Oppeln-Bronikowski, Hermann von (Bestand)
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VI. HA, Nl Oppeln-Bronikowski, H. v.
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Laufzeit: 1866 - 1904
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1899 - 1966
Hans Hermann von Oppeln-Bronikowski, zweiter Sohn des Oberstleutnant Johann Ferdinand Franz (1791 - 1851) und der Louise Wilhelmine geb. Müllensieffen (1797 - 1884), wurde am 26. Februar 1826 in Iserlohn geboren. Ab 1837 Kadett zu Potsdam, ab 1840 zu Berlin, wurde er im August 1843 als Sekondelieutenant der Garde-Artilleriebrigade aggregiert. Am 8. September 1846 legte er die Prüfung zum Offizier der Artillerie ab.
Die Stationen seiner weiteren Karriere folgten rasch: 1854 Premierleutnant, 1858 Hauptmann im Garde-Artillerieregiment, 1863 Major im Kriegsministerium, 1866 Oberstleutnant, 1870 Kommandeur des Hessischen Feld-Artillerieregiments Nr. 11. Im gleichen Jahr wurde er zum Oberst ernannt.
Zahlreiche Auszeichnungen wurden ihm zuteil: Roter Adlerorden IV. (1865) und II. Klasse mit Eichenlaub (1877), Eisernes Kreuz II. (1870) und I. Klasse (1873), Kronenorden II. Klasse mit Stern, daneben auch nichtpreußische Ehrungen: Ritterkreuz des Großherzoglich Badischen Ordens vom Zähringer Löwen (1860), Ernennung zum Ritter des brasilianischen Rosenordens (1861), Komturkreuz II. Klasse des Herzoglich Sachsen Ernestinischen Hausordens mit Schwertern (1871), Komturkreuz des Kgl. Bayerischen Militär-Verdienstordens (1872), Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinsches Militärverdienstkreuz (1872).
Im August 1878 wurde sein Abschiedsgesuch angenommen, von Oppeln-Bronikowski mit dem Charakter als Generalleutnant zur Disposition gestellt. Er starb am 27. September 1904 in Wiesbaden.
Hermann von Oppeln-Bronikowski war seit 1863 mit Elise Eleonore Wilhelmine Henriette Susanne Heyn, Tochter des braunschweigischen Konsuls Heinrich Julius Heyn verheiratet (1844 - 1889). Von ihren Kindern lebten beim Tod der Mutter im Jahr 1889 Tochter Frieda, geb. 1866 und Sohn Fritz, geb. 1873.
Der vorliegende Nachlass wurde dem GStA PK im April 2012 von Friedrich-Wilhelm von Oppeln-Bronikowski, dem Enkel des Nachlassers, als Geschenk übergeben. Er besteht aus einer nahezu vollständigen Sammlung der Zeugnisse und Patente, die Auskunft über seine berufliche Laufbahn geben. Eine dazugehörige Sammlung von Orden und Ehrenzeichen wurde der entsprechenden Sammlung des GStA PK angegliedert (GStA PK, VIII. HA Siegel, Wappen, Genealogie, D Münzen, Orden und Medaillen, Nr. ). Hinzu kommen einige Unterlagen zur Familie von Oppeln-Bronikowski, etwa Personenstandsunterlagen (Geburts- und Taufurkunden) von zwei verstorbenen Kindern und Familienbriefe.
Dabei befinden sich vor allem Briefe, die Hermanns älterer Bruder Johann Otto Julius, geb. 1825 an seinen Bruder Hermann, seine Schwester Charlotte und an seine Mutter schrieb. Otto von Oppeln-Bronikowski hatte ebenfalls die militärische Laufbahn eingeschlagen, jedoch bereits im Jahr 1850 den Abschied eingereicht und war zusammen mit einer Gruppe um Hermann Graf zur Lippe nach Mittelamerika ausgewandert. Nach Stationen in Nicaragua und Costa Rica hatte er sich im Januar 1864 als einfacher Soldat im 16. freiwilligen New Yorker Artillerieregiment für drei Jahre verpflichtet. Er starb 1864 oder 1865 unter nicht geklärten Umständen in Fort Yorktown, Virginia (Informationen der Familie).
Letzte Vergebene Nr.:
Der Nachlass ist zu zitieren:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Hermann von Oppeln-Bronikowski, Nr. ...
Der Nachlass ist zu bestellen:
VI. HA Nl Oppeln-Bronikowski, Nr. ...
Literatur:
Soldatisches Führertum. Hrsg. von Kurt von Priesdorff. Hamburg 1937-42. Nr. 2534.
Berlin, im Oktober 2012
Dr. Schnelling-Reinicke
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Oppeln-Bronikowski, H. v.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1899 - 1966
Hans Hermann von Oppeln-Bronikowski, zweiter Sohn des Oberstleutnant Johann Ferdinand Franz (1791 - 1851) und der Louise Wilhelmine geb. Müllensieffen (1797 - 1884), wurde am 26. Februar 1826 in Iserlohn geboren. Ab 1837 Kadett zu Potsdam, ab 1840 zu Berlin, wurde er im August 1843 als Sekondelieutenant der Garde-Artilleriebrigade aggregiert. Am 8. September 1846 legte er die Prüfung zum Offizier der Artillerie ab.
Die Stationen seiner weiteren Karriere folgten rasch: 1854 Premierleutnant, 1858 Hauptmann im Garde-Artillerieregiment, 1863 Major im Kriegsministerium, 1866 Oberstleutnant, 1870 Kommandeur des Hessischen Feld-Artillerieregiments Nr. 11. Im gleichen Jahr wurde er zum Oberst ernannt.
Zahlreiche Auszeichnungen wurden ihm zuteil: Roter Adlerorden IV. (1865) und II. Klasse mit Eichenlaub (1877), Eisernes Kreuz II. (1870) und I. Klasse (1873), Kronenorden II. Klasse mit Stern, daneben auch nichtpreußische Ehrungen: Ritterkreuz des Großherzoglich Badischen Ordens vom Zähringer Löwen (1860), Ernennung zum Ritter des brasilianischen Rosenordens (1861), Komturkreuz II. Klasse des Herzoglich Sachsen Ernestinischen Hausordens mit Schwertern (1871), Komturkreuz des Kgl. Bayerischen Militär-Verdienstordens (1872), Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinsches Militärverdienstkreuz (1872).
Im August 1878 wurde sein Abschiedsgesuch angenommen, von Oppeln-Bronikowski mit dem Charakter als Generalleutnant zur Disposition gestellt. Er starb am 27. September 1904 in Wiesbaden.
Hermann von Oppeln-Bronikowski war seit 1863 mit Elise Eleonore Wilhelmine Henriette Susanne Heyn, Tochter des braunschweigischen Konsuls Heinrich Julius Heyn verheiratet (1844 - 1889). Von ihren Kindern lebten beim Tod der Mutter im Jahr 1889 Tochter Frieda, geb. 1866 und Sohn Fritz, geb. 1873.
Der vorliegende Nachlass wurde dem GStA PK im April 2012 von Friedrich-Wilhelm von Oppeln-Bronikowski, dem Enkel des Nachlassers, als Geschenk übergeben. Er besteht aus einer nahezu vollständigen Sammlung der Zeugnisse und Patente, die Auskunft über seine berufliche Laufbahn geben. Eine dazugehörige Sammlung von Orden und Ehrenzeichen wurde der entsprechenden Sammlung des GStA PK angegliedert (GStA PK, VIII. HA Siegel, Wappen, Genealogie, D Münzen, Orden und Medaillen, Nr. ). Hinzu kommen einige Unterlagen zur Familie von Oppeln-Bronikowski, etwa Personenstandsunterlagen (Geburts- und Taufurkunden) von zwei verstorbenen Kindern und Familienbriefe.
Dabei befinden sich vor allem Briefe, die Hermanns älterer Bruder Johann Otto Julius, geb. 1825 an seinen Bruder Hermann, seine Schwester Charlotte und an seine Mutter schrieb. Otto von Oppeln-Bronikowski hatte ebenfalls die militärische Laufbahn eingeschlagen, jedoch bereits im Jahr 1850 den Abschied eingereicht und war zusammen mit einer Gruppe um Hermann Graf zur Lippe nach Mittelamerika ausgewandert. Nach Stationen in Nicaragua und Costa Rica hatte er sich im Januar 1864 als einfacher Soldat im 16. freiwilligen New Yorker Artillerieregiment für drei Jahre verpflichtet. Er starb 1864 oder 1865 unter nicht geklärten Umständen in Fort Yorktown, Virginia (Informationen der Familie).
Letzte Vergebene Nr.:
Der Nachlass ist zu zitieren:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Hermann von Oppeln-Bronikowski, Nr. ...
Der Nachlass ist zu bestellen:
VI. HA Nl Oppeln-Bronikowski, Nr. ...
Literatur:
Soldatisches Führertum. Hrsg. von Kurt von Priesdorff. Hamburg 1937-42. Nr. 2534.
Berlin, im Oktober 2012
Dr. Schnelling-Reinicke
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Oppeln-Bronikowski, H. v.
Umfang: 0,2 lfm (40 VE); Angaben zum Umfang: 0,2 lfm (40 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ