Vor Bernardt Ahlers, Dr. jur., Richter und Gograf des Bischofs Christoph Bernhard von Münster zu Bevergern und Rheine, verkaufen Nicolaus Lagemann von Ibbenbüren und seine Frau Elisabeth Cathrinen Mengers der Marien Etten Elisabeth von Westerholt, Äbtissin, und sämtlichen Kapitularjungfern zu Gravenhorst ihren angeerbten freien allodialen Rotten, vormals Herbortz-, nun aber Taeben-Kotten genannt, gelegen in der Bauerschaft Hörstel im Kirchspiel Riesenbeck bei Roleman. Dazu gehört auch das Eigentumsrecht über den Wehrfester Johann und seine Frau Greite sowie deren Rinder, die noch nicht freigelassen sind. Dieser hat an Pacht 2 Molt Roggen Rheiner Maßes, 30 Stüber und ein Paar Hühner zu entrichten und den Leibdienst zu leisten, wie es in dem von Bernart Kremers ausgestellten Kaufbrief vom Jahre 1544 enthalten ist. Dieser wird der Äbtissin ebenso übergeben wie der vom Offizial besiegelte Abtretungsbrief des Anthon Hoedt vom Jahre 1605. Der Kotten ist nur mit Schatzungen und den Umlagen der Bauerschaft belastet. Geschehen zu Rheine. Zeugen: Prokurator Theodor Reck und Lambert Rotgerinck. Beglaubigung durch den Notar Bernard Kannegießer.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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