Beurkundet wird: Am Ausstellungstag erschien zwischen 4 und 5 Uhr nachmittags in der gewöhnlichen Schreibstube des Amtshauses zu Dürmentingen (Dirmenthingen) vor dem ausfertigenden Notar und gen. Zeugen [s. u.] der ehrenfeste, vornehme Johan Philipp Rimelin, Obervogt der Herrschaft Bussen, und ließ vom Notar eine [inserierte] Gegenprotestation im Namen des Reichserbtruchsessen Christoph als Gewalthaber seines abwesenden Bruders Karl gegen die Fürstin Äbtissin Maria Jacoba des freiweltlichen Stifts Buchau, geb. Freiin von Schwarzenberg und Hohenlandsberg, und ihr Kapitel folgenden Inhalts verlesen: 1) Er hat die Protestation der Äbtissin vernommen. Auf die ersten beiden Punkte, welche den Abzug der Kornelierleute und die Einnahme des Hauptrechts sowie den Kauf der Mühle zu Ennetach (Enendach) und das Eigentum an ihr betreffen, antwortet er nicht, da sie nicht in seinen Amtsbereich, die Herrschaft Bussen, fallen. 2) Der Erbtruchseß protestiert dagegen, daß der buchauische Amtmann zu Kanzach, den er verhaftet hat, mit seinem Anhang in die truchsessische Obrigkeit eingefallen ist, und behält sich die Strafe vor. Der Amtmann hatte versucht zu verhindern, daß der Erbtruchseß das Vermögen des Sebastian Khiever, welches der Erbtruchseß wegen Verletzung seiner forstlichen Obrigkeit beschlagnahmt hatte, wegführt [der Fall ist im einzelnen wiedergegeben]. 3) Er protestiert ferner dagegen, daß der verst. Jos Bersauter zu Betzenweiler ohne zuvor eingeholte Erlaubnis durch die truchsessische Forstund Geleitsobrigkeit, welche sich bis in den Weg im See erstreckt, geführt worden ist [auch dieser Vofall im einzelnen wiedergegeben]. 4) Für jeden der beiden Eingriffe in die truchsessische Obrigkeit fordert Christoph als Entschädigung 10 000 fl., also insgesamt 20 000 fl. 5) Um die Belehnung mit der Vogtei zu Braunenweiler wird erneut ersucht. 6) Entspricht das Stift nicht seinen Forderungen, wird der Erbtruchseß die Ausfuhr der dem Stift zustehenden Einnahmen aus truchsessischem Gebiet sperren.