Deutsche Post. Bezirksdirektion Magdeburg (Bestand)
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M 52 (Benutzungsort: Dessau)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 05. DDR-Bezirke Halle und Magdeburg (1952 - 1990) >> 05.04. Zentral unterstellte Behörden, Gerichte und Einrichtungen der DDR im Bezirk Magdeburg >> 05.04.07. Post- und Fernmeldewesen
1887-1992
Findhilfsmittel: Findbuch 2012 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Im Haus "Zum Lindwurm" der Kaufleute-Brüderschaft Magdeburg wurde schon vor der Zerstörung im Jahr 1631 eine Postmeisterei eingerichtet. Wegen der durch den Postmeister zu zahlenden hohen Miete von jährlich 120 Talern wurde im Jahr 1669 das Grundstück Nicolaistraße/Kreuzganggasse 6 angekauft und dort ein eigenes Postgebäude eingerichtet. Dieses Posthaus hatte 150 Jahre Bestand, erst am 13. August 1812 wurde es in den Breiten Weg 205 verlegt. Im Mai 1849 wurden in Preußen 8 Speditionsämter eingerichtet, die den Betrieb der Bahnposten zu sichern hatten. Das Amt 7 (ab 1856 Eisenbahnpostamt, ab 1875 Bahnpost, dann Bahnpostamt) kam nach Magdeburg. Da das am Breiten Weg gelegene Postgebäude nicht mehr ausreichte, wurde ein Nachbargrundstück erworben, und die alten Baulichkeiten wurden durch einen Neubau ersetzt. Am 1. April 1839 wurde das Oberpostamt Magdeburg am Breiten Weg 204/205 eröffnet. Per 1. Januar 1850 wurde die Oberpostdirektion Magdeburg geschaffen, der insgesamt 91 Postanstalten im Regierungsbezirk Magdeburg und im Herzogtum Anhalt unterstanden. 1873 wurde die Bahnpost zum neu erbauten Zentralbahnhof (heute Hauptbahnhof) verlegt. Da die Stadt Magdeburg stark expandierte war das Reichspostamt auf dem Grundstück Breiter 204/205 nicht mehr aussreichend. Es wurden weitere Grundstücke am Breiten Weg erworben, und das Postamt wurde erweitert auf die Grundstücke Breiter Weg 203 bis 206. Dazu hat man die alten Gebäude abgerissen und durch ein repräsentatives, den Erfordernissen der Zeit entsprechendes Gebäude ersetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurden die einzelnen Postgebäude durch Bombenangriffe stark beschädigt. Der Wiederaufbau begann gleich nach 1945 und schon am 20. April 1949 konnte das Richtfest für das neue Postgebäude am Breiten Weg gefeiert werden. Ab Januar 1952 wurde der Postverkehr in einer modernen Schalterhalle wieder aufgenommen. (Quelle: M 52, Nr. 1442)
Die Bezirksdirektion Magdeburg ist mit ihren Aufgaben die für den Bezirk Magdeburg zuständige Einrichtung der Deutschen Post.
Der Bezirksdirektion Magdeburg unterstehen die im Bezirk Magdeburg liegenden Ämter der Deutschen Post und die Betriebsschule. Die Bezirksdirektion gliedert sich in Abteilungen, Sektoren und Fachgebiete.
Die Bezirksdirektionen der Deutschen Post leiten das Post- und Zeitungswesen sowie Fernsprech- und Fernschreibwesen in den Bezirken und tragen die volle Verantwortung für die Arbeit der ihnen unterstellten Ämter. Sie führen die ihnen vom Ministerium für Post- und Fernmeldewesen übertragenen Aufgaben auf dem Gebiet des Funkwesens im Bezirk durch.
Zur Bezirksdirektion Magdeburg der Deutschen Post gehören: Hauptpostamt Burg mit den Postämtern Genthin, Gommern, Loburg und Parey; Hauptpostamt Gardelegen mit den Postämtern Beetzendorf, Bismark, Kalbe/Milde, Klötze und Oebisfelde; Hauptpostamt Halberstadt mit den Postämtern Heudeber, Osterwieck, Oschersleben und Wegeleben; Hauptpostamt Haldensleben mit den Postämtern Calvörde und Weferlingen; Hauptpostamt Magdeburg 1 mit den Postämtern Eilsleben, Güterglück, Hadmersleben, Wolmirstedt, Zerbst und Wanzleben; Hauptpostamt Salzwedel mit den Postämtern Arendsee und Seehausen; Hauptpostamt Schönebeck mit den Postämtern Barby, Calbe/Saale, Egeln, Güsten und Staßfurt; Hauptpostamt Stendal mit den Postämtern Goldbeck, Osterburg, Tangerhütte, Tangermünde, Schönhausen und Havelberg; Hauptpostamt Wernigerode mit den Postämtern Blankenburg, Hasselfelde, Ilsenburg, Schierke und Benneckenstein sowie die Sonderpostämter Bahnpostamt 7 Magdeburg, Postscheckamt Magdeburg und Bezirkswerkstatt für Postkraftwagen Magdeburg (Quelle: M 52, Nr. 1291 [die Zuordnung von Zweigpostämtern, Postanstalten etc. nach der Kreisreform 1952 zu den Postämtern findet sich in der Akteneinheit M 52, Nr. 1481).
Bestandsinformationen: Der Bestand gelangte im Mai 2008 im Rahmen der Standortprofilierung vom Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt Magdeburg in die Abteilung Dessau des Landeshauptarchivs. Die Zäsur zum Bestand G 6 "Deutsche Reichspost. Postdirektion Magdeburg" wurde auf das Jahr 1945 festgelegt, wobei allerdings zeitliche Überschneidungen zwischen dem Bestand G 6 und dem Bestand M 52 "Deutsche Post. Bezirksdirektion Magdeburg" nicht ausgeschlossen werden konnten.
Zusatzinformationen: Der Bestand enthält Archivgut, das Schutzfristen nach § 10 Abs. 3 ArchG LSA unterliegt und daher einer regelmäßigen Benutzung durch Dritte noch nicht offensteht.
Enthaltene Karten: 164
Enthaltene Fotos: 71
Registraturbildner: Im Haus "Zum Lindwurm" der Kaufleute-Brüderschaft Magdeburg wurde schon vor der Zerstörung im Jahr 1631 eine Postmeisterei eingerichtet. Wegen der durch den Postmeister zu zahlenden hohen Miete von jährlich 120 Talern wurde im Jahr 1669 das Grundstück Nicolaistraße/Kreuzganggasse 6 angekauft und dort ein eigenes Postgebäude eingerichtet. Dieses Posthaus hatte 150 Jahre Bestand, erst am 13. August 1812 wurde es in den Breiten Weg 205 verlegt. Im Mai 1849 wurden in Preußen 8 Speditionsämter eingerichtet, die den Betrieb der Bahnposten zu sichern hatten. Das Amt 7 (ab 1856 Eisenbahnpostamt, ab 1875 Bahnpost, dann Bahnpostamt) kam nach Magdeburg. Da das am Breiten Weg gelegene Postgebäude nicht mehr ausreichte, wurde ein Nachbargrundstück erworben, und die alten Baulichkeiten wurden durch einen Neubau ersetzt. Am 1. April 1839 wurde das Oberpostamt Magdeburg am Breiten Weg 204/205 eröffnet. Per 1. Januar 1850 wurde die Oberpostdirektion Magdeburg geschaffen, der insgesamt 91 Postanstalten im Regierungsbezirk Magdeburg und im Herzogtum Anhalt unterstanden. 1873 wurde die Bahnpost zum neu erbauten Zentralbahnhof (heute Hauptbahnhof) verlegt. Da die Stadt Magdeburg stark expandierte war das Reichspostamt auf dem Grundstück Breiter 204/205 nicht mehr aussreichend. Es wurden weitere Grundstücke am Breiten Weg erworben, und das Postamt wurde erweitert auf die Grundstücke Breiter Weg 203 bis 206. Dazu hat man die alten Gebäude abgerissen und durch ein repräsentatives, den Erfordernissen der Zeit entsprechendes Gebäude ersetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurden die einzelnen Postgebäude durch Bombenangriffe stark beschädigt. Der Wiederaufbau begann gleich nach 1945 und schon am 20. April 1949 konnte das Richtfest für das neue Postgebäude am Breiten Weg gefeiert werden. Ab Januar 1952 wurde der Postverkehr in einer modernen Schalterhalle wieder aufgenommen. (Quelle: M 52, Nr. 1442)
Die Bezirksdirektion Magdeburg ist mit ihren Aufgaben die für den Bezirk Magdeburg zuständige Einrichtung der Deutschen Post.
Der Bezirksdirektion Magdeburg unterstehen die im Bezirk Magdeburg liegenden Ämter der Deutschen Post und die Betriebsschule. Die Bezirksdirektion gliedert sich in Abteilungen, Sektoren und Fachgebiete.
Die Bezirksdirektionen der Deutschen Post leiten das Post- und Zeitungswesen sowie Fernsprech- und Fernschreibwesen in den Bezirken und tragen die volle Verantwortung für die Arbeit der ihnen unterstellten Ämter. Sie führen die ihnen vom Ministerium für Post- und Fernmeldewesen übertragenen Aufgaben auf dem Gebiet des Funkwesens im Bezirk durch.
Zur Bezirksdirektion Magdeburg der Deutschen Post gehören: Hauptpostamt Burg mit den Postämtern Genthin, Gommern, Loburg und Parey; Hauptpostamt Gardelegen mit den Postämtern Beetzendorf, Bismark, Kalbe/Milde, Klötze und Oebisfelde; Hauptpostamt Halberstadt mit den Postämtern Heudeber, Osterwieck, Oschersleben und Wegeleben; Hauptpostamt Haldensleben mit den Postämtern Calvörde und Weferlingen; Hauptpostamt Magdeburg 1 mit den Postämtern Eilsleben, Güterglück, Hadmersleben, Wolmirstedt, Zerbst und Wanzleben; Hauptpostamt Salzwedel mit den Postämtern Arendsee und Seehausen; Hauptpostamt Schönebeck mit den Postämtern Barby, Calbe/Saale, Egeln, Güsten und Staßfurt; Hauptpostamt Stendal mit den Postämtern Goldbeck, Osterburg, Tangerhütte, Tangermünde, Schönhausen und Havelberg; Hauptpostamt Wernigerode mit den Postämtern Blankenburg, Hasselfelde, Ilsenburg, Schierke und Benneckenstein sowie die Sonderpostämter Bahnpostamt 7 Magdeburg, Postscheckamt Magdeburg und Bezirkswerkstatt für Postkraftwagen Magdeburg (Quelle: M 52, Nr. 1291 [die Zuordnung von Zweigpostämtern, Postanstalten etc. nach der Kreisreform 1952 zu den Postämtern findet sich in der Akteneinheit M 52, Nr. 1481).
Bestandsinformationen: Der Bestand gelangte im Mai 2008 im Rahmen der Standortprofilierung vom Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt Magdeburg in die Abteilung Dessau des Landeshauptarchivs. Die Zäsur zum Bestand G 6 "Deutsche Reichspost. Postdirektion Magdeburg" wurde auf das Jahr 1945 festgelegt, wobei allerdings zeitliche Überschneidungen zwischen dem Bestand G 6 und dem Bestand M 52 "Deutsche Post. Bezirksdirektion Magdeburg" nicht ausgeschlossen werden konnten.
Zusatzinformationen: Der Bestand enthält Archivgut, das Schutzfristen nach § 10 Abs. 3 ArchG LSA unterliegt und daher einer regelmäßigen Benutzung durch Dritte noch nicht offensteht.
Enthaltene Karten: 164
Enthaltene Fotos: 71
Laufmeter: 54
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ
Hierarchie
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