Nachlass Gustav Adolf Decker (1853-1921) (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 2/37
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Nachlässe, Verbands- und Familienarchive >> Sonstige Nachlässe
1818-1934
Überlieferungsgeschichte
Professor Dr. Hansmartin Decker-Hauff, der Enkel von Gustav Adolf Decker, übergab dessen Nachlass zusammen mit den Unterlagen seines Familienarchivs (Q 3/36) dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin wird er jedoch gesondert unter der Signatur Q 2/37 aufbewahrt.
Inhalt und Bewertung
Gustav Adolf Decker wurde am 20. Februar 1853 in Alpirsbach als Sohn eines Realschullehrers geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Als Jugendlicher besuchte er zunächst die Vorklasse der naturwissenschaftlich orientierten Polytechnischen Schule in Stuttgart, wechselte aber dann zum Eberhard-Ludwigs-Gymnasium, um alte Sprachen zu lernen. Dementsprechend studierte Decker nach dem Krieg von 1870/71 Philologie in Straßburg und Tübingen. 1877 holte der Leiter der Knabenschule in Korntal, Professor Pfleiderer, den jungen Philologen als Lehrer an sein Institut. Schon im Herbst 1878 wurde Gustav Adolf Decker zum Rektor an der dortigen "Höheren Mädchenschule" ernannt und stand der "Frauenarbeitsschule" vor. Außerdem waren er und seine Frau Frida geb. Braun, die er im Jahr seiner Ankunft in der Brüdergemeinde geheiratet hatte, Hauseltern im Pensionat des "Töchterinstituts". Gustav Adolf Decker blieb bis zu seinem Tod in Korntal. Am 26. November 1921 starb er an den Folgen eines Schlaganfalls.
Der Nachlass beinhaltet Dokumente über die Brüdergemeinden in Korntal und Wilhelmsdorf im 19. und frühen 20. Jahrhundert, v.a. über die Organisation der Gemeinden in den Anfangsjahren und deren Weiterführung. Außerdem befinden sich in diesem Bestand u.a. Zeitungsausschnitte zur Sonderstellung der Korntaler Gemeinde und anderen Themen, Korrespondenzen mit weiteren Brüdergemeinden und Überlegungen zur Zukunft Wilhelmsdorfs von Gründer Gottlieb Wilhelm Hoffmann.
Professor Dr. Hansmartin Decker-Hauff, der Enkel von Gustav Adolf Decker, übergab dessen Nachlass zusammen mit den Unterlagen seines Familienarchivs (Q 3/36) dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin wird er jedoch gesondert unter der Signatur Q 2/37 aufbewahrt.
Inhalt und Bewertung
Gustav Adolf Decker wurde am 20. Februar 1853 in Alpirsbach als Sohn eines Realschullehrers geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Als Jugendlicher besuchte er zunächst die Vorklasse der naturwissenschaftlich orientierten Polytechnischen Schule in Stuttgart, wechselte aber dann zum Eberhard-Ludwigs-Gymnasium, um alte Sprachen zu lernen. Dementsprechend studierte Decker nach dem Krieg von 1870/71 Philologie in Straßburg und Tübingen. 1877 holte der Leiter der Knabenschule in Korntal, Professor Pfleiderer, den jungen Philologen als Lehrer an sein Institut. Schon im Herbst 1878 wurde Gustav Adolf Decker zum Rektor an der dortigen "Höheren Mädchenschule" ernannt und stand der "Frauenarbeitsschule" vor. Außerdem waren er und seine Frau Frida geb. Braun, die er im Jahr seiner Ankunft in der Brüdergemeinde geheiratet hatte, Hauseltern im Pensionat des "Töchterinstituts". Gustav Adolf Decker blieb bis zu seinem Tod in Korntal. Am 26. November 1921 starb er an den Folgen eines Schlaganfalls.
Der Nachlass beinhaltet Dokumente über die Brüdergemeinden in Korntal und Wilhelmsdorf im 19. und frühen 20. Jahrhundert, v.a. über die Organisation der Gemeinden in den Anfangsjahren und deren Weiterführung. Außerdem befinden sich in diesem Bestand u.a. Zeitungsausschnitte zur Sonderstellung der Korntaler Gemeinde und anderen Themen, Korrespondenzen mit weiteren Brüdergemeinden und Überlegungen zur Zukunft Wilhelmsdorfs von Gründer Gottlieb Wilhelm Hoffmann.
12 Bü (0,1 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ