialgemeinde Loshausen zählen.
Nach der Reformation gehörte das Kirchspiel Zella zur Superintendentur Kassel und in ihr zur Pfarreiklasse Ziegenhain. Bei der Neuordnung der kirchlichen Strukturen nach dem Ersten Weltkrieg 1924 kam Zella zum Kirchenkreis Ziegenhain im Westsprengel der Landeskirche in Hessen-Kassel. Seit 1945 gehört die evangelisch-reformierte Gemeinde zum Kirchenkreis Ziegenhain der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
Die Pfarrkirche von Zella steht abgesetzt vom alten Ortskern auf dem teilweise ummauerten Kirchhof. Ihr Mauerwerk ist zum Teil noch mittelalterlich. Umbauten fanden 1698 und 1768 statt. In seiner heutigen Form geht der rechteckige Saal auf die Neugestaltung von 1805/06 zurück. An älterem Inventar blieben außen die Wetterfahne von 1768 und innen der um 1700 entstandene Schalldeckel der Kanzel erhalten. 1844 baute August Röth eine Orgel ein, an der er seit 1842 gearbeitet hatte.
Weitere Renovierungen der Kirche von Zella erfolgten 1840, 1897, 1947/48 und 1974. Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts fanden die Gottesdienste für das ganze Kirchspiel alternierend in Zella und Loshausen statt, so dass in beiden Kirchen nur jeden zweiten Sonn- und Feiertag gepredigt wurde..
Das 1665 erbaute Pfarrhaus wurde 1959 durch einen Neubau mit Gemeinderaum in der Holzburger Straße 4 abgelöst.
Pfarrerliste
1521/22 - 1543 Johannes Fritsch
Letzter katholischer und erster evangelischer Geistlicher der Pfarrei
1543 - 1556 Valentin Stroh oder Illud
1556 - 1590 Matthias Hüther oder Pilearius
1590 - 1599 Johann Babst
1599 - 1631 Ludwig Gruber
1631 - 1671 Eckhard Gruber
1671 - 1691 Nicolaus Gruber
1691 - 1729 Daniel Heinrich Hautel
1729 - 1746 Matthäus Brambeer
1746 - 1761 Johann Wilhelm Werner
1761 - 1762 Ernst Philipp Krug
1762 - 1772 Johann Friedrich Günther
1772 - 1778 Conrad Faust
1779 - 1789 Johann George Bausch
1789 - 1834 Johann Philipp Egger
1835 - 1845 Georg Leonhard Schilling
1846 - 1873 Konrad Riebeling
1874 - 1883 Ferdinand Konrad Magnus Riebeling
1883 - 1911 Carl Moutoux
1912 - 1929 Heinrich Wilhelm Moutoux
1931 - 1933 Friedrich Fritsch
1934 - 1967 Richard Carl
1967 - 2002 Johannes Rohde
Seit 2002 Gert Rübeling
Zella liegt an der Mündung der Antreff in die Schwalm. Im nördlichen Winkel zwischen beiden Bachläufen entstand der annähernd kreisrunde Kern der Siedlung, die 1224 in einer Urkunde der Reichsabtei Hersfeld als de Cello erstmals erwähnt wurde. Der Ortsname lässt eine klösterliche Außenstelle vermuten.
In der Hierarchie des Erzbistums Mainz war der Ort während des Hoch- und Spätmittelalters dem Archidiakonat von St. Stephan in Mainz, dem Dekanat Amöneburg und dessen Sendbezirk Treysa zugeordnet. 1240 trat ein Priester, 1316 ein Pleban urkundlich auf. Die Patronatsrechte übte die Reichsabtei Hersfeld aus, zeitweise alternierend mit der Familie Nodung von Wehrda.
Die Pfarrei war spätestens seit der Reformation auch für die Gemeinde Loshausen zuständig, die 1527 Tochter von Zella genannt wurde. Ihr war 1580 der Ort Gungelshausen eingepfarrt, der davor und auch danach direkt zur Muttergemeinde gehörte. Sie umfasste im 18. Jahrhundert auch die eingepfarrten Orte Leimbach und Ransbach, die spätestens ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Filialgemeinde Loshausen zählen.
Nach der Reformation gehörte das Kirchspiel Zella zur Superintendentur Kassel und in ihr zur Pfarreiklasse Ziegenhain. Bei der Neuordnung der kirchlichen Strukturen nach dem Ersten Weltkrieg 1924 kam Zella zum Kirchenkreis Ziegenhain im Westsprengel der Landeskirche in Hessen-Kassel. Seit 1945 gehört die evangelisch-reformierte Gemeinde zum Kirchenkreis Ziegenhain der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
Die Pfarrkirche von Zella steht abgesetzt vom alten Ortskern auf dem teilweise ummauerten Kirchhof. Ihr Mauerwerk ist zum Teil noch mittelalterlich. Umbauten fanden 1698 und 1768 statt. In seiner heutigen Form geht der rechteckige Saal auf die Neugestaltung von 1805/06 zurück. An älterem Inventar blieben außen die Wetterfahne von 1768 und innen der um 1700 entstandene Schalldeckel der Kanzel erhalten. 1844 baute August Röth eine Orgel ein, an der er seit 1842 gearbeitet hatte.
Weitere Renovierungen der Kirche von Zella erfolgten 1840, 1897, 1947/48 und 1974. Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts fanden die Gottesdienste für das ganze Kirchspiel alternierend in Zella und Loshausen statt, so dass in beiden Kirchen nur jeden zweiten Sonn- und Feiertag gepredigt wurde..
Das 1665 erbaute Pfarrhaus wurde 1959 durch einen Neubau mit Gemeinderaum in der Holzburger Straße 4 abgelöst.
Pfarrerliste
1521/22 - 1543 Johannes Fritsch
Letzter katholischer und erster evangelischer Geistlicher der Pfarrei
1543 - 1556 Valentin Stroh oder Illud
1556 - 1590 Matthias Hüther oder Pilearius
1590 - 1599 Johann Babst
1599 - 1631 Ludwig Gruber
1631 - 1671 Eckhard Gruber
1671 - 1691 Nicolaus Gruber
1691 - 1729 Daniel Heinrich Hautel
1729 - 1746 Matthäus Brambeer
1746 - 1761 Johann Wilhelm Werner
1761 - 1762 Ernst Philipp Krug
1762 - 1772 Johann Friedrich Günther
1772 - 1778 Conrad Faust
1779 - 1789 Johann George Bausch
1789 - 1834 Johann Philipp Egger
1835 - 1845 Georg Leonhard Schilling
1846 - 1873 Konrad Riebeling
1874 - 1883 Ferdinand Konrad Magnus Riebeling
1883 - 1911 Carl Moutoux
1912 - 1929 Heinrich Wilhelm Moutoux
1931 - 1933 Friedrich Fritsch
1934 - 1967 Richard Carl
1967 - 2002 Johannes Rohde
Seit 2002 Gert Rübeling
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 07:29 MEZ