Der Dekan Dr. Adolph Gottfried Volusius und das Kapitel des Mainzer Kollegiat-Stifts St. Maria ad Gradus verkaufen den dem Stift gehörenden Anteil des auf dem St. Stephansberg liegenden, zum Löwen genannten freien Präbendplatzes mitsamt dem darauf stehenden Haus, welches vormals vom Maurer Hans Henrich Jost erbaut und bewohnt wurde, an Mathes Müller, seine Ehefrau und seine drei Söhne Peter, Hans Theobald und Jakob Müller unter folgenden Bedingungen: Erstens muss der Käufer dem Stift oder dessen jeweiligen Präbendamtmann einen jährlichen Grundzins in Höhe von einem Pfund Wachs zahlen; zweitens müssen die ihnen vorgestreckten 30 Gulden Batzen mit einem Reichstaler pro Jahr abbezahlt werden und drittens wird der Besitz mit allem, "was jetzt darin repariert und nagelfest ist", ohne jegliches "Entgeld" wieder an das Stift zurückfallen, sobald alle erwähnten Personen der Familie verstorben sind. Wenn das Stift im letztgenannten Fall den Besitz wieder verkaufen sollte und zwar an Personen, die dem Stift nicht angehören, dann soll den Enkeln der Familie Müller ein Vorrecht auf den Kauf eingeräumt werden, sofern diese dasselbe wie andere Interessenten bieten und sich gegenüber dem Stift "wohl verhalten". Darauf folgt die Ankündigung des Stiftssiegels.