Familie von Kotze (Bestand)
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NLA WO, 288 N
Nds. Landesarchiv, Abt. Wolfenbüttel (Archivtektonik) >> Gliederung >> 4 Nichtstaatliches Schriftgut (N) >> 4.8 Guts- und Familienarchive, Einzelpersonen
1676-1882
Enthält: Güterverwaltung allg.; Lehenssachen, betr. auch Klein Biewende, auch Lehnsprotokoll; Prozesse; Wirtschaftsführung, Hypothekensachen; Erbverträge, Testamente, Ansprüche; allg. Familiensachen
Geschichte des Bestandsbildners: Die Familie von Kotze ist ein obersächsisch-magdeburgisches Adelsgeschlecht. Unkundliche Erwähnung findet diese zuerst 1112, weitere Mitglieder werden in den Jahren 1234 und 1243 genannt. Die Stammreihe beginnt schließlich 1316 mit Hermann von Kotze. Der Besitz der Familie lag im Erzstift bzw. späteren Herzogtum Magdeburg sowie im Hochstift Merseburg, u.a. in Ammendorf, Altenhausen, Alvensleben, Beesen, Döllnitz, Dornburg/Elbe, Groß Germersleben, Klein Germersleben, Lodersleben und Klein Oschersleben, Großkugel, Tornau und Parchen. Zwischen 1454 und 1540 war die Familie Lehnsinhaber von Gütern in Kirchscheidungen. Einer der bekanntesten Familienmitglieder war Leberecht von Kotze (1850-1920), der als kaiserlicher Hofzeremonienmeister 1891 in einen Skandal in der Hofgesellschaft involviert war (Kotze-Affäre).
Stand: Oktober 2018
Bestandsgeschichte: Unterlagen der Familie von Kotze aus dem Familienarchiv in Klein Oschersleben (Bundesland Sachsen-Anhalt) wurden im hiesigen Archiv im Jahre 1986 zusammen mit einer größeren Zahl von Urkunden (104 Urk) unter Eigentumsvorbehalt hinterlegt (Zg. 1/1986). Es handelt sich nur um einen kleinen Teil des einstigen Familienarchivs, der überwiegendere Teil ist im Landesarchiv Sachsen-Anhalt in Magdeburg zu finden, hier insbesondere als dem zweiten Hauptsitz der Familie in Groß Germersleben.
1994/95 wurde die Überführung der beiden Bestände in das Landesarchiv Sachsen-Anhalt nach Magdeburg zur Vereinigung des Familienarchivs durch den Depositar (von Kotze'scher Familienverband) zunächst erwogen, dann aber wieder verworfen. Nach dieser Entscheidung im Oktober 1996 wurde der Bestand im Januar 1997 durch Dr. Schwarz verzeichnet.
Ein weiterer Vorstoß zur Vereinigung des Kotze'schen Familienarchivs im Landesarchiv Sachsen-Anhalt wurde im Herbst 2018 durch das Landesarchiv Sachsen-Anhalt unternommen. Eine Entscheidung über die Zukunft der beiden Wolfenbütteler Bestände hat der Familienverband als Depositar bisher noch nicht gefallen.
Stand: März 1997 (erweitert Januar 2020)
Bearbeiter: Dr. Ulrich Schwarz (1997)
Bearbeiter: Dr. Christian Helbich (2018, 2020)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: ja
Zusatzinformationen: vollständig verzeichnet
Geschichte des Bestandsbildners: Die Familie von Kotze ist ein obersächsisch-magdeburgisches Adelsgeschlecht. Unkundliche Erwähnung findet diese zuerst 1112, weitere Mitglieder werden in den Jahren 1234 und 1243 genannt. Die Stammreihe beginnt schließlich 1316 mit Hermann von Kotze. Der Besitz der Familie lag im Erzstift bzw. späteren Herzogtum Magdeburg sowie im Hochstift Merseburg, u.a. in Ammendorf, Altenhausen, Alvensleben, Beesen, Döllnitz, Dornburg/Elbe, Groß Germersleben, Klein Germersleben, Lodersleben und Klein Oschersleben, Großkugel, Tornau und Parchen. Zwischen 1454 und 1540 war die Familie Lehnsinhaber von Gütern in Kirchscheidungen. Einer der bekanntesten Familienmitglieder war Leberecht von Kotze (1850-1920), der als kaiserlicher Hofzeremonienmeister 1891 in einen Skandal in der Hofgesellschaft involviert war (Kotze-Affäre).
Stand: Oktober 2018
Bestandsgeschichte: Unterlagen der Familie von Kotze aus dem Familienarchiv in Klein Oschersleben (Bundesland Sachsen-Anhalt) wurden im hiesigen Archiv im Jahre 1986 zusammen mit einer größeren Zahl von Urkunden (104 Urk) unter Eigentumsvorbehalt hinterlegt (Zg. 1/1986). Es handelt sich nur um einen kleinen Teil des einstigen Familienarchivs, der überwiegendere Teil ist im Landesarchiv Sachsen-Anhalt in Magdeburg zu finden, hier insbesondere als dem zweiten Hauptsitz der Familie in Groß Germersleben.
1994/95 wurde die Überführung der beiden Bestände in das Landesarchiv Sachsen-Anhalt nach Magdeburg zur Vereinigung des Familienarchivs durch den Depositar (von Kotze'scher Familienverband) zunächst erwogen, dann aber wieder verworfen. Nach dieser Entscheidung im Oktober 1996 wurde der Bestand im Januar 1997 durch Dr. Schwarz verzeichnet.
Ein weiterer Vorstoß zur Vereinigung des Kotze'schen Familienarchivs im Landesarchiv Sachsen-Anhalt wurde im Herbst 2018 durch das Landesarchiv Sachsen-Anhalt unternommen. Eine Entscheidung über die Zukunft der beiden Wolfenbütteler Bestände hat der Familienverband als Depositar bisher noch nicht gefallen.
Stand: März 1997 (erweitert Januar 2020)
Bearbeiter: Dr. Ulrich Schwarz (1997)
Bearbeiter: Dr. Christian Helbich (2018, 2020)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: ja
Zusatzinformationen: vollständig verzeichnet
0,3
Bestand
Literatur: G.A.v. Mülverstedt, Urkundenregesten zur Geschichte und Genealogie der Herren von Kotze, Magdeburg 1866 (Zg. 156/86).
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST