Jaenicke, Wolfgang (Bestand)
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BArch N 1135
call number: N 1135
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> J
1904-1961
Geschichte des Bestandsbildners: MdR (DStP, 1930-1932), Botschafter
Biografischer Abriss Wolfgang Jaenicke
Der am 17. Oktober 1881 als Sohn der Breslauer Bürgermeisters geborene Wolfgang Jaenicke studierte nach dem Abitur von 1900 bis 1904 Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin, Breslau und Freiburg.
Von 1919 bis 1930 war er Regierungspräsident des Regierungsbezirks Breslau. Gleichzeitig war er Reichs- und Staatskommissar für die Durchführung der Bestimmungen des Versailler Friedensvertrages über die Grenzziehung. 1928/29 führte ihn ein wissenschaftlicher Sonderauftrag der Reichsregierung in den mittleren Osten. Seit 1930 war er Regierungspräsident in Potsdam. Nach seiner Entlassung im Jahre 1933 wurde er durch den Völkerbund als Berater von Tschiang Kai-Shek nach China delegiert. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er zunächst Staatskommissar, dann Staatssekretär für das Flüchtlingswesen in Bayern.. Ab 1951 war er Botschafter in Pakistan und von 1954-1957 Botschafter beim Heiligen Stuhl.
Wolfgang Jaenicke starb am 17. April 1968 in Lenggries.
Bestandsbeschreibung: Personalpapiere; Aufzeichnungen und allgemeine Korrespondenzen, insbesondere aus der Tätigkeit als Regierungspräsident in Breslau und Potsdam (1922-1933), Reichstagsabgeordneter, Berater Tschiang-Kai-Scheks imAuftrag des völkerbundes (1933-1935), bayerischer Staatssekretär für das Flüchtlingswesen (1945-1952) sowie als Botschafter in Pakistan und im Vatikan (1952-1957). (Stand: 1977)
Inhaltliche Charakterisierung: Die im Nachlass befindlichen Unterlagen gelangten in mehreren Abgaben an das Bundesarchiv:
Zugang Bände
November 1964 1 - 38
März 1965 39 - 66
September 1965 67 - 172
Im Oktober 1965 forderte Wolfgang Jaenicke die Bände 148 bis 166 (Korrespondenz 1952-1965) zurück.
Hans-Viktor Schulz-Klingauf verfasste 1985 seine Magisterarbeit "Wolfgang Jaenicke. Regierungspräsident in Breslau 1919-1930". Hierfür recherchierte er nicht nur in den im Bundesarchiv verwahrten Papieren, sondern stand auch in Kontakt mit der Familie Jaenicke, die ihm weitere Unterlagen (u.a. auch die in den Bänden 148 bis 166 befindlichen) zur Verfügung stellte.
2001 erhielt das Bundesarchiv schließlich die Korrespondenzserie 1952-1965 gemeinsam mit weiteren Abgaben (Bde. 141a, 173 - 175) zurück. Schulz-Klingauf übergab im selben Jahr seine im Zuge seiner Arbeit an einer Dissertation zu Jaenicke entstandene Materialsammlung. Diese Sammlung richtet sich in ihrer Gesamtheit nach der geplanten Struktur der Dissertation. Es lassen sich Themenschwerpunkte, wie Jaenickes Zeit in China, Pakistan und im Vatikan erkennen. Innerhalb der einzelnen Bände finden sich neben Kopien aus Sekundärliteratur und Archivbeständen (v.a. Bundesarchiv und zu Teilen Auswärtiges Amt) eine große Zahl an Originalschriftgut aus der Provenienz Wolfgang Jaenicke. Sämtliche Unterlagen liegen in einer von Schulz-Klingauf gewählten Ordnung, sodass sich Kopien, Originale und Notizen Schulz-Klingaufs willkürlich abwechseln. Alle Papiere weisen starke Bearbeitungsspuren in Form von Notizen, Unterstreichungen und angehefteten Anmerkungen auf. Die Sammlung ist unter dem Klassifikationspunkt "Anhang" aufgeführt.
Zitierweise: BArch N 1135/...
Biografischer Abriss Wolfgang Jaenicke
Der am 17. Oktober 1881 als Sohn der Breslauer Bürgermeisters geborene Wolfgang Jaenicke studierte nach dem Abitur von 1900 bis 1904 Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin, Breslau und Freiburg.
Von 1919 bis 1930 war er Regierungspräsident des Regierungsbezirks Breslau. Gleichzeitig war er Reichs- und Staatskommissar für die Durchführung der Bestimmungen des Versailler Friedensvertrages über die Grenzziehung. 1928/29 führte ihn ein wissenschaftlicher Sonderauftrag der Reichsregierung in den mittleren Osten. Seit 1930 war er Regierungspräsident in Potsdam. Nach seiner Entlassung im Jahre 1933 wurde er durch den Völkerbund als Berater von Tschiang Kai-Shek nach China delegiert. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er zunächst Staatskommissar, dann Staatssekretär für das Flüchtlingswesen in Bayern.. Ab 1951 war er Botschafter in Pakistan und von 1954-1957 Botschafter beim Heiligen Stuhl.
Wolfgang Jaenicke starb am 17. April 1968 in Lenggries.
Bestandsbeschreibung: Personalpapiere; Aufzeichnungen und allgemeine Korrespondenzen, insbesondere aus der Tätigkeit als Regierungspräsident in Breslau und Potsdam (1922-1933), Reichstagsabgeordneter, Berater Tschiang-Kai-Scheks imAuftrag des völkerbundes (1933-1935), bayerischer Staatssekretär für das Flüchtlingswesen (1945-1952) sowie als Botschafter in Pakistan und im Vatikan (1952-1957). (Stand: 1977)
Inhaltliche Charakterisierung: Die im Nachlass befindlichen Unterlagen gelangten in mehreren Abgaben an das Bundesarchiv:
Zugang Bände
November 1964 1 - 38
März 1965 39 - 66
September 1965 67 - 172
Im Oktober 1965 forderte Wolfgang Jaenicke die Bände 148 bis 166 (Korrespondenz 1952-1965) zurück.
Hans-Viktor Schulz-Klingauf verfasste 1985 seine Magisterarbeit "Wolfgang Jaenicke. Regierungspräsident in Breslau 1919-1930". Hierfür recherchierte er nicht nur in den im Bundesarchiv verwahrten Papieren, sondern stand auch in Kontakt mit der Familie Jaenicke, die ihm weitere Unterlagen (u.a. auch die in den Bänden 148 bis 166 befindlichen) zur Verfügung stellte.
2001 erhielt das Bundesarchiv schließlich die Korrespondenzserie 1952-1965 gemeinsam mit weiteren Abgaben (Bde. 141a, 173 - 175) zurück. Schulz-Klingauf übergab im selben Jahr seine im Zuge seiner Arbeit an einer Dissertation zu Jaenicke entstandene Materialsammlung. Diese Sammlung richtet sich in ihrer Gesamtheit nach der geplanten Struktur der Dissertation. Es lassen sich Themenschwerpunkte, wie Jaenickes Zeit in China, Pakistan und im Vatikan erkennen. Innerhalb der einzelnen Bände finden sich neben Kopien aus Sekundärliteratur und Archivbeständen (v.a. Bundesarchiv und zu Teilen Auswärtiges Amt) eine große Zahl an Originalschriftgut aus der Provenienz Wolfgang Jaenicke. Sämtliche Unterlagen liegen in einer von Schulz-Klingauf gewählten Ordnung, sodass sich Kopien, Originale und Notizen Schulz-Klingaufs willkürlich abwechseln. Alle Papiere weisen starke Bearbeitungsspuren in Form von Notizen, Unterstreichungen und angehefteten Anmerkungen auf. Die Sammlung ist unter dem Klassifikationspunkt "Anhang" aufgeführt.
Zitierweise: BArch N 1135/...
Jaenicke, Wolfgang, 1881-1968
242 Aufbewahrungseinheiten; 6,4 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Besondere Benutzungsbedingungen: die Benutzung unterliegt keinen anderen Beschränkungen als der Beachtung von Persönlichkeitsschutzrechten Betroffener und schutzwürdiger Belange Dritter.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST