Angerort.: Nach dem Tode des Henrich Peter von Reiner brachte dessen ältester Sohn Geheimrat, Lehndirektor und Archivar Joan Paul von Reiner solches Pfandschaftsrecht von seinen übrigen Geschwistern an sich. In Ansehung der von diesem und dessen Vater vorgedacht am Schloss Angeroth und dessen Zubehör verfügter ansehentlich und unausstellig gewesener Reparationen fortan der Rheinbattung verlegter schwerer Kosten wurde anfangs bei der Hofkammer und nachgehends bei hiesiger Regierung zur frömmlichen Untersuchung abgeschritten und endlich cognitione plenaria pravia lands- und lehnherrlich gnädigst für gut befunden, jetzgedachten von Reiner mit dem Schloss Angeroth und dessen Zubehör tanquam feudo mere hareditario dergestalten belehnen zu lassen, dass dem Landes- und Lehnherren jederzeit unbenommen sein solle, gegen Erlegung einer Summe von 12.000 Reichstaler das Lehen wiederum einzulösen, inmaßen dann solchergestalten mit der Belehnung verfahren worden ist. Zerstörtes Siegel hängt an.
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Angerort.: Nach dem Tode des Henrich Peter von Reiner brachte dessen ältester Sohn Geheimrat, Lehndirektor und Archivar Joan Paul von Reiner solches Pfandschaftsrecht von seinen übrigen Geschwistern an sich. In Ansehung der von diesem und dessen Vater vorgedacht am Schloss Angeroth und dessen Zubehör verfügter ansehentlich und unausstellig gewesener Reparationen fortan der Rheinbattung verlegter schwerer Kosten wurde anfangs bei der Hofkammer und nachgehends bei hiesiger Regierung zur frömmlichen Untersuchung abgeschritten und endlich cognitione plenaria pravia lands- und lehnherrlich gnädigst für gut befunden, jetzgedachten von Reiner mit dem Schloss Angeroth und dessen Zubehör tanquam feudo mere hareditario dergestalten belehnen zu lassen, dass dem Landes- und Lehnherren jederzeit unbenommen sein solle, gegen Erlegung einer Summe von 12.000 Reichstaler das Lehen wiederum einzulösen, inmaßen dann solchergestalten mit der Belehnung verfahren worden ist. Zerstörtes Siegel hängt an.
AA 0027, 1 Urk. 5
AA 0027 Berg, Lehen, Specialia (AA 0027)
Berg, Lehen, Specialia (AA 0027) >> Angerort.
1755 Februar 26 (1755 März 15)
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:25 MESZ