Der Appellant erklärt, seine Frau habe den Appellaten 1711 wegen ausstehenden Lohnes, vorgestreckter Gelder und auf ihren Kredit für seine Belange bezahlter Waren vor dem jül.- berg. Kommercienrat verklagt. Als er sich auf dieses Verfahren nicht habe einlassen wollen, sei es auf Anweisung des damaligen Kurfürsten am Hofrat geführt und sie schließlich in die Güter Papsthof und Wolfsberg des Appellaten (berg. Amt Mettmann) immittiert worden. Die RKG-Appellation richtet sich gegen eine mit Rat einer nicht genannten Juristenfakultät ergangene kurfürstliche Anweisung, diese Immission rückgängig zu machen und sie zur Rechnungslegung über die während der Zeit, in der sie die Güter innehatte, erzielten Einnahmen und zu deren Erstattung zu veranlassen. Der Kurfürst bestritt die Zulässigkeit der RKG-Appellation wegen Nichterreichens der Appellationssumme.
Vollständigen Titel anzeigen
Der Appellant erklärt, seine Frau habe den Appellaten 1711 wegen ausstehenden Lohnes, vorgestreckter Gelder und auf ihren Kredit für seine Belange bezahlter Waren vor dem jül.- berg. Kommercienrat verklagt. Als er sich auf dieses Verfahren nicht habe einlassen wollen, sei es auf Anweisung des damaligen Kurfürsten am Hofrat geführt und sie schließlich in die Güter Papsthof und Wolfsberg des Appellaten (berg. Amt Mettmann) immittiert worden. Die RKG-Appellation richtet sich gegen eine mit Rat einer nicht genannten Juristenfakultät ergangene kurfürstliche Anweisung, diese Immission rückgängig zu machen und sie zur Rechnungslegung über die während der Zeit, in der sie die Güter innehatte, erzielten Einnahmen und zu deren Erstattung zu veranlassen. Der Kurfürst bestritt die Zulässigkeit der RKG-Appellation wegen Nichterreichens der Appellationssumme.
AA 0627, 803 - B 2226/6607
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1732-1733 (1707-1733)
Enthaeltvermerke: Kläger: D. C. Busch, jül.-berg. Kanzleiverwandter, für seine Frau Helena Förster, Düsseldorf Beklagter: Sigismund von Beveren zu Landsberg (Kr. Düsseldorf- Mettmann), Geheimer Rat, Obrist-Marschall, Geistlicher Administrationspräsident; als Intervenient der Kurfüst Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Wilhelm Ludolf 1732 - Subst.: Dr. Johann Ludwig Pfeiffer Prokuratoren (Bekl.): Dr. Goy (1732) - für den Intervenienten: Lic. Johann Melchior Deuren [1730] 1732 - Subst. Lic. A. J. Stephani Prozeßart: Appellationis cum mandato attentatorum revocatorio et inhibitorio sine clausula Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat mit kommissarischer Tätigkeit 1712- 1732 - 2. RKG 1732-1733 (1707-1733) Beweismittel: Acta priora (Bd. 2). Relationes cum rationibus decidendi (Bd. 3). Abrechnung gemäß Försters Annotationsbuch, Quittungen etc. (Q 7-9). Kassation eines Urteils des jül.-berg. Hofrats aufgrund eines Gutachtens der juristischen Fakultät Tübingen und Exmittierung (14). Beschreibung: 3 Bde., 25 cm; Bd. 1: 8 cm, 360 Bl., lose; Q 1-76, es fehlen Q 63 (Vollmacht Goy), 67*, 27 Beilagen prod. zwischen 10. März und 23. Okt. 1733; Bd. 2: 14 cm, 868 Bl., geb.; Bd. 3: 3 cm, 211 Bl., lose.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:40 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)