Mainz, 1576.03.18. (Richter Johann von Karben). Frau Katharina, nachgelassene Tochter des Drehers Hans Lauter, macht ihr Testament: Sie vermacht ihrer Mutter Margreth eine graue Sockenei, ihrem Schwager Alexander Braun 8 fl. (die sie ihm geliehen), weil sie eine Zeitlang in seinem Haus eine Kammer innegehabt, ferner ihrer Schwester Beatrix 4 Taler (die sie ihr geliehen), ihrem Bruder Jörg Dreeher 10 fl. (die sie ihm geliehen), ihrer Schwester Mergen Tochter Anna ein Leibchen aus rotem Taffet und ein blaues Schürzentuch. Haupterbe ist ihr Bruder Hans Lauter. Z.: Bonifaz Wons, Heinrich Bretzenheimer, Hans Keym, Hans Lipperer, Peter Fackenhofen, Jakob Beck, Peter Winther.
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Mainz, 1576.03.18. (Richter Johann von Karben). Frau Katharina, nachgelassene Tochter des Drehers Hans Lauter, macht ihr Testament: Sie vermacht ihrer Mutter Margreth eine graue Sockenei, ihrem Schwager Alexander Braun 8 fl. (die sie ihm geliehen), weil sie eine Zeitlang in seinem Haus eine Kammer innegehabt, ferner ihrer Schwester Beatrix 4 Taler (die sie ihr geliehen), ihrem Bruder Jörg Dreeher 10 fl. (die sie ihm geliehen), ihrer Schwester Mergen Tochter Anna ein Leibchen aus rotem Taffet und ein blaues Schürzentuch. Haupterbe ist ihr Bruder Hans Lauter. Z.: Bonifaz Wons, Heinrich Bretzenheimer, Hans Keym, Hans Lipperer, Peter Fackenhofen, Jakob Beck, Peter Winther.
U / 1576 März 18 (in 5 / 6)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
18.03.1576
Stadtgericht Mainz
In 5 / 06, fol. 80 r.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ