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Johann [von Merlau], Abt von Fulda, bekundet, dass er mit
Zustimmung des Dekans Heinrich und des Konvents von Fulda, Hermann,
Pfleger des Klosters...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1421-1430
1424 April 2
Ausfertigung, Pergament, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (beide Siegel beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno Domini millesimo quadringentesimoviceesimoquarto ipsa die Dominica qua cantatur in ecclesia Dei Letare Ierusalem etcetera
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann [von Merlau], Abt von Fulda, bekundet, dass er mit Zustimmung des Dekans Heinrich und des Konvents von Fulda, Hermann, Pfleger des Klosters und Propst von Johannesberg bei Fulda, gestattet hat, von Georg (Jorgen) von der Tann 60 Gulden auf die Stadtbede von Fulda, zahlbar halb an Walpurgis [Mai 1], halb an Michaelis [September 29] oder jeweils binnen zwei Monaten danach, für 600 Gulden abzulösen. Georg besaß die Rente mit seinen Geschwistern von seinen Eltern, namentlich von Frau Cuentzel [?] Alderbergen und ihren Töchtern Guta und Petze, die sie wiederum seit 83 Jahren von Abt Heinrich [von Hohenberg] besaßen. Der Abt bestimmt, dass diese Rente halb auf ihn, halb auf den Pfleger, sowie nach dem Tod des einen auf den jeweils Überlebenden und nach ihrer beider Tod auf das Kloster übergehen soll. Der Abt befiehlt der Stadt Fulda die Befolgung dieser Regelung. Bei Zahlungsverzug kann die Stadt vor einem geistlichen Gericht verklagt werden. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Abt Johann
Vermerke (Urkunde): Siegler: Konvent von Fulda
Heinrich von Hohenberg war von 1315-1353 Abt des Klosters Fulda.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.