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Simon von Merlau bekundet, dass er die im Folgenden inserierte
Urkunde von Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, über seine Einsetzung
in Burg un...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1451-1460
1454 Februar 14
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der gegeben ist in jare und tage als obengeschriben stet etcetera
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Simon von Merlau bekundet, dass er die im Folgenden inserierte Urkunde von Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, über seine Einsetzung in Burg und Amt Steinau erhalten hat. Simon verspricht dem Abt Treue. Siegelankündigung. Inserierte Urkunde von 1454 Februar 14: Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, bekundet, dass er Simon von Merlau und dessen Erben auf seinem Teil der Burg Steinau mit Wohnung, Burggraben, dem Hof, den bisher (Mynderbergk) innehatte, nebst Zubehör an Äckern, Wiesen und Gärten im Tal vor Steinau zum Amtmann eingesetzt hat. Der Abt nimmt den Schäfer und die drei Hofmänner im Tal, den Hof zum Steinhaus, die Höfe und Wüstungen des Klosters um Steinau und die Renten aus Steinau aus. Dafür zahlt Simon dem Abt zum Nutzen des Klosters 400 rheinische Gulden. Simon kann die Leistungen der zum Burgteil gehörenden Hintersassen für seine Zwecke nutzen, nicht aber zur Fehde gegen das Kloster und seine [Burg Steinauer?] Ganerben. Simon unterhält auf der Burg auf eigene Kosten Pförtner und Wächter. Dafür erhält er vom Abt jährlich an Michaelis [September 29] sechs Viertel Getreide, halb Roggen, halb Hafer. Die Burg ist Offenhaus des Abtes in allen seinen Fehden, nicht jedoch gegen seine Amtsleute. Die Scheunen in und vor der Burg stehen dem Abt zur Hälfte zur Verfügung. Bei einem Abzug Simons von der Burg behält er den Ertrag der Wintersaat. Die Absetzung Simons oder der Rückkauf durch die Amtsleute gegen 400 rheinische Gulden ist mit vierteljähriger Ankündigung zu Kathedra Petri [Februar 22] möglich; die Zahlung soll in Fulda, Steinau oder im Umkreis von drei Meilen erfolgen. Der Abt wird für keinen Schaden [der Ganerben] aufkommen, es sei denn, sie werden von ihm ausdrücklich gebeten [Dienste zu leisten] (fur keynen schaden steen es were dann das wir sie besundern bedden). Siegelankündigung des Abts. (Datum anno Domini millesimo quadringentesimo quinquagesimo quarto Valentini martiris). (siehe Abbildungen: [[jpg:hstam/Urk. 75/Urk. 75 Reichsabtei Fulda 1454...
Vermerke (Urkunde): Siegler: Simon von Merlau
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Vgl. die Ausfertigung des Inserts unter Nr. 965.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.